Türkgücü bietet Geistertickets an: Dynamo-Ultras rufen zu Boykott auf

Nach einem durchaus erfolgreichen Start der Geisterticket-Aktion hat Türkgücü München auch Karten für die Fans von Dynamo Dresden angeboten – bei den Ultras des Ost-Klubs stößt dies aber auf Ablehnung.
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Die Ultras von Dynamo Dresden lehnen Investorenklubs wie Türkgücü kategorisch ab. (Symbolbild)
Die Ultras von Dynamo Dresden lehnen Investorenklubs wie Türkgücü kategorisch ab. (Symbolbild) © GES/Augenklick

München/Dresden - Dieses Angebot kam gar nicht gut an: Für das Heimspiel von Türkgücü gegen Dynamo Dresden am kommenden Montag konnten Fans des Ost-Klubs für fünf Euro ein Geisterticket erwerben. Pro 20 Karten dürfe ein Fanbanner im Grünwalder Stadion aufgehängt werden, so die Idee des Münchner Investorenklubs.

Bei den Dynamo-Ultras stößt die Aktion allerdings auf wenig Gegenliebe – ganz im Gegenteil. Am Montagabend veröffentlichte die aktive Fan-Szene der Dresdner via Social Media ein Statement, in dem sie sämtliche Fans "mit gesundem Menschenverstand" dazu aufrief, die Geistertickets zu boykottieren.

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Ultras von Dynamo Dresden distanzieren sich von Investorenklubs

Konkret heißt es dort: "Die aktive Fanszene der SG Dynamo Dresden distanziert sich seit vielen Jahren von vermeintlichen Investoren, die Fußballvereine nur noch als Spielzeug und finanzielle Spekulationsobjekte betrachten. Jegliche Versuche so ein Konstrukt in Dresden umzusetzen, wurden hier stets im Keime erstickt. Für welches Chaos diese 'Investoren' sorgen können, sieht man gerade bei unserem nächsten Punktspielgegner in München." Türkgücü hat das Geisterticket-Angebot für die Dynamo-Fans daraufhin beendet.

Anzeige für den Anbieter instagram über den Consent-Anbieter verweigert

"Dass die Aktion sowohl von den eigenen als auch von den Dresdener Fans teilweise nicht akzeptiert wurde, haben wir angenommen und uns aus diesen Gründen dazu entschieden, die Aktion zurückzunehmen. Wir wollten mit dieser Aktion natürlich niemanden verärgern", teilt Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny mit.

Bei den eigenen Fans kommt die Aktion, die Ende des vergangenen Jahres wenige Tage nach der plötzlichen Rückzugsankündigung von Investor und Präsident Hasan Kivran gestartet wurde, derweil relativ gut an: Alleine bis Dienstag sind über 7.100 Geistertickets verkauft worden.

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