Bayerns neue Bierkönigin privat: Hobbys, ihr Lieblingsgetränk und ihr Anzapf-Talent

Bayern hat eine neue Bierkönigin – sie kommt aus Oberbayern. Katharina Kastenmüller (33) hat am Donnerstagabend in München das Finale gewonnen. Die Entscheidung zwischen den verbliebenen vier Kandidatinnen trafen Jury und Publikum im Löwenbräukeller.
Am Tag nach ihrer Wahl spricht die AZ mit der Friseurmeisterin und Betriebswirtin aus Dietramszell (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Sie lacht trotz langer Nacht viel und spricht in charmantem Dialekt.
AZ: Frau Kastenmüller, Sie sind Bayerns neue Bierkönigin. Wie fühlt sich das an?
KATHARINA KASTENMÜLLER: Richtig gut! Ich habe mich riesig gefreut.
So lange wurde nach dem Finale noch gefeiert
Wie haben Sie das Finale erlebt?
Es war ein sehr aufregender Tag mit Generalprobe, Fotoshooting, Interview, Styling und Make-up. Man fiebert so mit und dann ist es endlich so weit: Es ist unbeschreiblich, wenn man das eigene Bild und den Namen auf der Leinwand sieht. Ich hatte nicht damit gerechnet.

Wie lange haben Sie nach dem Finale noch gefeiert?
(lacht). Sehr lang ... Es war schon hell.
Und es ist Bier geflossen, vermute ich?
Auf jeden Fall. Aber in Maßen.
Aiwanger geht vor der Bierkönigin auf die Knie
Auf Fotos sieht man, dass Hubert Aiwanger bei der Veranstaltung vor Ihnen auf die Knie gegangen ist. Wie kam es denn dazu?
Er hat einen Knicks gemacht und ist dabei auf die Knie gegangen. Ein royaler Knicks (lacht). Das ist schon etwas Besonderes.

Sie sind Friseurmeisterin und Betriebswirtin. Welchen Bezug haben Sie zu Bier?
Ich habe bei der Ausbildung zur Betriebswirtin meine Facharbeit zum Thema Bier geschrieben. Einen weiteren Bezug habe ich über meine Hobbys, die Blaskapelle Ascholding und das Weißbierkarussell auf der Wiesn, wo ich schon lange arbeite.
Ihre Verbindung: Eine Facharbeit über Bier
Was genau haben Sie in Ihrer Facharbeit thematisiert?
Wie man den Bierkonsum wieder steigern könnte.
Zu welchem Ergebnis sind Sie in der Theorie gekommen?
Indem man das Bier als Genussmittel wieder positiver präsentiert, zum Beispiel in Sachen Marketing und Vertrieb.
Was nehmen Sie sich für Ihre Zeit als Bierkönigin vor?
Ich freue mich richtig auf die Zeit. Ich möchte dieses einmalige Jahr einfach genießen und lasse mich überraschen.

Sie haben einen Friseurladen in Dietramszell. Wie werden Sie beides unter einen Hut bekommen oder wachsen Ihren Kunden jetzt erst einmal lange Haare?
Die werden jetzt ein Jahr mit langen Haaren herumlaufen! Nein, Spaß. Das ist der Vorteil meiner Selbstständigkeit, ich kann die Zeit selbst einteilen. Ich betreibe den Laden allein. Wenn an einem Tag eine schöne Veranstaltung als Bierkönigin stattfindet, bleibt das Geschäft zu.
Haben Sie früher schon mit Kunden über Bier geplaudert oder kommt das jetzt neu dazu?
Wie sie mitbekommen haben, dass ich im Casting weitergekommen bin, war es schon immer wieder Thema. Sie haben zum Beispiel gefragt, was man als Bierkönigin machen darf.
Es geht dabei vor allem auch ums Repräsentieren. Wie möchten Sie das bayerische Bier darstellen?
Positiv! Dieses Genussmittel hat nur vier Zutaten und ist einzigartig. Ich selbst trinke es mit Genuss und in Maßen.
Das ist der Tipp gegen Kater der Bierkönigin
Haben Sie einen Kater-Tipp, falls es doch mal zu viel Bier wird?
Am besten kommt es gar nicht so weit. Ansonsten: ausschlafen und Wasser mit Zitrone trinken.
Haben Sie ein Lieblingsgetränk?
Es kommt auf die Situation und das Essen an. Ich trinke gern mal ein Helles, aber auch genauso mal ein Weißbier.

Mit wem würden Sie gern mal ein Bierchen trinken?
Ich freue mich über jeden, der mit mir ein Bier trinkt!
Anzapf-Training: So viele Schläge sind ihr Ziel
Welche Termine stehen jetzt bei Ihnen bald an?
Den konkreten Terminplan besprechen wir noch. Aber einer der ersten Termine ist das Anzapf-Training nächste Woche.
Haben Sie das Anzapfen eines Fasses schon einmal probiert?
Ja, daheim. Ich habe beim ersten Mal drei Schläge gebraucht. Mein Ziel sind zwei.
Zum Schluss: die Bierkönigin privat. Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?
Ich bin gerne unter Menschen und in guter Gesellschaft. Dort, wo es gutes Essen und bayerisches Bier gibt und gute Musi spielt. Ansonsten gehe ich gerne Klettern, Bouldern und Mountainbiken.