Verletzungssorgen beim TSV 1860: Mehrere Verteidiger fallen gegen Saarbrücken aus

Neun Punkte Rückstand auf den FC Energie Cottbus auf Relegationsrang drei und den MSV Duisburg auf Platz vier (je 60 Punkte), dazu das deutlich schlechtere Torverhältnis – kein Wunder, dass sich die Löwen auch eigenen Aussagen zufolge aus dem Aufstiegsrennen der Dritten Liga verabschiedet haben. Oder vielleicht doch noch nicht ganz?
Kauczinski: "Geht für uns darum, das bestmögliche Resultat zu erzielen"
"Wir sind immer noch an dem Punkt, an dem ich sage: Wir haben noch Punkte gutzumachen, wir können vielleicht noch um den vierten Platz und die Teilnahme am DFB-Pokal spielen", erklärte Cheftrainer Markus Kauczinski vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 am Samstag beim 1. FC Saarbrücken (14 Uhr, im AZ-Liveticker): "Es geht für uns als Mannschaft immer noch darum, das bestmögliche Resultat zu erzielen."
Wenn Kauczinski die Tür schon einen Spalt für Platz vier aufmacht, den Sechzig unter Umständen für den DFB-Pokal benötigen würde (Pleite im Totopokalfinale gegen Regionalligist Würzburger Kickers, die zugleich die Regionalliga-Meisterschaft, bzw. die Aufstiegs-Playoffs verpassen), schielt man dann noch mit einem oder einem halben Auge auf die Mini-Chance, doch noch in die Relegation einzuziehen?

Löwen wollen gegen Saarbrücken gewinnen
"Man weiß nicht, was passiert, ob sich die da oben die Punkte gegenseitig wegnehmen. Das haben wir nicht in der Hand", sagte Kauczinski dazu auf AZ-Nachfrage: "Es geht aber darum, allen Fans da draußen das Gefühl zu vermitteln, dass wir alles dafür tun, um mal wieder ein Spiel zu gewinnen. Es wäre mal wieder an der Zeit, eines zu gewinnen."

Dabei trifft der TSV-Trainer nach zuletzt fünf Partien ohne Erfolg ausgerechnet auf jenen seiner vielen 1860-Vorgänger, mit dem er selbst jahrelang zusammengearbeitet hat: Argirios Giannikis. "Wir hatten eine gute, erfolgreiche Zeit zusammen", erinnerte sich Kauczinski an das gemeinsame Wirken von ihm als Chefcoach und Giannikis als Co-Trainer beim Karlsruher SC (2012-2016) inklusive Zweitliga-Aufstieg und beim FC Ingolstadt 04 in der Bundesliga (2016/17).
Reinthaler und Faßmann fallen aus
Was das Personal anbelangt, gehen Kauczinski die Abwehrspieler aus: Neben Kapitän Jesper Verlaat und Sean Dulic fallen nun auch Abwehrchef Max Reinthaler und Junglöwe Lasse Faßmann aus. "Wir werden Veränderungen vornehmen müssen", erklärte der 56-Jährige, "Experimente" wolle er aber nicht betreiben.
Neben den verbleibenden Innenverteidigern Raphael Schifferl und Siemen Voet werden entweder Philipp Maier oder Damjan Dordan zum Einsatz kommen, die dies bereits im Training getan hätten – oder der Löwe stellt um auf ein 4-4-2-System.