TSV 1860 München: Das waren die emotionalsten Partien im Sechzgerstadion

Nach zwölf Jahren kehrt 1860 München mit seiner ersten Mannschaft zurück ins Stadion an der Grünwalder Straße. In der Bildergalerie blicken wir zurück auf die emotionalsten Partien.
| AZ, SID
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Die Mutter aller Derbys: Das erste Bundesliga-Derby begann mit einem Paukenschlag. Am 14. Juni 1965 traf Timo Konietzka bereits nach wenigen Sekunden. Dabei blieb es. Die Löwen gewannen vor 45.000 Zuschauern mit 1:0.
imago 14 Die Mutter aller Derbys: Das erste Bundesliga-Derby begann mit einem Paukenschlag. Am 14. Juni 1965 traf Timo Konietzka bereits nach wenigen Sekunden. Dabei blieb es. Die Löwen gewannen vor 45.000 Zuschauern mit 1:0.
Die Sternstunde: Am 28. Mai 1966 feiern die Löwen die Deutsche Meisterschaft nach einem 1:1 gegen den Hamburger SV. Von diesem historischen Triumph zehren die Fans heute noch. Torschützen im strömenden Regen damals: Rudi Brunnenmeier und Uwe Seeler.
imago 14 Die Sternstunde: Am 28. Mai 1966 feiern die Löwen die Deutsche Meisterschaft nach einem 1:1 gegen den Hamburger SV. Von diesem historischen Triumph zehren die Fans heute noch. Torschützen im strömenden Regen damals: Rudi Brunnenmeier und Uwe Seeler.
Ein Sieg gegen die Königlichen im Achtelfinale der damaligen Champions-League! So geschehen am 17. November 1966. Endstand TSV 1860 - Real Madrid 1:0, Torschütze: Hans Küppers.
imago 14 Ein Sieg gegen die Königlichen im Achtelfinale der damaligen Champions-League! So geschehen am 17. November 1966. Endstand TSV 1860 - Real Madrid 1:0, Torschütze: Hans Küppers.
Zuschauerrekord am 14. März 1948: 45.000 Zuschauer waren damals genehmigt, doch der Verein verkaufte für das Derby gegen Nürnberg 58.200 Karten. Angesichts des Menschengedränges auf den Tribünen wollte die Polizei das Spiel absagen, doch die Verfügung kam zu spät bei 1860-Präsident Wetzel an und das Spiel wurde angepfiffen. Am Ende feierten die Fans, die direkt bis an den Spielfeldrand gedrängt wurden, einen 2:1-Sieg. (Symbolbild)
imago 14 Zuschauerrekord am 14. März 1948: 45.000 Zuschauer waren damals genehmigt, doch der Verein verkaufte für das Derby gegen Nürnberg 58.200 Karten. Angesichts des Menschengedränges auf den Tribünen wollte die Polizei das Spiel absagen, doch die Verfügung kam zu spät bei 1860-Präsident Wetzel an und das Spiel wurde angepfiffen. Am Ende feierten die Fans, die direkt bis an den Spielfeldrand gedrängt wurden, einen 2:1-Sieg. (Symbolbild)
Wettbergs letztes Heimspiel: Viele Jahre später residierte der König von Giesing - Karsten Wettberg -  das letzte Mal am 10. Mai 1992 in seinem Wohnzimmer. Nach einem 3:0-Sieg gegen Darmstadt gab der euphorisierte Aufstiegstrainer dem BR-Report Edgar Endres ein Interview - stilecht in Unterhosen. Die Löwen hatten den Nichtabstieg in der zweiten Liga fast geschafft. Doch es kam anders. Eine Woche später stiegen die Löwen ab und setzten Wettbergs Ära ein jähes Ende.
imago 14 Wettbergs letztes Heimspiel: Viele Jahre später residierte der König von Giesing - Karsten Wettberg - das letzte Mal am 10. Mai 1992 in seinem Wohnzimmer. Nach einem 3:0-Sieg gegen Darmstadt gab der euphorisierte Aufstiegstrainer dem BR-Report Edgar Endres ein Interview - stilecht in Unterhosen. Die Löwen hatten den Nichtabstieg in der zweiten Liga fast geschafft. Doch es kam anders. Eine Woche später stiegen die Löwen ab und setzten Wettbergs Ära ein jähes Ende.
Lorant bringt die Löwen zurück in den Profifußball: Da war es vollbracht. Nach einem 1:1 gegen Ulm steigt der TSV 1860 unter Trainer Werner Lorant am 13. Juni 1993 wieder in die zweite Liga auf. Doch damit nicht genug...
imago 14 Lorant bringt die Löwen zurück in den Profifußball: Da war es vollbracht. Nach einem 1:1 gegen Ulm steigt der TSV 1860 unter Trainer Werner Lorant am 13. Juni 1993 wieder in die zweite Liga auf. Doch damit nicht genug...
... Ein Jahr später gelang der direkte Durchmarsch in die Bundesliga. Mit einem 3:1-Sieg vor 28.000 Zuschauern gegen den Chemnitzer FC schaffen Publikumsliebling Thomas Miller (hier mittig im Bild) und seine Mitspieler die Basis für den erneuten Aufstieg, der am letzten Spieltag durch das 1:0 in Meppen besiegelt wird.
