TSV 1860: Mit Marius Willsch in die Wochen der Wahrheit

Nach monatelanger Leidenszeit hat Marius Willsch zuletzt sein Comeback gegeben. Während der Länderspielpause konnte der Dauerläufer auf dem rechten Flügel an seinem Fitnessrückstand arbeiten. Reicht es gegen Duisburg bereits für die Startelf?
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Daumen hoch: Marius Willsch wird für die Löwen in den kommenden Spielen womöglich wieder eine Startelf-Option sein.
Daumen hoch: Marius Willsch wird für die Löwen in den kommenden Spielen womöglich wieder eine Startelf-Option sein. © IMAGO / Ulrich Wagner

München - Für Marius Willsch hat sich das harte Schuften gelohnt. Nach monatelanger Verletzungspause war der Rechtsverteidiger gerade noch rechtzeitig fit geworden für das Pokal-Highlight gegen den FC Schalke am 26. Oktober und durfte in den letzten Minuten dabei mithelfen, die knappe 1:0-Führung über die Zeit zu bringen.

Hartnäckige Schambeinverletzung: Willsch war monatelang raus

"Für mich ist das ein überragendes Gefühl, nach so langer Zeit ein Comeback zu feiern", sagte der 30-Jährige nach einer für ihn selbst alles andere als gewöhnlichen Partie - Willsch ist schließlich bekennender Schalke-Fan.

Für den Abwehrspieler bedeutete das Highlight gegen Schalke vor knapp drei Wochen das Ende einer schier endlosen Leidenszeit. Schon Ende Mai, die vergangene Saison war noch nicht einmal beendet, hatte der gebürtige Passauer mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, die sich später als Schambeinentzündung entpuppen sollten. Eine schmerzhafte Angelegenheit und eine extrem hartnäckige noch dazu.

TSV 1860: Marius Willsch war unter Michael Köllner stets gesetzt

Für Willsch war die Schambeinentzündung laut eigener Aussage die schlimmste Verletzung seiner Karriere. "Das Schlimme daran ist: Die Spanne (der Ausfalldauer, d.Red.) reicht von einem Monat bis zum Karriereende", sagte Willsch im Oktober im AZ-Interview: "Ich bin in den ersten zwei Monaten daheim gehockt, hab nix gemacht und es ist kein Tag besser geworden. Erst eine Reha mit Muskelaufbau und vielen Behandlungen hat angeschlagen."

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Bis Ende Oktober war der 30-Jährige zum Zuschauen gezwungen. Eine ungewohnte Situation für Willsch, der in den vergangenen beiden Jahren unter Michael Köllner stets absolut gesetzt war und als nimmermüder Dauerläufer fleißig den rechten Flügel beackerte. In der abgelaufenen Saison stand er wettbewerbsübergreifend in 38 von 41 Pflichtspielen auf dem Platz, in der Spielzeit davor hatte er ebenfalls nur drei der 44 Partien verpasst. Wenn Willsch fit war, dann spielte er auch.

TSV 1860 mit Marius Willsch vor extrem wichtigen Spielen

Im ersten Drittel der Saison hatten die Löwen durchaus ihre Schwierigkeiten, den Ausfall ihres eigentlich unverzichtbaren Rechtsverteidigers zu kompensieren. Da in Kevin Goden auch dessen eigentlicher Ersatz ebenfalls mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, war Michael Köllner zum Improvisieren gezwungen. In der Regel musste Yannick Deichmann rechts hinten aushelfen, der gelernte Offensivspieler fremdelte aber bisweilen mit den Defensivaufgaben auf der ungewohnten Position.

Während der aktuellen Länderspielpause hatte Willsch reichlich Zeit, um an seinem Fitnessrückstand zu arbeiten. In den kommenden Spielen wird Köllner also wieder mit ihm planen können, womöglich auch in der Startelf. Eine wichtige Nachricht für die Löwen, denen als Tabellensechzehnter mit Duisburg, Havelse und Mannheim enorm schwere Aufgaben bevorstehen.

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