Viel Neuschnee in den Nordalpen

Ständige Wetterwechsel bestimmen derzeit in den Skigebieten der Alpen die Lage. Das letzte Wochenende sorgte mit warmen Temperaturen für Schneeschmel
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Dichtes Schneetreiben herrschte gestern in St. Anton am Arlberg.
St. Anton am Arlberg Dichtes Schneetreiben herrschte gestern in St. Anton am Arlberg.

Ständige Wetterwechsel bestimmen derzeit in den Skigebieten der Alpen die Lage. Das letzte Wochenende sorgte mit warmen Temperaturen für Schneeschmelze, am gestrigen Mittwoch hingegen fing es von Westen her und in Nordstaulagen kräftig an zu schneien, so dass bis Freitagmorgen einiges an Neuschnee zusammenkommen wird.

Bereits heute melden viele Skigebiete in Österreich und der Schweiz Neuschneemengen bis zu 40cm. Weniger gut sieht es für die Mittelgebirge in Deutschland aus.

Alle Infos zur aktuellen Schneesituation und wie das Wetter am Wochenende wird, lest ihr im Skiinfo-Schneebericht vom 4. Februar.

Deutschland

Vor allem in Bayern kam in den letzten 24 Stunden der Winter und damit frischer Schnee zurück. Teils kräftige Schneefälle sorgten in vielen Skigebieten für den lange ersehnten Neuschnee. So konnten diverse Gebiete mehr als 20cm Neuschnee melden und damit einen Powderalarm auslösen, darunter waren die Zugspitze (40cm), Immenstadt-Mittagbahn (30cm), Grasgehren, Fellhorn-Kanzelwand, Bolsterlang und die Grüntenlifte (alle 20cm). Bei den Grüntenliften hat die Neuschneemenge noch nicht für die Wiederaufnahme des Wintersportbetriebs ausgereicht, aber eventuell können dort am Freitag, 5.2. die Lifte wieder laufen. Am Nebelhorn (Schneehöhe 80cm) dagegen werden alle Anlagen geöffnet und die Bedingungen sind weiterhin hervorragend.

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Skigebiete in den Mittelgebirgen des Landes sind allerdings mit Neuschnee nicht so gesegnet und mussten teilweise den Skibetrieb aufgrund der milden Temperaturen einstellen. Große Ski-Anlaufstellen wie der Wurmberg, Willingen, Winterberg oder auch der Feldberg dagegen haben weiterhin geöffnet, können allerdings keinen Vollbetrieb anbieten. So laufen in Willingen aktuell nur noch vier Lifte und drei Pistenkilometer sind präpariert. Auf dem Feldberg sind bei einer Schneehöhe von 66cm immerhin 50 Pistenkilometer befahrbar.

Österreich

Großflächig geschneit hat es in den letzten 48 Stunden auch in Österreich und teilweise meldeten die Skigebiete bis zu 40cm Neuschnee am Tag. Spitzenreiter am 04. Februar sind die Loser Bergbahnen sowie Silvretta Montafon mit jeweils 40cm frischem Powder. Auf immerhin 35cm Neuschnee kommen die Wurzeralm sowie Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau und 30cm Neuschnee meldeten unter anderem Warth Schröcken, St. Anton am Arlberg, die Tauplitzalm sowie Lech Zürs. Einen Powderalarm mit 20cm Neuschnee konnten zum Beispiel auch Kleinwalsertal-Ifen, Obertauern, Axamer Lizum oder auch der Kaunertaler Gletscher auslösen. Hier fiel in den letzten beiden Tagen insgesamt 55cm frischer Powder. Der Kaunertaler Gletscher hat mit aktuell 316cm Schneehöhe auch die größte Schneedecke in Österreich, gefolgt von Sölden mit 250cm und der Tiroler Zugspitz Arena mit 240cm.

Weitläufige 248 Pistenkilometer sind in der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental geöffnet bei einer Schneehöhe von 60cm. 15cm Neuschnee gab es zudem am 03. Februar, sodass die Bedingungen dort wieder richtig gut - optimal für Tagesausflügler aus München. Auch in Hochfügen meldete das Skigebiet 15cm Neuschnee und alle Lifte und Pisten sind aktuell geöffnet. Insgesamt sind in Österreich bis auf wenige Ausnahmen derzeit alle Skigebiete geöffnet und melden gute Bedingungen.