imago 14 ... Ein Jahr später gelang der direkte Durchmarsch in die Bundesliga. Mit einem 3:1-Sieg vor 28.000 Zuschauern gegen den Chemnitzer FC schaffen Publikumsliebling Thomas Miller (hier mittig im Bild) und seine Mitspieler die Basis für den erneuten Aufstieg, der am letzten Spieltag durch das 1:0 in Meppen besiegelt wird.
Denn 1860 zieht aus dem Grünwalder für mehrere Spiele wieder ins Olympiastadion um. In der Folge steht sogar ein Abriss der Kultstätte auf Giesings Höhen zur Debatte. Doch viele Fans setzen sich für den Erhalt des Stadions ein.
dpa 14 Denn 1860 zieht aus dem Grünwalder für mehrere Spiele wieder ins Olympiastadion um. In der Folge steht sogar ein Abriss der Kultstätte auf Giesings Höhen zur Debatte. Doch viele Fans setzen sich für den Erhalt des Stadions ein.
Zu seltenen Anlässen kehrt die erste Mannschaft ins Sechzgerstadion zurück. So wird das UI-Cup-Spiel gegen BATE Borisov 2002 im Sechzgerstadion ausgetragen...
Augenklick 14 Zu seltenen Anlässen kehrt die erste Mannschaft ins Sechzgerstadion zurück. So wird das UI-Cup-Spiel gegen BATE Borisov 2002 im Sechzgerstadion ausgetragen...
... Endergebnis: 0:1. Auch das Rückspiel ging deutlich verloren. Somit bleibt es das letzte internationale Heimspiel der Löwen bis heute.
Augenklick 14 ... Endergebnis: 0:1. Auch das Rückspiel ging deutlich verloren. Somit bleibt es das letzte internationale Heimspiel der Löwen bis heute.
Einen Bundesliga-Abstieg und drei Jahre später gingen die Löwen für eine Übergangssaison wieder zurück ins Grünwalder. Das letzte Pflichtspiel fand am 22. Mai 2005 statt: Die Löwen verloren 3:4 gegen LR Ahlen und verpassten den direkten Wiederaufstieg knapp. Am Ende verabschiedeten sich die Löwen vom Sechzgerstadion und bezogen zusammen mit dem FC Bayern die Allianz-Arena.
dpa 14 Einen Bundesliga-Abstieg und drei Jahre später gingen die Löwen für eine Übergangssaison wieder zurück ins Grünwalder. Das letzte Pflichtspiel fand am 22. Mai 2005 statt: Die Löwen verloren 3:4 gegen LR Ahlen und verpassten den direkten Wiederaufstieg knapp. Am Ende verabschiedeten sich die Löwen vom Sechzgerstadion und bezogen zusammen mit dem FC Bayern die Allianz-Arena.
Die emotionale Heimat vieler Fans blieb aber weiterhin das Sechzgerstadion. Mit Fackeln beim weihnachtlichen Adventssingen werben die "Freunde des Sechzgerstadions" weiter für den Erhalt des Stadions.
dpa 14 Die emotionale Heimat vieler Fans blieb aber weiterhin das Sechzgerstadion. Mit Fackeln beim weihnachtlichen Adventssingen werben die "Freunde des Sechzgerstadions" weiter für den Erhalt des Stadions.
Höhepunkt der Bemühungen: Die X-Tausend-Aktionen der Fans, die einmal im Jahr besonders viele Zuschauer für die Zweite Mannschaft mobilisierte, um damit ein Zeichen für den Erhalt des Sechzgerstadions zu setzen. 2008 kamen beachtliche 12.600 Zuschauer zu einem Amateur-Spiel gegen Jahn Regensburg.
sampics/Augenklick 14 Höhepunkt der Bemühungen: Die X-Tausend-Aktionen der Fans, die einmal im Jahr besonders viele Zuschauer für die Zweite Mannschaft mobilisierte, um damit ein Zeichen für den Erhalt des Sechzgerstadions zu setzen. 2008 kamen beachtliche 12.600 Zuschauer zu einem Amateur-Spiel gegen Jahn Regensburg.
Die Zeichen der Fans wurden erhöht. Das Stadion bleibt bestehen. Die Stadt investierte sogar über zehn Millionen Euro, um das Stadion Drittliga-tauglich zu mache (Inklusive Rasenheizung, Umbau der Haupttribüne und Ostkurve, etc.). Ganz glücklich waren die Fans immer noch nicht, da im Zuge der Umbaumaßnahmen die Kapazitäten deutlich reduziert wurden. Gab es 2004 noch deutlich über 20.000 Plätze, sind es heute nur noch 12.500 Zuschauer.
dpa 14 Die Zeichen der Fans wurden erhöht. Das Stadion bleibt bestehen. Die Stadt investierte sogar über zehn Millionen Euro, um das Stadion Drittliga-tauglich zu mache (Inklusive Rasenheizung, Umbau der Haupttribüne und Ostkurve, etc.). Ganz glücklich waren die Fans immer noch nicht, da im Zuge der Umbaumaßnahmen die Kapazitäten deutlich reduziert wurden. Gab es 2004 noch deutlich über 20.000 Plätze, sind es heute nur noch 12.500 Zuschauer.

