TSV 1860 München: TV Gelder gehen an alle Klubs der Regionalliga Bayern

Ist das noch fair? Der TSV 1860 steigert das Interesse an der Regionalliga Bayern enorm. BR und Sport1 bemühen sich um Übertragungsrechte, die Quote stimmt wegen der Löwen. Doch am Ende bekommen alle Regionalligisten gleich viel aus den TV-Geldern.
| Patrick Mayer
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München - Sechzig zieht, und die Regionalliga Bayern profitiert. Sieht man die ausverkauften Stadien, gibt es an dieser These keinen Zweifel. Nicht nur das: Die Löwen bescheren der Konkurrenz unabhängig davon Mehreinnahmen. Denn: Durch die Teilnahme des TSV 1860 ist die Regionalliga für die TV-Anstalten viel attraktiver geworden.

BR zeigt vier 1860-Spiele live

Jüngst gab der BR bekannt, weitere sechs Saisonspiele live zu übertragen, darunter vier Partien der Löwen. Dank Sechzig steigen die Fernseheinnahmen. Markant: Alle Klubs kassieren am Ende gleich viel aus dem TV-Pool. „Gelder, die wir für die Vergabe der Übertragungsrechte von TV-Sendern oder Online-Portalen bekommen, schütten wir zu 90 Prozent wieder an die Regionalliga-Vereine aus“, erklärt Sprecher Thomas Müther vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) der AZ.

„Die Gelder kommen in einen Topf und werden zu gleichen Teilen an alle 19 Vereine verteilt, damit auch die Klubs, die vielleicht selten oder gar nicht live gezeigt werden, von den Übertragungen profitieren“ schildert Müther weiter. „Dieses Solidaritätsprinzip leben alle Regionalligisten.“

"Mit und ohne 1860"

Doch ist es gerecht, dass, mit Verlaub, der TSV Buchbach, der SV Seligenporten oder der FV Illertissen gleich viel bekommen wie Zuschauermagnet Sechzig? Nach Meinung des BFV, ja, schließlich seien diese Klubs „ebenso ein wichtiger Bestandteil der Regionalliga Bayern“.

Sowohl im BR als auch bei Sport1 würden weitere Spiele live übertragen, hieß es vom Verband, „mit und ohne Beteiligung des TSV 1860“. Die Höhe der TV-Einnahmen wollte Müther indes nicht kommentieren, diese seien jedoch „in keinster Weise mit den Geldern in den Bundesligen oder der 3. Liga vergleichbar“.

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