Sechzigs Kult-Zeugwart Stegmann feiert doppeltes Jubiläum: "Ich bleib' bis zum Aufstieg – und dann..."

Sechzigs Kult-Zeugwart Norbert Stegmann feiert Geburtstag – und 30-Jähriges bei 1860: "Mit 77 Jahren, da hat man immer noch Spaß daran."
Matthias Eicher
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Eine Institution beim TSV 1860: Kult-Zeugwart Norbert "Steges" Stegmann
Eine Institution beim TSV 1860: Kult-Zeugwart Norbert "Steges" Stegmann © sampics

"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!" Der Kult-Schlager aus dem Jahr 1977 von Udo Jürgens wird heute noch bei vielen 66. Geburtstagen geträllert. Stichwort Siebenundsiebzig: 1860-Zeugwart Norbert Stegmann legt noch eine ganze Elf an Lebensjahren drauf. Der "Steges", wie ihn beim TSV alle liebevoll nennen, wird am Mittwoch 77 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

"Mit 77 Jahren, da hat man immer noch Spaß daran", sagt Sechzger-Urgestein Stegmann der AZ in Anspielung an den Jürgens-Song über seine unerschütterliche Motivation, den Blauen die Trikots überall hinterherzutragen.

"Ich bin nicht nur Zeugwart aus Leidenschaft, ich bin Mädchen für alles. Ich kenne die Marotten der Spieler, wer welche Schienbeinschoner braucht und wer aus Aberglaube immer dieselben Socken trägt – und wenn sie schon Löcher haben. Aber das kann man alles nicht in die Zeitung schreiben", sagt Stegmann lachend.

Stegmann hat auch schon den jungen Volland erlebt

Der Mann, der bei 1860 mit all seinen Höhen und Tiefen ("Ich habe zwischen 700 und 800 Spieler betreut, aber bei den Trainern habe ich aufgehört zu zählen") eine ruhige Rente verweigert, kümmere sich auch um die Bestellungen und Beflockungen jeglicher Trikots der Mannschaft und der Bekleidung des Trainerstabs.

Eine Vorliebe habe Stegmann für Spieler, die 1860 in die weite Fußballwelt verlassen und irgendwann zurückkommen. "Es hat mich sehr gefreut, dass die verlorenen Söhne Kevin Volland, Flo Niederlechner und Kilian Jakob heimgekommen sind." Ex-Nationalspieler Volland habe Stegmann schon als junger Hüpfer "als großes Talent, Führungsspieler und Schlitzohr" geschätzt.

Apropos Schlitzohr: Auch mit einem gewissen Sascha Mölders, Ex-1860-Torjäger und selbsterklärte "Wampe von Giesing", stehe er ebenso noch in Kontakt wie mit einigen anderen Ex-Löwen, zudem werde er immer wieder von einstigen Schützlingen geherzt.

Stegmann kam 1996 zum TSV 1860

Vor fünf Jahren hatte Stegmann, der seit Juli 1996 als Jugend-Betreuer im Verein ist und 2016 zu den Profis aufgestiegen ist, im AZ-Interview über seinen Herzensverein erklärt: "Ich bleibe bei Sechzig, bis sie mich raustragen!" Jetzt sagt er: "Das gilt immer noch. Ich bleibe, solange es meine Gesundheit zulässt und mich der Verein braucht. Wobei ich auch mal gesagt habe: Ich bleib’ bis zum Aufstieg – und dann noch ein Jahr Zweite Liga."

Na das wäre doch was, wenn Stegmann sein 30-Jähriges bei 1860 mit der Rückkehr in die Liga krönen würde, in der er vor zehn Jahren sein "Profi-Debüt" feiern durfte, oder? "Das wäre ein Traum", sagt Stegmann über die Rechnung, dass es im Falle einer erfolgreichen Aufholjagd des TSV in anderthalb Jahren soweit sein könnte.

"Ich bin Optimist", sagt er auf die Frage, was ihm Hoffnung mache: "Wir haben einen schlagkräftigen Kader, eine super Stimmung im Team und jetzt gegen Essen hat man gesehen, dass wir die ganzen Ausfälle wegstecken können. Außerdem ist es in dieser Liga sowieso eng bis zum Schluss, also muss man bis zum Schluss dran glauben!"

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