Interview

Türkgücüs Sararer im AZ-Interview: "Wir müssen jetzt abliefern!"

Vor dem Neustart in Halle spricht der Mittelfeldchef des Münchner Drittligisten über die Impulse des neuen Trainers Andreas Heraf, seine eigene Mitschuld an der Krise - und das Derby gegen den TSV 1860
| Krischan Kaufmann
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Auch an ihm sind die Trainerwechsel in der Hinrunde nicht spurlos vorübergegangen: Türkgücüs Spielmacher Sercan Sararer.
Imago 2 Auch an ihm sind die Trainerwechsel in der Hinrunde nicht spurlos vorübergegangen: Türkgücüs Spielmacher Sercan Sararer.
"Sehr positiv, aber auch sehr fokussiert": Andreas Heraf, neuer Trainer von Drittligist Türkgücü München.
sampics 2 "Sehr positiv, aber auch sehr fokussiert": Andreas Heraf, neuer Trainer von Drittligist Türkgücü München.

München - AZ-Interview mit Sercan Sararer: Der 32-jährige ehemalige türkische Nationalspieler war letzte Saison mit zehn Toren und zwölf Assists Topscorer bei Türkgücü.

AZ: Herr Sararer, nachdem im Trainingslager das Testspiel gegen den rumänischen Erstligisten FC Botosani, das gleichzeitig als Generalprobe für den Re-Start beim Halleschen FC am kommenden Samstag (14 Uhr/MagentaSport) gedacht war, abgesagt werden musste, lässt sich überhaupt sagen, wo Türkgücü im Moment steht? 
SERCAN SARARER: Bis auf die zwei Tage, wo es in Strömen geregnet hat, haben wir die Zeit in der Türkei sehr gut genutzt. Man hat es auch gesehen, dass sich die Jungs wieder auf Fußball gefreut haben und wir haben alles abarbeiten können, was uns der neue Trainer Andreas Heraf (Wurde kurz nach Weihnachten als Nachfolger von Peter Hyballa verpflichtet, Anm. d. Red.) vorgegeben hat.

Sararer: Neuer Trainer Heraf bereits sehr beliebt

Das ist ein gutes Stichwort: Inwieweit haben die Mannschaft und der neue Coach in der kurzen Zeit denn schon zusammengefunden?
Der Trainer hat eine Art an sich, die auf jeden Fall gut ankommt in der Mannschaft. Er wirkt auf uns sehr positiv, aber auch sehr fokussiert. Und vielleicht liegt das auch ein bisschen an seinem Wiener Dialekt, dass er so sympathisch rüberkommt. (lacht)

"Sehr positiv, aber auch sehr fokussiert": Andreas Heraf, neuer Trainer von Drittligist Türkgücü München.
"Sehr positiv, aber auch sehr fokussiert": Andreas Heraf, neuer Trainer von Drittligist Türkgücü München. © sampics

Sararer: Mannschaft ist sich ihrer schwierigen Lage bewusst

Wobei mit Blick auf die Tabelle allzu viel gute Laune gar nicht angebracht erscheint. Und das der neue Trainer auch anders kann, wurde gleich bei seiner Präsentation deutlich, als er die Situation, in der sich Türkgücü aktuell befindet, klipp und klar auf den Punkt brachte: Abstiegskampf!
Das war von ihm auch richtig so. Seine erste Ansage an uns war, dass wir uns als Mannschaft bewusst werden müssen, dass wir jetzt in einer schwierigen Lage stecken. Es war gut, dass uns einer da mal den Spiegel vorgehalten hat.

Sararer hat Streit um Vertrag abgehackt

Erst im vergangenen Sommer haben Sie nach einem langen Hickhack, das beinahe vor dem Arbeitsgericht geendet hätte, ihren Vertrag bei Türkgücü um drei Jahre verlängert. Haben Sie diesen Schritt zwischendurch schon mal bereut?
Nein. Klar, gab es damals Meinungsverschiedenheiten zwischen Türkgücü und mir, aber ich denke, dass wir das Beste aus der Situation gemacht haben. Wir haben uns ausgesprochen und deshalb konnte ich dann auch mit einem guten Gefühl hier meinen Vertrag verlängern. Natürlich kann man mit der aktuellen Situation sportlich nicht zufrieden sein. Aber ich bin keiner, der jetzt sein Ego in den Vordergrund stellen will, deshalb sage ich hier auch ganz bewusst, dass wir uns alle vor der Saison andere Ziele gesteckt haben.

Dass es bei Türkgücü nicht läuft, wie erhofft, liegt unter anderem auch daran, dass Sie - wie auch die gesamte Mannschaft - noch nicht wieder auf dem Niveau der Vorsaison spielen. Mit Petr Ruman und Peter Hyballa hat das bereits zwei Trainer den Job gekostet, fühlt man sich da ein bisschen mitschuldig?
Wir haben schon innerhalb der Mannschaft klar angesprochen, dass wir uns selbst hinterfragen müssen, ob immer alle alles gegeben haben. Aber im Fußballgeschäft ist es einfach so: Wenn es nicht läuft, ist leider oft der Trainer der Erste, der gehen muss.

Spiel gegen Halle: Direkter Konkurrenzkampf

Wie druckresistent wirkt die Mannschaft auf Sie? Immerhin geht es in Halle nicht nur um die Trendwende für Türkgücü, sondern bei nur einem Punkt Abstand auch gleich gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt.
Wir haben uns viel vorgenommen und ein Sieg muss unser Anspruch sein. Wir müssen schauen, dass in den nächsten Spielen Punkte herkommen. Wir müssen jetzt mal abliefern!

Die alte Türkgücü-Regel "Wenn Sercan Sararer fit ist, spielt er immer", gilt auch unter Andreas Heraf, oder?
(lacht) Das müssen Sie den Trainer fragen. Ich bin auf jeden Fall fit, habe keine Probleme. Ich sehe also keinen Grund, warum ich nicht spielen sollte. 

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Auch wenn die kommende Partie bekanntlich immer die wichtigste ist, erlauben Sie sich bereits einen Gedanken ans Derby nächste Woche gegen den TSV 1860?
Auf dieses Derby sind schon alle heiß und in der jetzigen Phase würde es uns natürlich besonders gut tun, wenn wir das Spiel gewinnen würden.

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