Stellt Kowarz fürs Pokalspiel in Mainz um?

Am Dienstag (19 Uhr) spielen die Löwen im DFB-Pokal gegen Mainz. Fernab von den Liga-Sorgen könnte Trainer Kurt Kowarz Wechsel vornehmen. Dafür gibt es Gründe und Anzeichen.
| Sebastian Raviol
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Die Spieler laufen nach dem Abschlusspiel im Training an der Grünwalder Straße aus. Zuvor probierte Löwen-Interimstrainer Kurt Kowarz neue Optionen aus.
Sebastian Raviol 2 Die Spieler laufen nach dem Abschlusspiel im Training an der Grünwalder Straße aus. Zuvor probierte Löwen-Interimstrainer Kurt Kowarz neue Optionen aus.
Die Spieler laufen nach dem Abschlusspiel im Training an der Grünwalder Straße aus. Zuvor probierte Löwen-Interimstrainer Kurt Kowarz neue Optionen aus.
Sebastian Raviol 2 Die Spieler laufen nach dem Abschlusspiel im Training an der Grünwalder Straße aus. Zuvor probierte Löwen-Interimstrainer Kurt Kowarz neue Optionen aus.

München - Das DFB-Pokalspiel am Dienstag (19 Uhr) beim FSV Mainz 05 dürfte für die Löwen-Spieler ein willkommener Ausflug aus dem Liga-Alltag sein. In diesem sind die Spieler mittlerweile geplagt vom Abstiegskampf, von fünf Punkten Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen. Darunter leidet das Selbstvertrauen, einen Erfolg hätten die Sechzger dringend nötig.

Einen solchen feierten die Löwen zuletzt in der ersten Pokalrunde Anfang August. Mit 2:0 räumte 1860 den Erstligisten TSG Hoffenheim in der Allianz-Arena aus dem Weg. In der zweiten Runde in Mainz erwartet niemand ein Weiterkommen der Sechzger.

 

Lesen Sie hier: Franz Hell im AZ-Interview -

 

Für das Pokalspiel gäbe es viele Gründe für den Interimstrainer Kurt Kowarz, die Startelf umzustellen. Gegen den FSV Mainz 05 hat 1860 nichts zu verlieren. Selbst eine hohe Niederlage gegen den Bundesligisten hätte keine größeren Folgen als das Ausscheiden aus dem Pokal. Im Gegensatz zur Liga wollen die Löwen zwar gewinnen, sind aber nicht darauf angewiesen.

Ein weiterer Grund: Am Sonntag wartet der MSV Duisburg. Das Heimspiel gegen das Tabellen-Schlusslicht ist das erste richtige Entscheidungsspiel der Saison. Gewinnen die Sechzger, würde der Sieglos-Bann gebrochen werden und die Nichtabstiegsplätze zumindest in Nähe rücken. Gewinnen die Löwen das Spiel nicht, schwinden die Hoffnungen auf die Zweitliga-Fähigkeit der Mannschaft drastisch. Ein guter Grund also, um Stammspieler zu schonen, Spielern auf Formsuche eine Auszeit zu gönnen und anderen Spielern eine Chance zu geben.

 

Auf welchen Positionen könnte Kowarz wechseln?

 

Die zuletzt kritisierten Spieler Rubin Okotie, Marius Wolf und Korbinian Vollmann erhielten zumindest beim abschließenden Trainingsspiel am Sonntag-Nachmittag das Vertrauen und standen in der A-Elf. Aber auch Varianten mit Stefan Mugosa und Daylon Claasen wurden getestet. „Wir müssen sehen, welche Spieler sich anbieten und wer von der Bereitschaft her am Besten drauf ist“, sagt Korwarz.

Flügelspieler Claasen erhielt zuletzt vor einem Monat die Chance in der Startelf. Danach folgten in vier Spielen lediglich 21 Minuten Spielzeit. Zu wenig, um sich zu zeigen. Gerade auf der rechten Seite gibt es nach den durchwachsenen Leistungen von Stephané Mvibudulu (gegen den KSC) und Vollmann (gegen Fürth) eine neue Baustelle. Eine Chance hätte Claasen demnach verdient.

 

Lesen Sie hier: 1860 im DFB-Pokal - Möhlmann fehlt auch in Mainz

 

Für Neuzugang Mugosa lief es bislang nicht glücklich. Auch der bislang torlose 23-Jährige leidet unter dem bisweilen chancenarmen Spiel der Löwen. Wie Claasen erhielt auch Mugosa vor vier Wochen das letzte Mal die Chance in der Startformation. Bei seinen Einsätzen in der Schlussphase machte er keinen guten Eindruck - kam aber auch meist erst nach Rückständen ins Spiel. Eine Chance von Beginn an wäre ein gutes Zeichen an Mugosa, dass er nicht vollends hinter Okotie abgeschrieben ist.

 

Flügelwechsel von Wolf und Vollmann: "Hat zu Stabilität geführt"

 

Klar ist: Für Stammkeeper Vitus Eicher wird Stefan Ortega das Tor hüten. Ein Wechsel, der mit Möhlmann abgesprochen ist. Darüber hinaus sagt Kowarz, welche Umstellung ihm im Fürth-Spiel gefallen hat: Der Seitenwechsel von Wolf und Vollmann. Wolf auf der rechten, Vollmann auf der linken Seite - "das war mit der Kompaktheit dann ausschlaggebend dafür, dass wir im Endeffekt so gut nach vorne gespielt und uns Chancen erspielt haben.“

Kowarz reagierte auf die schlechte Anfangsphase der Löwen, in denen Fürth Dauerdruck entwickelte. "In den ersten zwanzig Minuten hatte Wolf extrem Probleme gegen Caligiuri (Marco, Rechtsverteidiger von Fürth, d. Red.). Vollmann hat dann auf der anderen Seite gegen Caligiuri sehr gut gespielt. Und Wolf ist auf der rechten Seite deutlich besser zurecht gekommen und hatte dann die Riesenchance", beschreibt der Interimstrainer. Eine Option auch für das Mainz-Spiel?

Jedenfalls brachte die Umstellung in Fürth nach Ansicht des 57-Jährigen in Fürth Erfolg: "Man hat gesehen, dass genau diese Maßnahme dazu geführt hat, dass eine gewisse Festigkeit und Stabilität in die Truppe rein kommt."

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