Was Sie schon immer über das Fernsehen wissen wollten

Von der ersten im Fernsehen gezogenen Lottozahl bis zur Farbe von Florian Silbereisens Glücksunterhose: "Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." von Michael Scholten lässt kaum eine Frage rund ums TV offen.
| (kd/spot)
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Unterhaltsame Lektüre für Couch-Potatoes: "Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." von Michael Scholten
Schüren Verlag Unterhaltsame Lektüre für Couch-Potatoes: "Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." von Michael Scholten

Wussten Sie schon, dass der Gongschlag zu Beginn der "Tagesschau" immer noch live mit einem echten Instrument eingespielt wird? Oder dass Stefan Raab zur Überbrückung von Pausen dem Studiopublikum Lieder von Howard Carpendale vorsingt? Und dass katholische Gottesdienste im ZDF immer live ausgestrahlt werden, da nur dann der Segen wirkt? Diese und andere Fakten aus 60 Jahren deutscher TV-Geschichte erfährt der Leser von "Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." (Schüren, 9,99 Euro). Autor Michael Scholten gehört trotz des Titels zur seltenen Spezies der bekennenden Fernsehliebhaber und darf nicht zuletzt wegen seiner langjährigen Arbeit für "TV Spielfilm" als Experte gelten.

In "Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." hat Michael Scholten Wissenswertes und Kurioses aus der Fernsehwelt zusammengetragen

Das Buch präsentiert sich als Sammlung kurzer Info-Häppchen und Anekdoten, sortiert nach Genres wie Kinderfernsehen, Nachrichten und Comedy. Aufgelockert wird das Ganze durch eingestreute Interviews mit Fernsehschaffenden vor und hinter der Kamera. Die zusammengetragenen Informationen fallen zumeist in die Kategorie "unnützes Wissen" und gehen gerne ins kleinste Detail. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie groß die Löcher der "Sportstudio"-Torwand sind (55 Zentimeter Durchmesser), wie viele Fäden die Marionetten der "Augsburger Puppenkiste" haben (durchschnittlich zehn) oder wie viele Lügendetektor-Tests bei "Britt" gemacht wurden (1907), wird hier fündig. Natürlich ist nicht alles gleichermaßen spannend, aber das ist immer auch Geschmackssache - wahrscheinlich interessiert ja wirklich jemanden Stefan Raabs Blutgruppe (B Rhesus Positiv).

Durchgehend gelungen sind dagegen die Interviews, in denen TV-Stars aus dem Nähkästchen plaudern. Anke Engelke erzählt etwa von ihrer Zeit beim "ZDF-Ferienprogramm", Hugo Egon Balder schildert den Produktionsalltag von "Tutti Frutti" und Alfred Biolek berichtet, wie er die britische Kult-Comedytruppe Monty Python nach Deutschland holte. Mit gleich drei interessanten Gesprächspartnern wartet das "Tatort"-Segment auf: das erste Mordopfer Petra Mahlau, der Komponist der Titelmelodie, Klaus Doldinger, und Horst Lettenmayer, der Mann mit den markanten Augen aus dem Vorspann, gewähren spannende Einblicke hinter die Kulissen.

"Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen..." ist somit eine unterhaltsame Lektüre für TV-Fans und Nostalgiker, insbesondere auch natürlich für die Freunde des deutschen Fernsehens. Das Buch macht sich sicher auch gut unter dem Weihnachtsbaum eingefleischter Couch-Potatoes.

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