Schweiz

Ebenfalls große Mengen an Neuschnee konnten die Skigebiete in der Schweiz melden. Vielerorts wurden mehr als 20cm Neuschnee gemessen. Spitzenreiter beim Schneefall war das Gebiet Sörenberg, wo sogar 50cm frischer Powder gemeldet wurden. Dahinter freuten sich zahlreiche andere Resorts über viel Schnee, so zum Beispiel Melchsee-Frutt (40cm), Arosa Lenzerheide (30cm), Engelberg-Titlis (25cm), Stoos oder auch Arolla (beide 20cm). Im Pizol sind über die letzten Tage insgesamt sogar 70cm Neuschnee zu verzeichnen. Die Schneehöhe liegt dort bei 110cm.

Die größte Schneehöhe in der Schweiz hat aktuell Engelberg-Titlis mit 335cm gefolgt vom Lötschental (290cm) sowie der Skiarena Andermatt-Sedrun und Melchsee-Frutt (beide 250cm).

Frankreich

Einen starken Wintereinbruch, nach einigen ruhigen und trockenen Tagen, gab es gestern auch in Frankreich. So meldeten zahlreiche Skigebiete große Neuschneemengen: Val Thorens 30cm, Les ContaminesMontjoie, Crest Voland und Flaine 25cm, Les Saisies, La Rosiére und zahlreiche weitere Skigebiete 20cm! Beim kumulierten Schneefall der letzten sieben Tagen führt allerdings Chamonix: Hier gab es insgesamt knapp über einen Meter Schneefall!

Bei den Gesamtschneehöhen liegt Chamonix mit aktuell 240cm "nur" auf Rang drei, hinter Orelle mit 270cm und Val Thorens mit 250cm.

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Derzeit sind übrigens fast alle größeren Skigebiete in Frankreich mit mehr als 90% der Anlagen und Pisten in Betrieb – beste Bedingungen also für euren Skiurlaub im Land von Wein, Baguette und Käse!

Italien

In vereinzelten Skigebieten Italiens meldete man am Donnerstagmorgen ebenfalls Schneefall. Schöneben kam auf 15cm Neuschnee, Ski Civetta, Arabba Marmolada, Klausberg und Ladurns auf 10cm. Viel Neuschnee meldete am letzten Januartag auch die Skigebiete im Aostatal und nordöstlich davon, bis zu 60cm Neuschnee gab es da zu bestaunen. Weniger gut sieht es weiterhin in den östlichen Südalpen, im Trentino, den Abbruzzen, der Toskana oder Venetien aus. Hier liegt nur eine dünne Schneedecke, die Temperaturen sind auch im Januar viel zu warm gewesen. Dennoch schaffen es viele Skigebiete, auf den Pisten gute Bedingungen anzubieten und viele Liftanlagen sind in Betrieb.

Die größte Schneehöhe meldet aktuell Cervinia Breuil mit 210cm vor La Thuile mit 180cm.

Wetter- und Schneevorhersage für die Alpen

Am heutigen Donnerstag schneit es vor allem in den Nordalpen weiter, die Schneefallgrenze steigt allerdings langsam auf bis 1000 Meter an. Es herrscht in den West- und Ostalpen ein stärker werdender Wind, der auf den Bergen am Nachmittag Sturmstärke erreicht. Bis Freitag deutlicher Neuschneezuwachs, abseits der Pisten ist aber aufgrund des starken Windes und einhergehender Lawinengefahr große Vorsicht angesagt. Bitte Lawinenlageberichte checken!

Am Freitag erwartet uns ein Südföhn, der von Südwesten weg das schlechte Wetter wegbläst und sich die Sonne durchsetzen lässt. In den Nordalpen kann es bis Nachmittag leichte Schneeschauer geben, auch dann hier Sonnenschein bei viel Wind. Am Samstag weiterhin windig, relativ warm und vor allem im Norden der Alpen und am Hauptkamm schön, im Süden und Südwesten teils wolkig.

Weitere Infos unter www.skiinfo.de

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