TSV 1860: Timo Gebhart holt sich für sein Comeback prominente Unterstützung

Timo Gebhart ackert unermüdlich für sein Comeback und grefit nun zu einer weiteren Maßnahme. Die Zeit arbeitet gegen die Identifikationsfigur des TSV 1860.
| Patrick Mayer
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Wurde in der Jugend des TSV 1860 ausgebildet: Timo Gebhart.
imago/MIS Wurde in der Jugend des TSV 1860 ausgebildet: Timo Gebhart.

München - Viele Fans des TSV 1860 verehren ihn: Timo Gebhart.

Fünfeinhalb Jahre lang spielte der Allgäuer für die Sechzger. Als die Giesinger im Sommer 2017 in die Regionalliga Bayern abstürzten, kehrte der Spielmacher wie ein verlorener Sohn zurück, damals, im Juni, drohte der KGaA der Giesinger noch die Insolvenz. Doch Gebhart bewies Treue, während andere Spieler die Grünwalder Straße wenige Wochen zuvor nach der sogenannten Stunde Null geradezu fluchtartig verlassen hatten. (Lesen Sie auch: Löwen-Fans sehnen Timo Gebhart herbei - "Deine 10 ist wieder frei")

Timo Gebhart holt sich Ex-DFB-Coach

Es war ein kurzes, stürmisches Comeback in Giesing. Heute, mehr als eineinhalb Jahre später, kämpft der Regisseur mit der feinen Technik mehr denn je um seine Rückkehr in den Profifußball, nachdem sein Vertrag in Giesing nach hartnäckigen Verletzungen im Juli nicht verlängert worden war. Er greift dazu zu einer weiteren Maßnahme.

Denn: Wie die AZ erfuhr, arbeitet der 29-Jährige seit dieser Woche mit dem ehemaligen Fitnesscoach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zusammen: Yann-Benjamin Kugel. Gebhart wird deshalb nicht, wie anfangs vorgesehen, am Mittwoch beim Regionalligisten Wacker Burghausen ins Training einsteigen. Der ehemalige Bundesligaprofi hatte sich bei den Oberbayern seit Herbst fit gehalten. Stattdessen soll der 39-jährige Kugel den Ex-Löwen in den kommenden beiden Wochen so belastbar machen, dass Gebhart bestensfalls noch vor dem 31. Januar einen neuen Vertrag unterschreiben kann.

Timo Gebhart droht weiter Arbeitslosigkeit

Ehe die Transferperiode endet. Ansonsten droht dem Memminger ein weiteres halbes Jahr Arbeitslosigkeit. Denn: Selbst Spieler, die bis zum 1. September keinen neuen Verein gefunden hatten, dürfen sich laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nur bis 31. Januar einem neuen Klub anschließen. Die Zeit drängt für Gebhart!

Dieser würde, das gilt in München als offenes Geheimnis, am liebsten zum TSV 1860 zurückkehren. Doch nach AZ-Infromationen gab es seit Sommer keinerlei Gespräche mehr zwischen dem Spielmacher und den Sechzgern. Stattdessen gibt es losen Kontakt zu mehreren Klubs, allesamt unterhalb der Zweiten Liga angesiedelt.

Wacker Burghausen hatte bereits offensiv erklärt, Gebhart verpflichten zu wollen. "Wir versuchen, ihn zu verpflichten", erzählte Teammanager Karl-Heinz Fenk Ende Dezember der AZ: "Wir wollen ihn unbedingt. Definitiv!"

Burghausen bleibt Option für Timo Gebhart

Den AZ-Informationen zufolge bleibt der frühere Zweitligist auch eine Option, ist aber eben nicht erste Wahl. Fitnesscoach Kugel ist indes in seinem Berufsstand regelrecht prominent. Acht Jahre lang arbeitete der Sportwissenschaftler zwischen 2010 und 2018 für die Nationalmannschaft. "Benny Kugel war bei der Mannschaft ein fester Bestandteil unseres Teams der Fitnesstrainer, auf den immer Verlass war. Unsere Zusammenarbeit fand im Weltmeistertitel 2014 ihren Höhepunkt", erklärte Bundestrainer Joachim Löw zu Kugels Abschied im Februar 2018.

Jetzt soll er also Gebhart so fit machen, dass zum Beispiel die Gefahr eines Faserrisses möglichst minimiert wird. Damit der einstige Löwe bei einem möglichen neuen Arbeitgeber richtig durchstarten könnte. Auch, wenn seine Gedanken das eine oder andere Mal sicher noch bei Sechzig sind.

Lesen Sie hier: Der Newsblog zum Trainingslager der Löwen

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