München - Die ersten waren um halb fünf Uhr in der Früh gekommen. Viele mussten einigermaßen frustriert umdrehen als sie feststellten: Karten gibt's nur für Mitglieder. Zwischenzeitlich brach auch der Online-Server zusammen. Das "Städtische Stadion an der Grünwalder Straße" bietet eben nur noch 12.500 Besuchern Platz, und für das erste Heimspiel einer 1. Mannschaft des TSV München von 1860 seit zwölf Jahren an diesem traditionsreichen Ort waren die Restkarten wenig überraschend in einer Stunde weg.

"Das ist der Wahnsinn, was hier los ist", sagte der Kapitän der Löwen. Der heißt übrigens Felix Weber, ist 22 Jahre alt, stammt aus Jugend der Sechz'ger und hat bereits in der vergangenen Saison im "Grünwalder" gespielt - damals mit der 2. Mannschaft, die nun die 1. Mannschaft ist. Nur die Liga ist die selbe: Regionalliga Bayern. Nach dem 4:1 vergangenen Woche beim FC Memmingen trifft der TSV 1860 nun am Freitag (19.00 Uhr) auf Wacker Burghausen. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Tatsächlich aber ist es noch gar nicht so lange her, dass die Löwen auf Giesings Höhen spielten. Ehe sie mit Bayern München in die Allianz Arena zogen, absolvierten sie nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der folgenden Zweitliga-Saison 2004/2005 immerhin elf Heimspiele in "ihrem" alten Stadion. Damals fanden dort noch um die 20.000 Zuschauer Platz - der Rekord datiert aus dem Jahre 1948 mit 58.200 Besuchern.

Rückkehr an die Endstation der Sehnsüchte

Die Löwen haben im Grünwalder 1966 ihre einzige deutsche Meisterschaft gefeiert. Der FC Bayern, jahrelang Untermieter des Lokalrivalen, spielte dort von 1925 bis 1972, seine 2. Mannschaft trägt dort noch immer ihre Heimspiele aus. Am 22. Oktober kommt es zum Spitzenspiel. TSV 1860 I gegen FC Bayern II.

Für viele Anhänger der Sechzger ist die Rückkehr an den geradezu heiligen Ort die Endstation ihrer Sehnsüchte. Endlich kein Olympiastadion mehr, endlich keine Allianz Arena mehr. Aber: So ganz ohne Probleme geht es nicht, mal abgesehen davon, dass ein Großteil der Anhänger außen vor und ihm nur der Livestream bei Sport1 bleibt. Tatsächlich sind Stadion und Infrastruktur doch eher ungeeignet für großen Fußball. Das Grünwalder, zuletzt 2013 ein bisschen aufgepäppelt, ist eher eine Ruine, dennoch wird es wohl die ganze Saison über ausverkauft sein.

Umgewöhnen müssen sich die VIPs, die in der Allianz Arena, in die der TSV 1860 nicht zurückkehren darf, Logen nutzen konnten. Für die Betuchten haben die Löwen eine Almhütte aufgebaut - auf dem Vereinsgelände an der Grünwalder Straße 114.

Von dort soll es einen Shuttle-Service ins Stadion an der Grünwalder Straße 2 - 4 geben. Die VIPs könnten die 1,3 Kilometer auch laufen. Oder mit der Tram fahren: Es sind nur zwei Stationen, das gilt als Kurzstrecke und kostet mit einer Streifenkarte 1,35 Euro.

Lesen Sie hier: Das sagt 1860-Coach Bierofka vor der Heimpremiere

Die Auswahl besonders emotionaler Spiele ist natürlich subjektiv. Diskutieren Sie mit: Welche Spiele im Sechzger waren für Sie besonders emotional und sollten hier noch Erwähnung finden?

 

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