Interview

Türkgücüs Röser: "Es bringt nichts, dauernd über den Aufstieg zu reden"

AZ-Interview mit Türkgücüs Stürmer Lucas Röser vor dem Derby in Ingolstadt.
| Krischan Kaufmann
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Erlösender Jubel: Gegen Magdeburg erzielte Winter-Neuzugang Lucas Röser (l.) endlich seine ersten Tore im Türkgücü-Trikot.
Erlösender Jubel: Gegen Magdeburg erzielte Winter-Neuzugang Lucas Röser (l.) endlich seine ersten Tore im Türkgücü-Trikot. © imago/kolbert-press

München - AZ-Interview mit Lucas Röser: Der 27-jährige Stürmer (geboren in Ludwigshafen) ist noch bis zum Saisonende von Drittliga-Konkurrent 1. FC Kaiserslautern an Türkgücü ausgeliehen.

AZ: Herr Röser, der TSV 1860 und Wiesbaden verlieren, Saarbrücken spielt nur Remis - mit Blick auf den Kampf um Platz drei ist der Spieltag aus Türkgücü-Sicht recht ordentlich verlaufen, oder?
LUCAS RÖSER: Ja, das kann man so sagen. Aber in unserer Situation ist es gar nicht so vorteilhaft, so viel darüber nachzudenken, was wäre wenn. . . Wir sollten uns besser auf uns konzentrieren und versuchen, besseren Fußball zu zeigen als zuletzt. Denn beim Zwickau-Spiel (1:1, d. Red.) konnten wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein.

Mal ehrlich, lässt sich das in so einer wichtigen Partie, wenn es auch noch mit dem FC Ingolstadt gegen einen direkten Aufstiegs-Konkurrenten geht, wirklich ausblenden?
Wir sind Aufsteiger, haben bislang eine starke Saison hingelegt. Und Fakt ist nun mal auch: Wenn man sich keine Gedanken macht, kann man befreiter aufspielen. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich eh sagen, dass man im Fußball nicht allzu viel planen sollte. Aber natürlich wäre das ein sehr wichtiger Dreier für uns.

Aufstiegs-Thematik verursacht zu viel Druck

Ihr neuer Trainer Serdar Dayat wirkt fast schon ein wenig genervt vom Thema Aufstieg, gerade erst sagte er: "Wir müssen aufhören, immer über den Aufstieg zu sprechen". Steht das Wort jetzt vereinsintern auf dem Index?
Ich glaube, es bringt keinem etwas, dauernd über dieses Thema zu reden, weil man sich damit auch selbst großen Druck macht. Die einzige Mannschaft in Deutschland, die damit gut umgehen kann, ist wahrscheinlich der FC Bayern. Aber natürlich verstehe ich, wenn sich die Öffentlichkeit für dieses Thema interessiert.

Welche Ziele wurden ihnen denn kommuniziert, als Sie im Winter mit Türkgücü verhandelt haben?
Tatsächlich haben wir über den Aufstieg oder ähnliches gar nicht gesprochen. Für mich war vor allem ausschlaggebend, dass ich endlich wieder Fußball spielen darf - das war ja in der Hinrunde nicht der Fall.

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Während Sie mit dem Doppelpack gegen Magdeburg (2:1, d. Red.) Ihre ersten Treffer im Türkgücü-Trikot feiern durften, hat ihr Sturmkollege Petar Sliskovic, bislang der Torschütze vom Dienst in der Mannschaft (12 Tore), schon länger einen Durchhänger.
Wir wissen alle, was wir an Peter haben, was er für eine überragende Qualität hat. Jeder Stürmer kennt es, dass es immer wieder Höhen und Tiefen gibt. Wir wollen den maximalen Erfolg - und dafür brauchen wir auch Petar.

"Fußball ist ein Tagesgeschäft"

Apropos maximaler Erfolg. Für Sie wäre es eine Ironie des Schicksals, wenn Sie mit Türkgücü aufsteigen würden, um nach Ende ihrer Leihe im Sommer zum 1. FC Kaiserslautern zurückkehren müssten, der dann womöglich in die Regionalliga abgestürzt ist.
Fußball ist ein Tagesgeschäft, mal schauen, was im Sommer passiert. Aber natürlich bedauere ich die Entwicklung beim FCK, weil ich ja selbst ein Kind der Pfalz bin. Und die Mannschaft liegt mir auch am Herzen, mit vielen Spielern stehe ich in Kontakt. Aber warum den Teufel an die Wand malen? Aktuell steht Lautern ja auf einem Nicht-Abstiegsplatz, gegen Rostock hat die Mannschaft eine gute Leistung gezeigt und nur unglücklich verloren.

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