TSV 1860 München: Löwen müssen in Bezirksliga und DFB-Pokal antreten

Pokal-Woche der Gegensätze: Am Mittwoch treffen die Löwen auf Bezirksligist Neuburg – ehe am Sonntag der Bundesliga-Absteiger Ingolstadt ins Grünwalder kommt. Die AZ erklärt die Duelle.
| Matthias Eicher
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Haben diese Woche gleich zwei K.o.-Spiele vor sich: Die Spieler des TSV 1860.
Rauchensteiner/Augenklick Haben diese Woche gleich zwei K.o.-Spiele vor sich: Die Spieler des TSV 1860.

München - Sechs Spiele in 24 Tagen. 15 Punkte, Tabellenführer. Nach dem Absturz aus dem Fußball-Unterhaus in die zwei Spielklassen tiefer angesiedelte Regionalliga Bayern hat sich der TSV 1860 in den knallharten Auftakt-Wochen nur in Buchbach eine Blöße gegeben. Ansonsten gab’s Siege – und eine insgesamt zufriedenstellende Liga-Bilanz. Jetzt gilt es: Umschalten auf K.o.-Pokalmodus.

Die Elf von Trainer Daniel Bierofka, deren Stammpersonal am Montag den Fokus auf Regeneration legte, muss am Mittwochabend im bayerischen Toto-Pokal beim VfR Neuburg (18.30 Uhr) an der Donau antreten, unweit von Ingolstadt gelegen. Quasi ein Superlativ der bisherigen Auswärtsfahrten in die Fußball-Provinz nach Memmingen, Buchbach und Schalding-Heining, denn der Klub ist "nur" Bezirksligist. Während sich die Sechzger über besagten Cup für den DFB-Pokal der darauffolgenden Spielzeit qualifizieren können, kommt am Sonntag (15.30 Uhr) der aktuelle Erstrunden-Gegner desselben Wettbewerbs ins Grünwalder: Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt.

Erst der kleine Nachbar, dann die Schanzer – die Sechzger begehen ihre Pokal-Woche unter ungleichen Vorzeichen. Vom Goliath zum David. "Der Totopokal ist für mich wichtiger als das Spiel gegen Ingolstadt, denn am Sonntag können wir nichts verlieren. Am Dienstag können wir nur verlieren", erklärte Präsident Robert Reisinger, der auf "zusätzliche Einnahmen" hofft, wenn man wieder in den DFB-Pokal einziehen könne. Bierofka sieht’s ein bisschen anders: "Für mich ist jedes Pokalspiel wichtig. Ich will immer gewinnen."

Die AZ blickt voraus auf zwei Duelle, in denen den Giesingern völlig unterschiedliche Rollen zukommen.

Haushoher Favorit in der Provinz

Neuburg ist immerhin eine Große Kreisstadt und zählt knapp 30.000 Einwohner. Der ortsansässige Fußballverein ist allerdings nur ein Bezirksligist, der auf seiner Homepage, wo auf der ersten Seite dick und fett die Ankündigung des Duells mit den Löwen prangt, mit seinen Vereinsfarben für sich wirbt: "Lila-Weiß macht mich heiß." Andi Stanek, Sportlicher Leiter der Neuburger, konnte sich einen unterdrückten Jubelsprung nicht verkneifen, als sein Team kürzlich bei der Auslosung zuerst gezogen wurde und sich als Kreissieger seinen Gegner aussuchen durfte.

Die Wahl fiel freilich auf Sechzig: "Das ist ein absolutes Traumlos. Ich bin von Kindesbeinen an ein Blauer. Das Ergebnis ist für uns zweitrangig, es zählt das Erlebnis." Vor ein paar Jahren sei ein Duell mit den Sechzgern noch undenkbar gewesen, "so weit weg wie die Erde vom Mond."  Wie weit der klare Außenseiter weg ist von einem Triumph über die Löwen? Bierofka warnte jedenfalls: "Noch haben wir es nicht überstanden. Wenn wir im Toto-Pokal den Gegner unterschätzen, werden wir unser blaues Wunder erleben."

Underdog im Grünwalder

Am Wochenende folgt das Duell mit den Ingolstädtern. Die Elf von Trainer Maik Walpurgis legte nach dem Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus einen denkbar ungünstigen (Fehl-)Start hin: jeweils eine 0:1-Pleite gegen Union Berlin und beim SV Sandhausen, je null Punkte und Tore aus zwei Partien.

Und gegen Sechzig? Die Schanzer bleiben als Zweitligist selbstredend Favorit, doch die Löwen lauern auf ihre Chance. Torjäger Sascha Mölders gibt sich kämpferisch: "Ingolstadt ist abgestiegen. Wir wollen eine Runde weiterkommen. Wir haben auch Spieler auf dem Platz, die höher gespielt haben", so der Routinier über sich selbst, die Kollegen Jan Mauersberger und Timo Gebhart sowie auch den zweitligaerfahrenen Nico Karger.

Mölders sagte weiter – trotz der Tatsache, dass die Löwen daheim in der laufenden Spielzeit ausnahmsweise als Underdog antreten: "Der DFB-Pokal hat seine eigenen Gesetze, da ist alles möglich."

Lesen Sie auch: Bierofka -

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