Spieler, Ziele, Sponsor: Alles neu bei den Löwen

Team, Marketing, Erwartungshaltung – was sich jetzt beim TSV 1860 München verändert: Schon diese Woche wird ein Spieler aus Spanien als Zugang präsentiert. Weitere sollen folgen.
| M. Wessing
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1860-Sportchef Gerhard Poschner
rauchensteiner/augenklick 1860-Sportchef Gerhard Poschner

München - Ein Händchen für die richtigen Lokalitäten haben die Verantwortlichen bei den Löwen. Zur Präsentation des neuen Partners MAN (Nutzfahrzeugunternehmen) luden sie zum chinesischen Turm. Es wird immer deutlicher: Der TSV 1860 erlebt in diesen Wochen mehr als nur ein Facelifting. Siebeneinhalb Wochen vor dem Saisonstart bauen Geschäftsführer Markus Rejek und Co. den Verein um. Was sie anpacken, was sie vorhaben:

Marketing: Die Partnerschaft mit dem Weltkonzern MAN, der auch den FC Bayern unterstützt, soll nur der Anfang sein. „Das ist ein erstes großes Ausrufezeichen und ein richtiges Signal. Wir sind in Gesprächen mit weiteren Unternehmen“, sagt Markus Rejek. Das ist auch nötig. So will der bisherige Premiumpartner Hacker-Pschorr sein Engagement reduzieren, Ex-Präsident Dieter Schneider sprang als Geldgeber komplett ab. Der Deal mit MAN soll der Anfang zur Besserung sein. So wird das Unternehmen auch den neuen Mannschaftsbus stellen (Kosten: etwa 600.000 Euro), inklusive WLAN und Screens an den Plätzen, über die Neu-Trainer Ricardo Moniz noch im Bus taktische Anweisungen geben kann. Zudem: Ledersitze, Küchenzeile, Beinauflagen.

Die Mannschaft: Der Transfer von Ilie Sanchez vom FC Barcelona II ist fix. Das ließ Rejek indirekt durchblicken. Angesprochen auf den 23-jährigen Mittelfeldspieler sagt er: „Diese Woche wird noch etwas verkündet. Danach werden aber noch weitere Spieler kommen.“ Hauptverantwortlich dafür: Sportdirektor Gerhard Poscher. Rejek erklärt: „Wir haben einen Plan! Für alle gesuchten Positionen haben wir Lösungen parat.“ Darunter befinden sich auch deutsche Spieler. „Es kommen nicht alle aus dem Ausland.“ Rejek ist begeistert, Spieler wie Sanchez verpflichten zu können. „Wir haben eine sehr starke Fehleranalyse gemacht und sind sehr ambitioniert. Die neuen Spieler sind Teil dieses Plans.“

Erwartungshaltung: In den letzten Jahren waren stets die gleichen Parolen zu hören: Aufstieg – sonst nichts. Die Löwen sind zurückhaltender. Rejek sagt: „Wir brauchen einen Vertrauensvorschuss von den Fans. Ich kann jetzt nicht sagen: Vertraut uns! Dafür haben sich die Fans in den letzten Jahren schon häufig genug etwas erhofft.“ Doch freilich macht der 1860-Geschäftsführer auch Mut: „Ich würde mir eine Dauerkarte kaufen und habe einen Riesenbock auf die neue Saison! Wir wollen den Fans einen Fußball bieten, der Spaß macht.“

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