TSV 1860: Mölders-Aus, Aufstiegs-Ambitionen, Löwen-Zukunft - jetzt spricht Neu-Kapitän Lex

Stefan Lex ist nun der Kapitän der Sechzger - und ein ganz anderer Typ als Sascha Mölders. Als seine Aufstiegsaspiranten nennt er Magdeburg und Braunschweig - "und den dritten lassen wir offen".
| Matthias Eicher
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Sechzigs Gondoliere: Kapitän Stefan Lex spricht im türkischen Belek über seinen Spielführer-Vorgänger Sascha Mölders, seinen großen Traum und die künftige Fahrtrichtung der Giesinger.
Sechzigs Gondoliere: Kapitän Stefan Lex spricht im türkischen Belek über seinen Spielführer-Vorgänger Sascha Mölders, seinen großen Traum und die künftige Fahrtrichtung der Giesinger. © sampics/Augenklick

München - Dieser Platz war prädestiniert für den Kapitän: Im Hotel "Sueno Deluxe" sind in einem Café ein paar Tische von einer Gondel umschlossen. Ganz der Venedig-Stil hier im türkischen Belek. Prompt ließ sich Stefan Lex darauf ablichten. Doch wohin steuert der neue Kapitän das Sechzger-Schiff?

Stefan Lex ist optimistisch 

"Ich glaube schon, dass wir in dieser Saison noch was reißen können", sagte Lex im Gespräch mit der AZ im Trainingslager in Belek. Sechzigs neuer Alpha-Löwe, eher ein Freund flacher Hierarchien, will mit 1860 nach oben - aber ohne eine Ansage rauszuhauen. Lex über...

...sein Kapitänsamt: "Der Trainer hat's bestimmt. Das ist schön, nehme ich mit - aber es ist schon ein Stück weit mehr Verantwortung. So weit hätte ich als Kind nicht geträumt, das wäre ein unrealistischer Traum gewesen. Umso mehr freut's mich jetzt, dass ich Kapitän bin - wobei ich mich nicht groß dafür feiern will. Ich werde Sascha Mölders nicht nachahmen - kann ich auch nicht."

...Kontakt zu Mölders: "Ich habe danach keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt, weil er zu sauer war, um sich zu melden. Und ich wollte auch keine schlafenden Hunde wecken."

"Vieles ist man nicht mehr gewohnt"

...den Ton in der Kabine: "Dass es vorher so schlimm war, glaube ich nicht. Es ist halt auch eine Generationenfrage. Als ich angefangen habe, ist man auch noch anders angegangen worden als jetzt. Vieles ist man heutzutage nicht mehr gewohnt. Ich würde das alles nicht zu hoch hängen."

...eine teaminterne Aussprache nach dem 2:5 gegen Magdeburg: "Danach haben wir uns in der Kabine zusammengesetzt. Das ist jetzt nichts Ungewöhnliches in einer Saison und hat auch weniger mit Sascha, sondern mehr mit der ersten Halbzeit zu tun (0:5). So was hat noch keiner von uns als Profi erlebt. Allen war klar: So können wir nicht weitermachen. Da müssen wir einen anderen Ansatz finden. Nicht nur taktisch. Von der Gemeinschaft her. Und wie wir uns in solchen Spielen wehren."

Lex: "Wir werden uns nicht in jedem Spiel einen auflegen" 

...den Traumsturm mit Marcel Bär: "Für uns hätte das nicht besser laufen können. Wir haben von der anderen Herangehensweise profitiert, dass wir defensiver gestanden sind und hinter der Kette mehr Räume hatten. Wir sind beide schnell. Trotzdem wird es nicht so weitergehen, dass wir uns in jedem Spiel einen auflegen."

...seinen geplatzten Knoten: "Es hilft sicher immer, wenn es gut läuft und man schon das ein oder andere Tor gemacht hat. Dann denkt man vielleicht weniger nach, handelt intuitiver. Trotzdem gehört auch Glück dazu."

Stefan Lex: Für immer in der Offensive?

...das Karriereende: "Schau ma mal. Hört sich blöd an, aber ich will so lange spielen, wie ich gesund bin, mein Körper es zulässt, ich Spaß habe und der Mannschaft helfen kann. Ich sehe mich aber nicht mit 35, 36 noch im Profibereich spielen."

...seine Positionen im höheren Fußballeralter: "Ich hab' tatsächlich schon mal Außenverteidiger gespielt. Ein Sechser-Typ bin ich nicht, da bin ich wahrscheinlich technisch zu schlecht am Ball. Von daher werde ich wohl immer im offensiven Bereich spielen. Ich sehe mich nicht, wie damals bei Daniel Bierofka, auf der Außenbahn und am Schluss auf der Sechs."

...seine Vertragsverlängerung: "Kann ich noch nicht bestätigen, solange es der Verein noch nicht macht. Ich will aber nicht weg, das ist kein Geheimnis."

Lex: "Ich will den Aufstieg miterleben"

...sein Foto in Sechzigs Ahnengalerie: "Wir haben im Kabinentrakt ein Stüberl, in dem wir ab und zu gekartelt haben. Da hängen ein paar Bilder von Ex-Spielern: Benny Lauth, Harald Cerny, Rubin Okotie. Aber das ist keine offizielle Ahnengalerie und dort hängt jetzt auch ein Bild von mir. Also ist das schon erledigt, aber der Verein hat ganz andere Spieler hervorgebracht als mich."

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...sein Ziel mit 1860: "Der Aufstieg, klar. Ich habe ja gesagt, dass ich das hier miterleben will. In der laufenden Saison sind wir aber nicht gut damit gefahren, sind von anderen, aber auch von uns selbst, in die Favoritenrolle reingeredet worden. Vom Reden kriegst du nichts, nur von dem, was du auf dem Platz lieferst. Von daher möchte ich heuer nicht vom Aufstieg reden. Wir müssen erstmal Konstanz reinbringen."

...Lex' Aufstiegsaspiranten: "Magdeburg, Braunschweig - und den dritten lassen wir offen."

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