TSV 1860 München: Die Löwen verlieren gegen Greuther Fürth mit 1:0 - Es bleibt beim Startfluch

Vor Saisonbeginn galt der TSV 1860 als Geheimfavorit – doch zum Auftakt gibt es gegen Fürth ein 0:1. „Es ist bitter, ein Nackenschlag“, sagt Aigner zu der Pleite. Mauersberger trotzig: „Wir werden uns finden“.
| Matthias Eicher
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Fehlstart in Gelb: Die Löwen sind enttäuscht
Sampics/Augenklick Fehlstart in Gelb: Die Löwen sind enttäuscht

Fürth - Er rannte. Kämpfte. Grätschte. Lag am Boden und stand wieder auf. Er, der neue Anführer, sollte den TSV 1860 beim Saisonauftakt zu einem Dreier in Fürth führen – am Ende hatte Stefan Aigner die Hände in die Hüften gestützt und konnte nur den hochroten Kopf schütteln.

Beim neuen Kapitän harmonierten nur das neongelbe Schuhwerk, die blondierten Haare und das knallgelbe Auswärts-Trikot – und weil die rundum erneuerten Löwen genauso unfertig erschienen wie die Haupttribüne am Fürther Ronhof (wird derzeit renoviert), ist alles wie immer: Wie in den drei Jahren zuvor setzte es für die Blauen am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth zur Saison-Premiere in der Zweiten Liga eine Pleite.

Lesen Sie hier: Eichin:

Heimliche Aufstiegshoffnungen? Willkommen in der Realität: Durch den Treffer von Robert Zulj (45.) gingen das Debüt von Trainer Kosta Runjaic und der erste Aigner-Einsatz mit 0:1 nach hinten los. „Es ist bitter, wenn du das Auftaktspiel verlierst. Wenn du in der 45. Minute einen Gegentreffer kriegst, ist das natürlich ein kleiner Nackenschlag“, klagte der 28-Jährige. Sportchef Thomas Eichin fand eine einfache wie treffende Erklärung: „Fürth hat uns gezeigt, wie Zweitliga-Fußball funktioniert. Man merkt schon, dass Sechzig die letzten zwei Jahre Abstiegskampf gespielt hat, wir müssen noch ein bisschen selbstbewusster und mutiger sein.“

Zu Beginn sah es zumindest in dieser Hinsicht vielversprechend aus: Die Elf von Runjaic, der neben Aigner mit sechs weiteren Neuzugängen in einem flexiblen 4-2-3-1-System begann, war tonangebend. Die Kleeblätter suchten ihr Heil in schnellen Kontern. Die erste Chance gehörte Star-Neuzugang Ivica Olic, der nach Ablage von Stefan Mugosa knapp verzog (14.). Fürths ersten gefährlichen Konter konnte Jan Mauersberger kurz vor der Linie klären (18.). „Wir sind in der ersten Halbzeit gut reingekommen, aber haben unsere Angriffe leider nicht so zu Ende gespielt“, urteilte Runjaic.

Dann kam, was ob des größer werdenden Fürther Drucks kommen musste: Nach zweier vertanen Chancen durch Sebastian Freis (38.) und Khaled Narey (40.) landete der Ball nach einer Narey-Flanke bei Zulj, der Jan Zimmermann aus kurzer Distanz durch die Beine schoss. „Die Flanke wird abgefälscht, ich kläre nur nach oben. Ich will meinen Gegenspieler nicht umrempeln, deswegen gehe ich vielleicht zu zaghaft hin. Dass der zweite Ball beim Gegner landet, unglücklich“, ärgert sich Mauersberger über den Knackpunkt der Partie.

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Auch Aigner klagte über den Ertrag einer „phasenweise guten ersten Hälfte“, in der man „durch eine Verkettung von Leichtsinnsfehlern so ein Scheiß-Tor kriegt und wieder hinterherlaufen muss“. Eichin bemerkte, dass Sechzig nach der Pause „der Mut verlassen“ habe, anstelle auf den Ausgleich zu drängen. Nach besten Fürther Chancen durch Veton Berisha (48., 52.), Freis (55.), Zlatko Tripic (79.) und lediglich einer guten Olic-Chance (52.) muss Runjaic, der das eigene Spiel als „ein bisschen wild“ beschrieb und dessen Wechsel keine Wirkung zeigten, erkennen: „In der zweiten Hälfte hat es Fürth sehr clever gespielt, hatte drei, vier hundertprozentige Chancen.“

Und so bleibt‘s beim blauen Startfluch, denn seit dem Abstieg 2005 konnte 1860 in 13 Spielen ganze neun Mal nicht gewinnen. Und beim Versprechen von Mauersberger, der tönt: „Wir werden uns finden und eine starke Saison spielen.“

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