Union-Trainer Keller: Sein "Riesenerlebnis" mit 1860

Jens Keller hat mit dem TSV 1860 den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga geschafft. Vor seiner Rückkehr nach München erinnert sich der jetzige Trainer von Union Berlin an seine Zeit bei den Löwen.
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Früher als Löwen-Akteur in die Bundesliga aufgestiegen, jetzt kehrt Jens Keller als Trainer von Union Berlin zurück nach München.
GES/Augenklick Früher als Löwen-Akteur in die Bundesliga aufgestiegen, jetzt kehrt Jens Keller als Trainer von Union Berlin zurück nach München.

Jens Keller hat mit dem TSV 1860 den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga geschafft. Vor seiner Rückkehr nach München erinnert sich der jetzige Trainer von Union Berlin an seine Zeit bei den Löwen, spricht über das Grünwalder Stadion, die Stärke der Sechzger und ein "freiwilliges Pflichtgrogramm" seiner Elf.

München - "Es ist schon sehr lange her, da hat sich einiges verändert", erklärt Jens Keller, als er auf den TSV 1860 angesprochen wird. Der aktuelle Coach des 1. FC Union Berlin kehrt am Freitagabend (18.30 Uhr, AZ-Liveticker) zu jenem Klub zurück, mit dem er einst als Innenverteidiger einen großen Erfolg feiern durfte.

"Wir haben als erste deutsche Mannschaft den Druchmarsch aus der dritten Liga in die Bundesliga geschafft", erinnert sich der 45-Jährige an den doppelten Aufstieg 1993 und 1994, als Trainer-Legende Werner Lorant die Löwen als Drittliga-Meister übernommen und in die Erste Liga geführt hatte. Keller, der zwischen 1992 und 1995 insgesamt 30 Pflichtspiele und fünf Bundesliga-Partien für 60 absolvierte, dazu: "Das war ein Riesenerlebnis.Sechzig ist ein Verein, der unheimlich lebt und viel Tradition hat." Das Rauchen habe er nicht damals unter Schleifer und Kettenraucher Lorant, sondern "erst viel später angefangen, als Lorant nicht mehr an meiner Seite war."

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Auch das altehrwürdige Sechzgerstadion sei ihm in Erinnerung geblieben: "Das war eine tolle Zeit im Grünwalder, das hat eine große Vergangenheit." Heutzutage funktioniere "so ein Stadion aber nicht mehr. Ein Verein ist auch ein Wirtschaftsunternehmen und muss Geld verdienen, das ist im Grünwalder nicht mehr möglich. Wenn es nur ums Sportliche gehen würde, wäre es sicher schöner, dort zu spielen." 

Vor dem Aufeinandertreffen am Freitag hat Keller ambitionierte Löwen ausgemacht: "Sechzig ist eine Mannschaft, die sehr ambitioniert in die Saison gestartet ist und viel investiert hat, um große Ziele zu erreichen. Sie haben ein bisschen glücklich gegen Nürnberg gewonnen."

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Von seiner eigenen Mannschaft habe er vorausgesetzt, das Derby der Sechzger am vergangenen Montagabend im TV zu sehen - und nicht nur in der Videoanalyse ihres Coaches: "Das sind Profis. Die verdienen ihr Geld mit Fußball. Wer sich mit seinem Job auseinandersetzt, für den ist es Pflichtprogramm, dieses Spiel zu schauen. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Mannschaft das gemacht hat. Da muss ich nicht zum Pflichtprogramm machen."

Von seinen Profis erhoffe sich Keller nach dem 4:0-Sieg gegen den Karlsruher SC auch beim Ex-Klub, der "nach vorne viel Qualität" habe und sich "viel Erfahrung reingeholt" habe, einen Dreier, denn: "Wir brauchen uns auch nicht zu verstecken."

 

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