Wimbledon-Vorschau: Die Männer

Am Montag beginnt das Turnier in Wimbledon. Bei den Männern zählt Tommy Haas zu den Geheimtipps für den Sieg in Wimbledon. Roger Federer ist nach der Absage von Rafael Nadal natürlich der Top-Favorit.
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Will in Wimbledon seinen 15. Grand-Slam-Triumph feiern: Roger Federer
AP Will in Wimbledon seinen 15. Grand-Slam-Triumph feiern: Roger Federer

Am Montag beginnt das Turnier in Wimbledon. Bei den Männern zählt Tommy Haas zu den Geheimtipps für den Sieg in Wimbledon. Roger Federer ist nach der Absage von Rafael Nadal natürlich der Top-Favorit.

DIE FAVORITEN

Roger Federer (Schweiz): Seit dem French Open-Triumph wird er mit Superlativen überschüttet: Der Unsterbliche. Nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Rafael Nadal kann Federer, wenn er in Wimbledon gewinnt, wieder die Nr. 1 werden. An seinem Lieblings-Spielplatz ist es Federer im Zweifelsfall selbst, der sich doch unter Druck setzt – „weil ich hier den Sieg so sehr will, Jahr für Jahr." Gewann bisher fünf Mal, von 2003 bis 2007. Kann neuen ewigen Grand Slam-Rekord mit 15. Titelgewinn aufstellen.

Andy Murray (Großbritannien) : Im Jahr des 100. Geburtstages von Fred Perry will er endlich zum großen Schlag auf dem Heiligen Rasen ausholen, ein Schotte im Dienste Ihrer Majestät. Posierte vor dem Turnier schon mal im Retro-Look des alten Haudegen Perry, der früher ankündigte, seine Gegner „zertreten" zu wollen. Murray pflegt die edle Kunst der feinen Nadelstiche auf dem Platz, er zermürbt seine Gegner wie ein Schachspieler über viele entnervende Züge.

Novak Djokovic (Serbien) : Unter den Spitzenleuten der schwächste Siegaspirant für Wimbledon. Bei den Gerry Weber Open nur mäßig in Form, verdiente Finalniederlage gegen Haas. Verlor bei den French Open glatt gegen Kohlschreiber. Ihn abzuschreiben, wäre allerdings „töricht“. Sagt immerhin: Federer.

Andy Roddick (USA) : Zweimal im Finale, 2004 und 2005, zweimal an Federer gescheitert. Die Verlangsamung der Plätze schadete dem Aufschlag-Weltrekordler. 2009 soll es flotter zugehen auf den Courts, sagen die Gärtner.

DIE GEHEIMTIPPS

Tommy Haas (Deutschland) : Verfluchte Wimbledon als Teenager: „Rasen ist für Kühe.“ Sagt heute, er würde sogar „auf Kuhmist“ spielen, um ein Turnier zu gewinnen. French Open und Halle waren Stationen seiner Wiederauferstehung. Seit Wochen ohne Verletzung.

Juan Martin del Potro (Argentinien): „Bohnenstange" oder auch „Zwerg" genannt. Der argentinische Youngster misst fast zwei Meter, und man ist nicht gerne Tennisball, wenn er zum Aufschlag ausholt. Scheiterte in Paris im Halbfinale an Federer.

Marin Cilic (Kroatien) : Ganz in der Tradition kroatischer Wimbledon-Stars wie Goran Ivanisevic oder „Super“-Mario Ancic setzt Cilic auf Geschwindigkeit und Power. Zählt zu den größten Talenten, mit Anspruch auf Nummer 1 in der Zukunft.

DIE DEUTSCHEN

Neben Haas sind auch alte Streiter wie Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler zu Überraschungen fähig, aber auch die Youngster Mischa Zwerew und Andreas Beck. Mit neuem Schwung kommt auch Hertogenbosch-Sieger Benjamin Becker.

Jörg Allmeroth

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren