TSV 1860: Brisantes Wiedersehen mit Grimaldi und Erdmann

Sechzig trifft am Samstag in Saarbrücken auf die polarisierenden Ex-Münchner Grimaldi und Erdmann. "Mit dem Verein gab's ein Ding, das ich nicht gut gefunden habe", sagt der Torjäger über 1860.
| Matthias Eicher
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Hat nicht nur gute Erinnerungen an den TSV 1860: Adriano Grimaldi.
Hat nicht nur gute Erinnerungen an den TSV 1860: Adriano Grimaldi. © imago images/Jan Huebner

München - Die Löwen haben derzeit so allerhand Probleme. Eine Durststrecke mit sechs Ligapartien ohne Sieg, Corona-Fall Richard Neudecker und mehrere angeschlagene Offensiv-Löwen, mit dem Pokal-Kracher gegen Schwergewicht Schalke 04 das Spiel des Jahres vor der Brust, obwohl es aktuell nicht läuft. Jetzt geht's gegen zwei alte Bekannte.

Wird Grimaldi zu Sechzigs Problemkicker?

"Saarbrücken hat vorne mit Adriano Grimaldi einen Ex-Spieler von uns, der den Unterschied ausmacht", erklärte Köllner vor dem Duell seines TSV 1860 am Samstag beim 1. FC Saarbrücken (14 Uhr live im BR und im AZ-Liveticker). Er ist der Torjäger vom Dienst jenes Klubs, den Sechzig 2017/18 in der Aufstiegsrelegation (noch ohne den Ex-Löwen) aus dem Weg räumte. Köllner über Grimaldi: "Wenn du einem solchen Spieler Platz gibst, bekommst du Probleme!" Wird Grimaldi zu Sechzigs Problemkicker?

"Was auf jeden Fall knallen wird, ist das Stadion. Worauf sie sich gefasst machen können, ist, dass das Ding sehr, sehr laut wird und uns möglicherweise zum Sieg tragen wird", meinte Grimaldi bei Magenta Sport vollmundig über sein Duell mit dem Ex-Klub. Starke sechs Treffer und drei Assists hat der Tor-Fürst (nicht verwandt mit Monacos Adelsgeschlecht) in zwölf Spielen angehäuft: "Ich lass es einfach laufen. Ich hau das Ding einfach rein - und gut ist." Seine Zeit beim KFC Uerdingen liest sich dagegen wie ein einziger Flickenteppich mit vielen Verletzungspausen. Für den 30-Jährigen war es eine "Scheiß-Zeit".

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Und da gäbe es ja gleich noch so einen Spieler dieser Sorte: Dennis Erdmann, beinharter Verteidiger und nach seinem Rassismus-Eklat, bei dem der 30-Jährige seine Unschuld beteuert, wieder spielberechtigt.

Was Grimaldi und Erdmann gemein haben: Bei 1860 hatten sie beide so ihre Probleme. Der deutsch-italienische Angreifer schlug anfangs derart ein, dass Alpha-Löwe Sascha Mölders seine Felle schon davonschwimmen sah.

Zuerst als "Ochsensturm" gefeiert, stürmten Mölders und Grimaldi Seite an Seite, entwickelten enorm viel Wucht. Der inzwischen 36-jährige Kapitän fand sich allerdings auch teils in der Jokerrolle wieder. Rund um den Trainingsplatz und die Kabine der Giesinger ist überliefert, dass sich das Duo schon nach kurzer Zeit nicht mehr riechen konnte. Auch ein Grund, weshalb Grimaldi schon im Winter wieder abgegeben wurde - Richtung Uerdingen. "Mit dem Verein gab's ein kleines Ding, das ich nicht gut gefunden habe", sagte Grimaldi nun über Interna, die nach außen drangen: "So was geht nicht."

Köllner: "Wir müssen schlau-offensiv Fußball spielen"

Was auch kaum ging, war die Kombination 1860 und Erdmann. Dieser verbrachte mehr Zeit auf der Ersatzbank, als dem Abwehrspieler lieb gewesen sein dürfte. Kein Vergleich aber zu Erdmanns jüngstem Ärger im Duell mit dem Ex-Verein 1. FC Magdeburg, nach dem der Innenverteidiger vom DFB aufgrund rassistischer Aussagen zu acht Spielen Sperre verurteilt worden war.   

Grimaldi verteidigt Erdmann, der sich selbst als Opfer dargestellt hatte: "Egal, wie hart wir spielen, wie groß wir sind und was wir vielleicht auch für Typen nach Außen sind - irgendwo sind wir dann doch noch Menschen. Mit ihm persönlich hat das was gemacht - mit uns auch."

Für wen es wohl am Samstag im Ludwigspark problematisch wird? "Wir müssen schlau-offensiv Fußball spielen, fordert Köllner. Das Ex-Sechzger-Duo Grimaldi und Erdmann hat da jedenfalls was gutzumachen im direkten Duell. Das Team von Köllner aber auch: Schließlich will 1860 nicht noch mehr Probleme aneinanderreihen.

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