Vitus Eicher: 1860-Geschäftsführer Power fordert utopische Ablösesumme

Das Wechsel-Hickhack rund um Vitus Eicher wird immer bizarrer. In den letzten Tagen war bereits durchgesickert, dass der neue Löwen-Geschäftsführer Anthony Power für den dritten Torwart des TSV 1860 offenbar eine viel zu hohe Ablöse verlangt. Jetzt meldet sich Eicher selbst zu Wort – und spricht von geradezu utopischen 500.000 Euro.
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Wie viel ist Vitus Eicher wert? Die Vorstellungen von Geschäftsführer Power könnten den Wechsel des Torwarts scheitern lassen.
firo Sportphoto Wie viel ist Vitus Eicher wert? Die Vorstellungen von Geschäftsführer Power könnten den Wechsel des Torwarts scheitern lassen.

München – Es war ein kurzes, aber bemerkenswertes Statement, das Power am Montag verbreiten ließ: ""Wir schätzen die jahrelange Identifikation von Vitus Eicher mit dem TSV 1860, aber wir können einen Spieler wie ihn nicht an die Konkurrenz verschenken. Auch Vitus hat einen gewissen Marktwert." Nicht nur, dass es äußerst ungewöhnlich ist, einen Spieler in einem schriftlichen Statement mit Vornamen anzusprechen, auch die Formulierung "hat einen gewissen Wert" ist nicht gerade schmeichelhaft.

Jetzt ist bekannt, was Anthony Power unter einem solchen "gewissen Wert" versteht: eine halbe Million Euro. Denn so viel Ablöse will der TSV vom 1. FC Heidenheim für seinen wechselwilligen Torwart haben, das erklärte Vitus Eicher in der Bild-Zeitung. Diese Summe ist für den dritten Torwart einer Zweitliga-Mannschaft ohnehin bemerkenswert, für einen Spieler mit einem Marktwert von 250.000 Euro (Quelle: Transfermarkt) erst recht. "Ich kann das nicht verstehen", sagt Eicher daher in der Bild.

Strenge Hand bei neuem 1860-Geschäftsführer: Power eisgekühlt

Pokert Anthony Power im Fall Eicher zu hoch?

Power pokert im Fall Eicher hoch. Zu hoch? Wenn Heidenheim sich auf die völlig übertriebene Ablöseforderung nicht einlassen sollte, würde Eicher wohl auch die zweite Saisonhälfte in München auf der Bank schmoren – und könnte dann im Sommer komplett ablösefrei wechseln. Denn der Vertrag des Ur-Löwen endet zum Saisonende und dann käme gar keine Ablösezahlung ins notorisch leere Geldsäckel der Sechzger.

Noch problematischer wäre allerdings das zweite Krisen-Szenario im Fall Eicher: Falls das Präsidium um Peter Cassalette, der sich bereits öffentlich hinter Vitus Eicher stellte ("Das Präsidium hat eine andere Meinung als der Geschäftsführer") Ismaik-Intimus Power überstimmen würde, käme dies einem Affront gegenüber dem Investor gleich.

So bleibt am Ende die Hoffnung, dass sich die Löwen intern auf eine angemessene Ablösesumme für Vitus Eicher verständigen können, die auch für Heidenheim akzeptabel ist. Damit zumindest diese Posse schnellstmöglich beigelegt werden kann und hoffentlich ein bisschen mehr weihnachtliche Ruhe in den Verein einkehrt.

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