TSV 1860: Löwen unter Druck - Das 2018-Rest-Programm im AZ-Check

Stagnation bei den Löwen: Dem Team von Sechzig-Coach Daniel Bierofka gelingt in der Dritten Liga zuletzt nur ein Sieg aus neun Spielen. Bis zur Winterpause sind es noch fünf Partien - die AZ checkt, was da auf den TSV 1860 noch zukommt.
| AZ/Ludwig Vaitl
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Polarisierend: Spektakuläre Pyroshow zum Abschied des alten Wildparkdstadions beim KSC.
imago/Sportfoto Rudel 5 Polarisierend: Spektakuläre Pyroshow zum Abschied des alten Wildparkdstadions beim KSC.
Gut in Form: Julius Reinhardt (re.) und der FSV Zwickau.
imago/foto2press 5 Gut in Form: Julius Reinhardt (re.) und der FSV Zwickau.
Angeschlagen: Fortuna Köln rund um Dominik Ernst (Foto).
imago/foto2press 5 Angeschlagen: Fortuna Köln rund um Dominik Ernst (Foto).
Das zweite Jahr wieder in der Dritten Liga: der FC Carl-Zeiss Jena, hier Phillip Tietz (re.).
imago/Eibner 5 Das zweite Jahr wieder in der Dritten Liga: der FC Carl-Zeiss Jena, hier Phillip Tietz (re.).
Sascha Mölders vom TSV 1860 im Duell mit Kaiserslauterns Torschützen Janek Sternberg.
sampics/Augenklick 5 Sascha Mölders vom TSV 1860 im Duell mit Kaiserslauterns Torschützen Janek Sternberg.

München - Die stade Zeit könnte beim TSV 1860 alles andere alles ruhig und besinnlich werden. Trotz des Adventssingen der Fans am 1. Dezember im Grünwalder Stadion.

TSV 1860 mehr unter Druck

Der Spielplan der Dritten Liga hat für die Bierofka-Elf noch einige absolute Highlights parat - und damit entsprechend schwierige Aufgaben. In einer Situation, in der Sechzig nach nur einem Sieg aus neun Liga-Spielen mehr unter Druck gerät. (Lesen Sie auch: Löwen in Abstiegsgefahr?

Momentan haben die Giesinger als Tabellenzehnter noch Anschluss an die oberen Tabellenregionen, die Abstiegsplätze sind indes aber ebenfalls nicht fern, nur fünf Punkte entfernt. Rutschen die Sechzger tatsächlich unten rein? Oder gelingt ein langfristiger Befreiungsschlag nach oben. Die AZ analysiert das Löwen-Programm bis zur Winterpause:

Karlsruher SC: Wieder erstarkter Traditionsklub 

Polarisierend: Spektakuläre Pyroshow zum Abschied des alten Wildparkdstadions beim KSC.
Polarisierend: Spektakuläre Pyroshow zum Abschied des alten Wildparkdstadions beim KSC. © imago/Sportfoto Rudel

Das klangvolle Duell KSC gegen 1860 findet am Sonntag, den 25. November (13 Uhr), statt. Das Aufeinandertreffen der Traditionsklubs, die beide im Mai 2017 aus der Zweiten Liga abgestiegen sind, wird eine echte Bewährungsprobe für die Löwen. Auf einer Baustelle, den der Wildpark wird seit kurzem umgebaut.

Der Tabellendritte aus Baden hat, nach schwachem Saisonstart, sechs der letzten neun Spiele gewonnen und wird damit seiner Rolle als Aufstiegskandidat langsam gerecht. Mehr noch: Unumwunden formulierten die Karlsruher Bosse, dass sie aufsteigen wollen. Entsprechend ist der Druck auf die Mannschaft einzuschätzen.

Im Blickpunkt stehen freilich auch die Ex-Löwen Anton Fink und Marvin Pourie, die zusammen schon 12 Tore erzielt haben. "Der hat drei Jahre lang die Dritte Liga abgeschossen", meinte Kult-Sechzger Karsten Wettberg im AZ-Interview über Fink. Ihn zu stoppen, wird eine ambitionierte Aufgabe für die Giesinger. Fazit: Hier braucht Sechzig einen richtig guten Tag!

FSV Zwickau: Torgefährliche Defensive

Gut in Form: Julius Reinhardt (re.) und der FSV Zwickau.
Gut in Form: Julius Reinhardt (re.) und der FSV Zwickau. © imago/foto2press

Am Samstag, den 1. Dezember (14 Uhr), kommt der FSV Zwickau ins Grünwalder Stadion. Von der Tabelle her ist es ein ausgeglichenes Duell. Zwickau liegt mit 18 Punkten nach 15 Spielen nur einen Punkt hinter den Löwen auf Rang 14 - und momentan läuft es beim FSV.

