TSV 1860: Ein Quartett macht Löwen-Trainer Michael Köllner Hoffnung

Wintereinkäufe? Wird es heuer bei den Löwen wegen der klammen Finanzlage kaum geben. Dafür kann Trainer Michael Köllner bald wieder auf ein Quartett bauen, das aus dem Lazarett zurückkehrt.
| Matthias Eicher
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Fehlt den Löwen bereits seit Monaten wegen eines Kreuzbandrisses: Quirin Moll.
sampics/Augenklick 4 Fehlt den Löwen bereits seit Monaten wegen eines Kreuzbandrisses: Quirin Moll.
Fehlt dem TSV 1860 wochenlang: Nico Karger.
sampics/Augenklick 4 Fehlt dem TSV 1860 wochenlang: Nico Karger.
Hat immer wieder mit Adduktorenproblemen zu kämpfen: Benjamin Kindsvater.
Augenklick/ Rauchensteiner 4 Hat immer wieder mit Adduktorenproblemen zu kämpfen: Benjamin Kindsvater.
Gestützt: Semi Belkahia (Mi.) auf dem Weg in die Katakomben des Grünwalder Stadions.
imago/MIS 4 Gestützt: Semi Belkahia (Mi.) auf dem Weg in die Katakomben des Grünwalder Stadions.

München - Keine Kohle, keine Winter-Verstärkungen? Angesichts des aktuellen Sparkurses des TSV 1860 könnte man auf die Idee kommen, Neu-Trainer Michael Köllner müsse nach der Winterpause mit demselben Personal auskommen, das der 49-Jährige bisher zur Verfügung hatte. Falsch gedacht. Die Sechzger dürfen sich sogar über ein Quartett an "Neulöwen" freuen. Keine Einkäufe, die es tatsächlich nicht geben wird. Vielmehr Rekonvaleszenten.

Die AZ zeigt, wer in der Rest-Rückrunde wieder mithelfen kann.

Quirin Moll

Fehlt den Löwen bereits seit Monaten wegen eines Kreuzbandrisses: Quirin Moll.
Fehlt den Löwen bereits seit Monaten wegen eines Kreuzbandrisses: Quirin Moll. © sampics/Augenklick

Der 28-Jährige wechselte im Sommer 2018 als Chef-Stratege an die Grünwalder Straße. Ex-Coach Daniel Bierofka bezeichnete den zentralen Mittelfeldspieler als "Glücksgriff", selbst Trainer Claus Schromm von Drittliga-Konkurrent SpVgg Unterhaching würde sich den als "Mister Gegenpressing" bezeichneten Mittelfeld-Mann (wieder) in den eigenen Kader wünschen. Dumm nur, dass sich der Ex-Hachinger schon Anfang Februar eine der langwierigsten Fußballer-Verletzungen zuzog: einen Kreuzbandriss.

Molls Leidenszeit (42 verpasste Spiele) zog sich deutlich länger als geplant: Aufgrund des suboptimalen Heilungsverlaufs war nach knapp einem halben Jahr Auszeit noch kein Comeback in Sicht. "Es tut natürlich weh, jetzt zuzuschauen. Ich habe noch keinen genauen Plan, wann ich wieder trainieren kann", erklärte Moll noch Ende Juli frustriert. Anfang Dezember ist er endlich ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. "Quirin ist wieder im Teiltraining auf dem Platz. Das freut mich besonders", erklärte Köllner kürzlich. Geplantes Comeback, zumal mit Tim Rieder nun auch Sechzigs Abräumer ausfällt? Nach der Winterpause – direkt zum Auftakt der Rest-Rückrunde gegen seinen Ex-Klub Eintracht Braunschweig (26. Januar).

Nico Karger

Fehlt dem TSV 1860 wochenlang: Nico Karger.
Fehlt dem TSV 1860 wochenlang: Nico Karger. © sampics/Augenklick

"King Karges" geht ebenfalls als Quasi-Neuzugang durch, so lange stand der Linksaußen nicht mehr auf dem Rasen. Schon in den letzten Partien der Saison 2018/19 musste der Kronacher passen: Seine Adduktorenbeschwerden hatten sich zu einer Schambeinentzündung verschlimmert.

Zum Leidwesen der Löwen und des Spielers erlitt der 26-Jährige im Sommer-Trainingslager im österreichischen Windischgarsten eine Folge-Verletzung, zog sich einen Sehnenabriss im Adduktorenbereich zu. Seitdem schwitzt der torgefährliche Karger fürs Comeback, das nun endlich in Sichtweite rückt: "Er macht gute Fortschritte auf dem Platz", erklärte Köllner. Karger ist der zweite Spieler, über dessen Genesung er sich zur Winterpause freuen kann.

Benjamin Kindsvater

Hat immer wieder mit Adduktorenproblemen zu kämpfen: Benjamin Kindsvater.
Hat immer wieder mit Adduktorenproblemen zu kämpfen: Benjamin Kindsvater. © Augenklick/ Rauchensteiner

Profi Nummer drei, der auf den Trainingsauftakt nach der Winterpause (6. Januar) brennen dürfte. Kindsvater verletzte sich nicht so schwer wie die beiden vorher genannten 1860-Profis, doch ihn plagen ständig Adduktorenbeschwerden.

"Er hat immer wieder Probleme", weiß Coach Köllner schon über den schnellen wie verletzungsanfälligen Flügelflitzer Bescheid. Der 26-jährige Trostberger wurde aus dem Trainingsbetrieb genommen, um die Problemzone richtig auszukurieren – in der Hoffnung, dass seine Leiste danach Ruhe und Kindsvater dem TSV Schwung über die Außenbahnen gibt.

Semi Belkahia

Gestützt: Semi Belkahia (Mi.) auf dem Weg in die Katakomben des Grünwalder Stadions.
Gestützt: Semi Belkahia (Mi.) auf dem Weg in die Katakomben des Grünwalder Stadions. © imago/MIS

Der junge Innenverteidiger (20) geriet schon in seinem vierten Drittligaspiel zum Pechvogel: Nach seinem Kreuzbandriss, den er sich ausgerechnet beim klassenerhaltssichernden 3:2 gegen Fortuna Köln zuzog, sehnt sich auch das 1,92 Meter große Talent nach Einsatz Nummer fünf. Köllner: "Er ist zurück von seiner Reha in Hoffenheim", so der 1860-Übungsleiter über Belkahias vierwöchige Regenerationsmaßnahme bei dessen Ex-Klub.

Wenn seine wiedergenesenen Kollegen gegen Braunschweig auf dem Rasen stehen (wollen), will der Junglöwe zumindest im Mannschaftstraining wieder Gas geben, um seinem Trainer zu zeigen, dass auch er wieder so gut wie neu ist.

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