TSV 1860 München gegen Vfl Bochum: Bilanz der Polizei nach dem Spiel

Randale bei Löwen-Fanmarsch, Stadion-Verbot für Bochumer Fans und dazwischen vermummte Bayern-Ultras: Der Einsatzbericht zum Zweitligaspiel der Löwen gegen Bochum.
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Vor und nach dem Abpfiff kam es beim Spiel 1860 gegen Bochum zu Polizeieinsätzen.
dpa Vor und nach dem Abpfiff kam es beim Spiel 1860 gegen Bochum zu Polizeieinsätzen.

Im Kampf gegen den Abstieg empfing der TSV 1860 am Sonntagnachmittag den VfL Bochum in der Allianz Arena. Ein einsatzreiches Spiel – auch für die Münchner Polizei.

Randale in der Feilitzschstraße

Bereits am Vortag hatten Anhänger des FC Bayern, der eine Fanfreundschaft mit den Bochumern hat, gegen 23 Uhr in der Feilitzschstraße vermummt für Randale gesorgt. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreifen flüchtete die Gruppe, konnte aber im U-Bahnhof Münchner Freiheit von den Beamten gestellt werden. Traf man sich zum Prügeln? Im Umfeld fand die Polizei am Boden mehrere Beißschienen, die als Zahnschutz dienen, sowie rote Aufkleber mit der Aufschrift "Ultras". Von allen 71 Personen wurde die Identität festgestellt. Es handelte sich ausschließlich um Bayern-Ultras, ihnen wurden Platzverweise erteilt.

Randale im Hofgarten

Am Vormittag des Spieltags wurde ein geplanter Fußmarsch von Löwenfans vom Odeonsplatz in Richtung Münchner Freiheit durch Polizeikräfte unterbunden. Die etwa 350 Mann starke Fangruppe konnte beim Versuch in Richtung Ludwigstraße zu marschieren aufgehalten werden, rannte dann aber geschlossen in Richtung Hofgarten. Im Bereich des Prinz-Carl-Palais wurde die Gruppe gestellt und aufgehalten. Die Polizisten mussten Einsatzmehrzweckstock und Pfefferspray einsetzen. Drei Personen wurden wegen eines Flaschenwurfs, sowie Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte festgenommen. Beamte führten die Sechzig-Fans im Anschluss in Richtung U-Bahnhaltestelle Odeonsplatz und fuhren geschlossen, ohne weitere Probleme, in Richtung Stadion.

Randale am Stadioneinlass

Die Bochumer Anhänger reisten mit einem Sonderzug um 12 Uhr am Hauptbahnhof an. Hier trafen sie sich mit Fans des FC Bayern an einem Lokal in der Arnulfstraße. Aufgrund der großen Anzahl an Fans musste die Arnulfstraße kurz gesperrt werden. An den Einlasskontrollen kam es zu Schubsereien zwischen Fans und dem Ordnungsdienst, nachdem ein Bochumer Fan ein nicht genehmigtes Megafon ins Stadion bringen wollte. Im Verlauf der daraus entstehenden Diskussionen kam es zu zwei Festnahmen wegen Körperverletzung und Beleidigung. Als die Ordner den Bochumern untersagten, ein riesiges Banner mit ins Stadion zu bringen, kam es ebenfalls zu heftigen Diskussionen. Die beteiligten Bochum- und Bayern-Ultras mussten das Stadion verlassen.

Randale in der Feilitzschstraße II.

Die Gruppe von rund 150 Fans fuhr mit der U-Bahn zur Münchner Freiheit und suchte ein Lokal in der Feilitzschstraße auf. Während des Spiels kam es zum Raub eines Fanschals eines TSV-Anhängers durch zwei unbekannte Täter.

Randale nach Abpfiff

Als die Fans das Stadion nach Abpfiff verließen, musste die Polizei mehrfach dazwischengehen, um aggressive Fans beider Mannschaften voneinander fernzuhalten. Ein Bochumfan hatte Quarzhandschuhe, die zum Zuschlagen benutzt werden, dabei. Er wurde festgenommen. Mit einem Sonderzug um 19 Uhr fuhr der Fanzug wieder zurück nach Bochum.

Einzelkritik zur Heimniederlage gegen Bochum

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