TSV 1860 München im Trainingslager in Obertrain: Bierofkas Idyll

Die Löwen starten ihr Trainingslager in Obertraun – und alles ist eine Nummer kleiner als zuletzt. Eine Woche lang macht der Trainer seine runderneuerte Mannschaft hier für die Regionalliga-Saison fit.
| Matthias Eicher
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Bekanntes Terrain für Löwen-Trainer Daniel Bierofka: Das Bundes- und Freizeitsportzentrum in Obertraun.
M. Eicher Bekanntes Terrain für Löwen-Trainer Daniel Bierofka: Das Bundes- und Freizeitsportzentrum in Obertraun.

Obertraun - Rückblick: Anfang Januar ging es für den TSV 1860 zu José Mourinho. Mit dem portugiesischen Startrainer Vitor Pereira sollte im 16-tägigen XXL-Trainingslager im von "The Special One" entworfenen, brandneuen "One Troia Trainings Centre" in Portugal der Grundstein zum Nichtabstieg gelegt werden, gefolgt von großen Aufstiegsplänen. To the top eben. Jetzt fahren die Sechzger mit Daniel Bierofka nach Obertraun.

Einen sportlichen und einen finanziellen Abstieg, einen Trainerwechsel und einen nahezu hundertprozentigen Mannschaftsaustausch später sind die Sechzger gestern gegen 12.30 Uhr mit ihrem neuen Chefcoach ins Salzkammergut nach Österreich aufgebrochen.

Hallstätter See statt Atlantik-Küste

"Servus", grüßte der etwas abgekämpfte Ex-Profi, als er mit seinem Tross um 16.35 Uhr in der 800-Seelen-Gemeinde ankam. Fünf Tage statt 16, ins Bundes- und Freizeitsportzentrum am Hallstätter See statt an die Atlantik-Küste. Dorthin, wo man bereits mit der U21 mehrfach residierte. Für Bierofka selbst hat sich auch gar nicht so viel geändert: Die Sechzger-Ikone ist mit bekanntem Spielermaterial an einem bekannten Ort, nur: Das hauptsächlich aus Junglöwen der U19 und U21 bestehende Team hat jetzt keine "Zwei" mehr hinter dem Vereinsnamen – es ist nun die Erste Mannschaft.

26 Akteure hat der 38-jährige Coach mitsamt seinem Assistenten Oliver Beer (zuletzt Co-Trainer beim SV Elversberg) und Torwart-Trainer Harald Huber mitgebracht, darunter die beiden neuen Löwen-Leader Jan Mauersberger (einzig verbliebener Alt-Sechzger) und Timo Gebhart (von Hansa Rostock zurückgekehrt). Dazu einen jungen Herrn mit dem Spitznamen "Aiges" – der Innenverteidiger Lukas Aigner hat mit dem Urlöwen Stefan Aigner allerdings nur den Namen gemein. Auch ein Quasi-Neuzugang war mit dabei: Torhüter Alexander Strobl (24).

Aigner nicht mit Aigner verwandt

"Es ist eine Riesen-Sache für mich, hier dabei zu sein. Sechzig ist in Österreich immer noch eine große Nummer", sagte der gebürtige Salzburger der AZ. Er ist als Sieger des Testtorwart-Duells mit drei weiteren Keepern in den vergangenen Tagen hervorgegangen. In der abgelaufenen Saison köpfte er noch den TSV Buchbach durch seinen 3:2-Siegtreffer im Showdown bei 1860 Rosenheim in der 96. Minute in sensationeller Manier zum Klassenerhalt, jetzt kickt er für 1860 München.

Der erklärte Transfer-Wunsch, Torjäger Karl-Heinz Lappe vom FC Bayern II, fehlte allerdings: Angesichts der weiterhin ungeklärten Finanzlage der Sechzger konnte bisher kein neuer Spielervertrag unterschrieben werden.

Der Plan der Sechzger auf dem Multifunktionszentrum, wo zwei Rasenplätze für die Giesinger reserviert sind: täglich mindestens eine Einheit, dazu steigt am Mittwoch (28. Juni) ein Testspiel gegen den österreichischen Regionalligisten USK Anif, bevor es auf der Rückreise (1. Juli) um 16 Uhr in der Salzburger Red Bull-Akademie gegen den Zweitligisten FC Liefering geht.     

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Bilder vom Löwen-Trainingslager: Idylle pur in Obertraun

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