TSV 1860: Erste Ligakontrahenten stellen auf Kurzarbeit um

Aufgrund der Corona-Krise stehen viele Drittligisten vor großen finanziellen Herausforderungen. Carl Zeiss Jena und der 1. FC Kaiserslauten, Ligarivalne des TSV 1860, stellen jetzt sogar auf Kurzarbeit um.
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imago images / Christian Schroedter

München - Der Ball in der Dritten Liga ruht zunächst bis zum 30. April. Sechzigs Ligarivale Carl Zeiss Jena begrüßt die Entscheidung des DFB: "Das ist die einzig naheliegende Variante, weil schon diverse Verfügungen der Städte dies vorgegeben haben. Wir müssen die Gesundheit in den Vordergrund stellen und die weiteren Auswirkungen der Krise beobachten", sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster gegenüber der "Ostthüringer Zeitung". 

"Personalkosten bestimmen die Hälfte aller Ausgaben"

Mit dem Training setzt das Drittliga-Schlusslicht, ebenso wie der TSV 1860, in den nächsten Wochen aus. Um die Kosten in nächster Zeit zu überbrücken, möchten die Thüringer jetzt sogar auf Kurzarbeit umstellen. Einen entsprechenden Antrag hat der Verein bereits bei der Agentur für Arbeit gestellt. "Hierzu gab es heute die entsprechenden Informationen an die Spieler, Trainer und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die alle großes Verständnis für die besondere wirtschaftliche Herausforderung, der wir uns als Club gegenüber sehen, signalisiert haben", sagte Förster

"Die Personalkosten bestimmen die Hälfte aller Ausgaben. Wir müssen die Ausgaben reduzieren, um damit den fehlenden Einnahmen zu begegnen", erklärte Förster. "Es geht darum, durch Sparmaßnahmen die Insolvenz zu vermeiden."

Auch der 1. FC Kaiserslautern hat wegen der Corona-Krise auf Kurzarbeit umgestellt. Wir werden den Betrieb beim FCK aufrecht halten, jedoch auf das Nötigste runterfahren", sagte FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt: "Wir werden sozusagen auf Sparflamme laufen. Zudem haben wir heute entschieden, dass alle Mitarbeiter des FCK, inklusive der Spieler der ersten Mannschaft, in Kurzarbeit gehen."

Kurzarbeitergeld kann rückwirkend beantragt werden

Kurzarbeitergeld für Spieler und Mitarbeiter kann rückwirkend zum 1. März beantragt werden, falls zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt in diesen Fällen 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, bei Arbeitnehmern mit Kind sind es sogar 67 Prozent.

Lesen Sie hier: Der TSV 1860 trotzt der Langeweile mit Klopapier

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