Der "Model-Papa": Wolfgang Joop ist die bessere Heidi Klum

Seit gut acht Jahren ist Heidi Klum "Model-Mama". Und dazu gesellt sich jetzt ein "Model-Papa". Denn Neu-Juror Wolfgang Joop ist ganz dicke mit den Models.
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Seit gut acht Jahren ist Heidi Klum "Model-Mama". Wenn es um die Rolle des inoffiziellen Familienoberhaupts bei "Germany's next Topmodel" geht, hat sie aber neuerdings Konkurrenz: Denn Neu-Juror Wolfgang Joop hat eigentlich das deutlich bessere Händchen für den menschlichen Umgang mit Nachwuchs-Schönheiten.

Berlin - "Model-Mama" - dieser Titel wird Heidi Klum (40) sicher bleiben. Alleine schon, weil er so griffig ist. Und schließlich hat Klum bei "Germany's next Topmodel" diesen Posten auch schon seit 2006 inne. Wenn es aber um mehr als einen Beinamen geht, nämlich den Spitzenplatz in den Herzen der Zuschauer und vor allem der "GNTM"-Kandidatinnen... Dann hat Heidi Klum mit der aktuellen Staffel der Castingshow harte Konkurrenz bekommen: Denn Spitzen-Designer Wolfgang Joop (69) hat sich eigentlich als das geeignetere Oberhaupt für die wöchentlich schrumpfende "Model-Familie" erwiesen.

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Oder einfacher gesagt: Wolfgang Joop ist die bessere Heidi Klum. "Model-Papa" schlägt "Model-Mama". Ein Indiz will Joop bereits selbst entdeckt haben: "Ich sehe es an den Einschaltquoten. Die steigen, in dem Moment wo ich auftauche und knicken ab wenn ich abtauche", sagte der Star-Designer unlängst der Nachrichtenagentur spot on news. Ein weiterer Anhaltspunkt: Die Nachwuchsmodels sind Feuer und Flamme.

Erst vergangene Woche hatte Joop die jungen Schönheiten in sein Potsdamer Atelier eingeladen. Und dort nicht nur seine Kreationen mit ehrlicher Bewunderung an den Kandidatinnen begutachtet - sondern auch bei Kaffee und Kuchen ein warmherziges Familienschwätzchen gehalten. Komplett samt dem einen oder anderen Schwank aus der Kindheit. "Man hat keine andere Wahl, als ihm zuzuhören", meinte eine verzauberte Karlin - und das wiederum durchaus als Kompliment.

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Auch sonst ist es stets Joop, der Wärme und Menschlichkeit in die Show bringt. Ganz im Gegensatz zu Klum und Co-Juror Thomas Hayo, denen nichts über das "Funktionieren" ihrer Schützlinge geht. Joop hingegen vergießt höchstselbst Tränen, wenn er sich um aufgelöste Models kümmert. Und er ist es auch, den die Mädchen herzen, wenn sie nach seiner Fürsprache doch die nächste Runde erreichen. Betty und Nathalie verpassten dem 69-Jährigen jüngst reichlich Lippenstift ins Gesicht - und erneut war ein ergriffener Joop zu sehen.

Das ist dann einerseits keine große Überraschung. Joop wollte von Anfang an einen pädagogischeren Ansatz in die Sendung bringen. Eine "verantwortungsvolle Tätigkeit, um Träume wahr werden und keine unerfüllbaren Illusionen aufkommen zu lassen", sah er schon Ende Dezember in seinem neuen Job. Und andererseits handelt es sich doch um ein fast schon politisches Statement: Auch im ganz großen Business geht es letztlich doch um Menschen - nicht nur um Befehl, Gehorsam und unbarmherzige Selbstdisziplin, wie es bei Klum oft klingt. Die tritt bisweilen eher wie eine der berüchtigen "Eiskunstlauf-Mütter", denn wie eine "Model-Mama" auf.

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Gut möglich, dass mittlerweile auch Klum den neuen Tonfall im Juroren-Team und die resultierende Sympathiewelle für Joop bemerkt hat. Denn in der "Topmodel"-Folge des heutigen Donnerstags packt auch sie die sorgende Mama aus, gibt Unterwäsche-Tipps und organisiert ihre Engelsflügel aus einem eigenen Kult-Shooting.

Ob sich mit der Charmeoffensive aber das in acht Jahren gewachsene Image so schnell korrigieren lässt? Es ist zu bezweifeln. Lieber hören Models und Zuschauer da doch ihrem warmherzigen TV-"Papa" Wolfgang Joop zu. Denn der klingt sogar knuffig, wenn er eher zweifelhafte Komplimente austeilt. "Anna hat ein seltsames Gesicht. Sie sieht ein bisschen aus wie ein Alien..." sinnierte er am vergangenen Donnerstag. Und sagte damit vielleicht doch auch nur, dass auch Anderssein schön sein kann.

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