Seit vier Spielen sind die Sachsen ungeschlagen, zuletzt gewannen sie nach starker Leistung 2:0 in Würzburg: Unter anderem traf Julius Reinhardt aus über 35 Metern per Heber. Mit Toni Wachsmuth (sechs Treffer) haben die FSVler zudem einen enorm torgefährlichen Abwehrspieler in ihren Reihen.

Zum Ausklang des besagten 17. Spieltages laden die "Freunde des Sechzgerstadions" im Anschluss zum traditionellen Adventssingen ins Grünwalder Stadion ein. Für eine richtig heimelige Stimmung würde sicher ein Sieg sorgen. Fazit: Ein Adventsgeschenk für die Löwen-Fans ist drin!

Fortuna Köln: Zu Gast bei der "Schießbude"

Angeschlagen: Fortuna Köln rund um Dominik Ernst (Foto).
Angeschlagen: Fortuna Köln rund um Dominik Ernst (Foto). © imago/foto2press

Die Fortunen sind momentan wohl das Krisen-Team der Dritten Liga. Trainer-Urgestein Uwe Koschinat verließ den Klub im Oktober völlig überraschend in Richtung SV Sandhausen - und hinterließ viel Unsicherheit.

Der neue Coach Tomasz Kacmarek hat indes einen desolaten Start hingelegt, sseine ersten beiden Spielen 0:7 (!) und 0:6 (!) gegen Wehen Wiesbaden und die SpVgg Unterhaching verloren. Mit 31 Gegentreffern ist Köln hinter Braunschweig (32 Gegentreffer) die "Schießbude der Liga", bildlich gesprochen, mit 17 Punkten derzeit allerdings noch knapp über dem Strich.

Die Partie wird am Samstag, den 8. Dezember, ausgetragen. Anpfiff: 14 Uhr. Fazit: Bei einem derart defensiv anfälligen Gegner dürften die Sechzger mit ihren gefährlichen Offensivspielern gute Chancen haben.

FC Carl Zeiss Jena: Traditionsduell mit Konfliktpotenzial

Das zweite Jahr wieder in der Dritten Liga: der FC Carl-Zeiss Jena, hier Phillip Tietz (re.).
Das zweite Jahr wieder in der Dritten Liga: der FC Carl-Zeiss Jena, hier Phillip Tietz (re.). © imago/Eibner

Ein Spiel über das sich die Polizei nach den unschönen Zwischenfällen gegen Halle wohl weniger freut.

Konfliktpotenzial besteht, auch weil es freundschaftlichen Kontakt zwischen Jena-Ultras (Horda Azzuro) und der Schickeria München gibt, der Ultra-Gruppierung des ungeliebten Lokalrivalen. Zum Fußball: Am Sonntag, 16. Dezember, steigt das Spiel um 13 Uhr im Grünwalder.

Abstiegskandidat Jena, die mit nur 14 Punkten auf Rang 18 stehen, ist derweil eines der auswärtsschwächsten Teams der Liga (vier Punkte aus sieben Spielen) - und derzeit überhaupt nicht in Form. Die Thüringer konnten keines der vergangenen neun Spiele gewinnen. Fazit: Will Sechzig nichts mit dem Abstieg zu tun haben, sollte gegen diesen Gegner ein Sieg her.

1. FC Kaiserslautern: Highlight vor Weihnachten

Sascha Mölders vom TSV 1860 im Duell mit Kaiserslauterns Torschützen Janek Sternberg.
Sascha Mölders vom TSV 1860 im Duell mit Kaiserslauterns Torschützen Janek Sternberg. © sampics/Augenklick

Der Höhepunkt für die Löwen-Fans findet unmittelbar vor der Winterpause statt - am Samstg, 22. Dezember (14 Uhr). Beim vorgezogenen Rückrundenstart empfängt Sechzig Lautern. Bei dem Prestige-Duell der befreundeten Vereine haben die Sechzger allerdings noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, um im Fußball-Jargon zu bleiben.

Damals verloren die Giesinger unglücklich 0:1, weil Janek Sternberg kurz vor Schluss traf. Die Pfälzer haben sich nach schlechtem Saisonstart etwas stabilisiert, können aber nach wie vor die hohen Erwartungen bislang nicht erfüllen und stehen im Tabellenmittelfeld auf Platz neun - mit 20 Punkten.

Wie etliche andere Teams der Dritten Liga ringen auch die Lauterer um defensive Stabilität. Fazit: Ein Sieg vor dem Jahreswechsel in diesem Duell hätte einen echten Pusheffekt - gegen den 1. FCK ist alles drin, negativ wie positiv. 

Lesen Sie hier: Spiele terminiert - Löwen an einem Samstag gegen Lautern

Bilder: Das sind die Spieler des TSV 1860 München

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren