TSV 1860 München: Daniel Bierofka und Günther Gorenzel - Wer ist hier der Boss?

Daniel Bierofka ist beim TSV 1860 eine Vereinsikone. Kürzlich hat er Unterstützung des neuen Sportchefs Günther Gorenzel bekommen. Doch wer trifft die Entscheidungen? Dazu hat sich das Duo im Trainingslager geäußert.
| Matthias Eicher
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1860-Trainer Daniel Bierofka (r.). und Sportchef Günther Gorenzel.
sampicss/Augenklick 1860-Trainer Daniel Bierofka (r.). und Sportchef Günther Gorenzel.

München - Abflug aus Spanien und zurück in die Heimat. Der Tross des TSV 1860 ist aus dem spanischen Trainingslager in Oliva Nova zurückgekehrt. Ab Dienstagnachmittag wird wieder an der Grünwalder Straße trainiert, an den Abläufen gefeilt und für den Auftakt der restlichen Rückrunde am 24. Februar beim 1. FC Nürnberg II eine schlagkräftige Startformation gesucht.

Mit Günther Gorenzel hat Trainer Daniel Bierofka kürzlich einen Sportlichen Leiter zur Seite gestellt bekommen. Eine Position, die in anderen Klubs durchaus eine Führungsposition darstellt, schon so mancher Sportchef hat den Übungsleiter bei ausbleibenden Erfolgserlebnissen vor die Türe gesetzt. Stellt sich die Frage: Wie sieht es beim TSV 1860 aus - wer trifft hier die Entscheidungen?

Daniel Bierofka: "Im sportlichen Bereich entscheide ich"

Bierofka zeigte sich froh darüber, dass ihm Gorenzel einiges an Mehrarbeit abnehme, etwa die Kaderplanung oder die Gespräche mit Geschäftsführer Michael Scharold. "Biero" stellte aber auch klar: "Im sportlichen Bereich entscheide ich."

Damit meint der Coach nicht nur die Festlegung der Startelf, sondern auch das letzte Wort bezüglich Neuzugängen: "Darüber diskutieren wir und versuchen uns gegenseitig davon zu überzeugen, wenn wir einen Spieler haben wollen. Es wäre natürlich nicht sinnvoll, einen Spieler zu holen, den ich nicht will. Damit würden wir uns beide keinen Gefallen tun."

Günther Gorenzel: Kaderplanung und Geschäftsführer-Gespräche

Auch Gorenzel ließ durchblicken, dass die Mannschaftsfindung "Entscheidung des Trainers" sei. Sein Fazit nach dem Trainigslager: "Wir sind sicherlich auf einem richtigen Weg. Die Dinge, an denen der Trainer Tag für Tag akribisch arbeitet, werden Stück für Stück besser. Das ist natürlich ein Entwicklungsprozess. Wichtig ist, dass wir auch gewissen Positionen Druck haben."

Druck ist es auch, den er von Bierofka wegnimmt - der 39-Jährige sei vor der Winterpause "persönlich am Limit" gewesen. Jetzt, so Bierofka, "kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Jetzt ist es ganz gut aufgeteilt. Wir arbeiten im Team. Ich bin froh, dass er da ist." Der Boss heißt allerdings, wie vor Gorenzels Verpflichtung auch: Daniel Bierofka.

Lesen Sie hier: Daniel Bierofka zieht Bilanz des Trainingslagers

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