1860-Sportchef zur 3. Liga: "Unwürdiges Schauspiel" beenden

München (dpa/lby) - Sportchef Günther Gorenzel vom TSV 1860 München hat einen eindringlichen Appell an alle Verantwortlichen im deutschen Profifußball und speziell der 3. Liga gerichtet.
| dpa
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München (dpa/lby) - Sportchef Günther Gorenzel vom TSV 1860 München hat einen eindringlichen Appell an alle Verantwortlichen im deutschen Profifußball und speziell der 3. Liga gerichtet. "Wir stehen in der Verantwortung, dem unwürdigen Schauspiel, das einige abziehen, ein Ende zu bereiten. Wir müssen weiteren Schaden vom deutschen Fußball abwenden", sagte der 48 Jahre alte Österreicher am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz der "Löwen" in München. Das gelte in der Corona-Krise nicht ausschließlich für die 3. Liga.

Der Tabellensechste mit Aufstiegschancen zählt wie die vier weiteren bayerischen Drittligisten zur Mehrheit der Vereine, welche die Saison unbedingt mit Partien ohne Zuschauer fortsetzen wollen. "Alles andere ist alternativlos, sportlich und juristisch", sagte Gorenzel.

"Eine individuelle Interessenslage wirst du immer haben", sagte er zu den Kontroversen innerhalb der Profiliga unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der DFB als Ausrichter sowie die Bundespolitik seien gefordert, Entscheidungen zu treffen, meinte Gorenzel. Es gebe ein "Grundrecht" auf Berufsausübung auch in der 3. Liga. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes ist für den 26. Mai geplant.

Bei den "Löwen" wurden inzwischen zwei Corona-Tests bei den Spielern durchgeführt. Am Donnerstagnachmittag sollte das Mannschaftstraining wieder aufgenommen werden, wie Gorenzel berichtete. 1860-Trainer Michael Köllner sprach aktuell von "einer Achterbahnfahrt" für alle. Es sei ein Handicap, ohne Zuschauer im Stadion weiterzuspielen.

Diese Lösung sei jedoch "alternativlos", um Existenzen von Clubs, Spielern und Mitarbeitern zu sichern. Bei einigen anderen Vereinen habe er Zweifel, dass diese alles zum Erhalt des Profifußballs tun. Der ehemalige Bundesligacoach des 1. FC Nürnberg versteht zudem die öffentliche "Missgunst" gegen den Profifußball nicht. "Wir wollen nur unseren Beruf ausüben", sagte Köllner. Das versuche jeder in der Corona-Krise, "die uns auch noch in den nächsten Monaten beschäftigen wird".

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