TSV 1860: Stefan Lex ist genervt von den Aufstiegsprognosen

Löwen-Stürmer Stefan Lex zeigt sich nach der Heimpleite des TSV 1860 gegen Hansa Rostock verärgert über Aufstiegsprognosen. "Wenn wir verlieren, heißt es: Wir haben es versaut und verspielen den Aufstieg."
| Matthias Eicher
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Stefan Lex vom TSV 1860
sampics Stefan Matzke Stefan Lex vom TSV 1860

München - War es das schon mit dem Aufstieg, Löwen? Die Heimpleite des TSV 1860 am Samstag gegen den FC Hansa Rostock wirft die Mannschaft von Traier Michael Köllner im Aufstiegsrennen der Dritten Liga zurück auf den Boden der Realität. Fakt ist: Nach dem 0:1 haben die Sechzger nach 32 Spieltagen weiter 49 Punkte auf dem Konto.

Fakt ist aber auch: Für den TSV ist nach wie vor alles drin - vom Absturz auf einen zweistelligen Tabellenplatz bis hin zum Aufstieg - oder sogar zur Meisterschaft. Stefan Lex, diesmal ebenso glücklos vor dem gegnerischen Tor wie seine Kollegen, gehen die ständigen Aufstiegs-Rechnungen auf den Senkel.

Stefan Lex nerven Rechenspiele

"Wir haben erstens einmal nie gesagt, dass wir unbedingt aufsteigen wollen", stellte Lex über das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt klar. Nach der Übernahme Köllners und 16 Spielen ohne Pleite haben die Giesinger oben angeklopft und gelten seither als einer von zig Aufstiegsaspiranten. Was den 30-Jährigen stört? "Wenn wir verlieren, heißt es: Wir haben es versaut und verspielen den Aufstieg - und wenn wir eins gewinnen, sind wir wieder oben."

Der Erdinger präferiere einen Mittelweg, respektive eine realistischere Herangehensweise an die verbleibenden sechs Saisonspiele. "Wir hätten heute gerne etwas mitgenommen und hätten nicht verlieren dürfen, weil es gegen einen direkten Konkurrenten ging", meinte der Angreifer über die Heimpleite gegen den Tabellennachbarn, der 1860  damit überholen konnte (52 Punkte).

TSV 1860 hat noch alle Chancen

Lex weiß, auch aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Spieltage, dass der Aufstiegskampf noch lange nicht entschieden ist. "Wir haben trotzdem noch sechs Spiele, können noch einige Punkte holen. Sicherlich wird nicht jeder da vorne in den ganzen englischen Wochen nicht immer gewinnen", zeigt sich der schnelle Stürme überzeugt: "Dass wir gute Mannschaften schlagen können, haben wir gezeigt. Schauen wir mal, was bis zum Schluss möglich ist."

Was die Köllner-Elf dringend verbessern müssen, ist das Offensivspiel: Laut Löwe Lex habe 1860 zwar gegen die beste Defensive einen schweren Stand gehabt, es aber "immer wieder nicht gut gemacht und technisch im letzten Drittel öfter nicht so sauber gespielt, dass wir zu Chancen kommen."

Wiedergutmachung bei Viktoria Köln

Daher müsse man die Enttäuschung schnell abhaken und das nächste Aufeinandertreffen am Dienstag bei Viktoria Köln (20.30 Uhr, im AZ-Liveticker) ins Visier nehmen: "Die Niederlage ist bitter, wir müssen uns schütteln, können uns heute noch ärgern, aber ab morgen muss der Blick nach vorne gehen. Am besten, wir holen dann in Köln die drei Punkte."

Fazit: Mit einer Leistungssteigerung und einem Auswärts-Dreier in Köln sehen Lex' Laune und Sechzigs Punktekonto wieder anders aus - und die Aufstiegsträume sind noch längst nicht ausgeträumt.

Lesen Sie auch: Gegen Rostock nur Joker: Köllner und das Mölders-Manöver

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