TSV 1860 München: Vitor Pereira wirbt um Maximilian Wittek

Noch immer hat Maximilian Wittek seinen auslaufenden Vertrag beim TSV 1860 nicht verlängert. Löwen-Coach Vitor Pereira macht sich für eine Verlängerung mit dem Youngster stark. Unter dem Portugiesen findet der Echinger zu alter Stärke zurück.
| Patrick Mayer
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Maximilian Wittek (r.) findet unter Vitor Pereira zurück zu alter Form.
dpa/Sven Hoppe Maximilian Wittek (r.) findet unter Vitor Pereira zurück zu alter Form.

Noch immer hat Maximilian Wittek seinen auslaufenden Vertrag beim TSV 1860 nicht verlängert. Löwen-Coach Vitor Pereira macht sich für eine Verlängerung mit dem Youngster stark. Unter dem Portugiesen findet der Echinger zu alter Stärke zurück.

München - Der 30. Juni ist stets ein Stichtag für viele Verträge im Profifußball. So verhält es sich auch bei Maximilian Wittek, dessen Vertrag beim TSV 1860 just am 30. Juni 2017 endet. Sechzig will ihn unbedingt halten, der Außenspieler aber (immer noch) nicht seine Zukunft in Giesing planen.

Prototyp eines echten Löwen

Dabei ist er für viele der Prototyp eines echten Löwen. Fußballerisch begnadet, dazu aus dem Münchner Umland, konkret Eching, stammend. Ein Oberbayer für die Löwen, mancher Sozialromantiker unter den Sechzger-Fans wird ganz nervös bei diesem Gedanken. Doch vor der Winterpause lief es nicht bei "Maxi", wie ihn alle an der Grünwalder Straße nennen.

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Das änderte sich mit jenem Tag, als Vitor Pereira als Chefcoach an der Grünwalder Straße übernahm. Für Experten des portugiesischen Fußballs ist der vermeintliche Heißsporn vielmehr ein Jungmenschenbegleiter. Einer, der einem jungen Fußballer erst zeigt, wo und auf welcher Position seine Stärken liegen. So war es auch beim 21-jährigen Wittek, denn Pereira kurzerhand vom Linksverteidiger zum rechten Mittelfeldspieler umfunktionierte - mit Erfolg.

Unter Vitor Pereira zurück zu alter Stärke

Wittek findet unter dem 48-jährigen Coach zurück zu alter Stärke, und offensichtlich auch zurück zu vergessener Lust am Fußball. Seit Pereira hat sich seine Körpersprache deutlich gewandelt. Wittek tritt mit der viel besagten breiten Brust auf, ist präsent, bei Zweikämpfen, in Offensivaktionen. Im Umschaltspiel spielt er seine Schnelligkeit aus (ein maßgebliches Kriterium Pereiras) und defensiv nimmt er sich auch mal ein taktisches Foul, was er davor meist noch vermied.

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Alles fein also, wäre da nicht das Problem mit dem noch immer nicht verlängerten Vertrag. Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin (Freitag, 18.30 Uhr, im AZ-Liveticker) warb Pereira auf Nachfrage der AZ nun offensiv um Wittek. "Er ist ein sehr guter, junger Spieler, der noch Luft nach oben hat", sagte der Portugiese. "Er kann auch in Zukunft noch sehr interessant für den Verein werden." Klang nach einem deutlichen Signal an den Klub, beim Löwen-Youngster in die Offensive zu gehen.

Vitor Pereira wird zum X-Faktor

Seit vergangenen Sommer wollen die Sechzger Wittek bereits langfristig binden. Doch der Umworbene zögerte eben, dem Vernehmen nach bemühte sich wiederholt Hannover 96 um ihn. Nach AZ-Informationen beobachtete auch der VfB Stuttgart Wittek, sah dann aber von einer offensiven Offerte ab. Zuletzt spielte sich Wittek in der 2. Liga wieder in den Fokus. Dank Pereira. Nun könnte der Löwen-Coach zum X-Faktor für eine Vertragsverlängerung des Oberbayern werden.

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