Löwen mit Wiesn-Kater? Das sagt 1860-Trainer Alper Kayabunar

Torjäger Niederlechner scherzt mit der AZ über Sieger-Masserl, Coach Kayabunar zeigt sich erfreut über die Entwicklung der Löwen - am Samstag in Burghausen soll der zweite Oktoberfest-Dreier her.
Matthias Eicher |
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Trainer des TSV 1860: Alper Kayabunar.
Trainer des TSV 1860: Alper Kayabunar. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

Florian Niederlechner grinste, als er den AZ-Reporter am Freitagvormittag fragte: "Servus! War scho Pressekonferenz?" Auf die Antwort, bei der demnächst startenden PK gerne eine Frage des Sechzger-Stürmer einbauen zu können, meinte der 35-Jährige lachend: "Hat’s gepasst mit der Anzahl der Sieger-Masserl?"

Der Torjäger und Kurvenliebling des TSV 1860 spielte damit auf seinen Plan an, den er der AZ und weiteren Medien gegenüber bereits nach dem unglücklichen 1:1 in Fürth ausgerufen hatte, "eine bessere Wiesn zu spielen, als im Vorjahr" - 2025/26 war 1860 sieglos geblieben, Coach Patrick Glöckner und Sport-Boss Christian Werner waren prompt dem immensen Aufstiegsdruck des Drittliga-Topfavoriten zum Opfer gefallen.

Löwen mit Wiesn-Kater? Das sagt Kayabunar

2026/27, eine Saison später und eine Liga tiefer, ist das niederlechnersche Vorhaben durch den verdienten Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg II (2:0) schon Realität geworden: Der erste Wiesn-Dreier ist eingefahren, Chefcoach Alper Kayabunar hatte dem Team danach zwei freie Tage gegeben und für den obligatorischen Oktoberfestbesuch auf ein Alkoholverbot verzichtet. Also, Herr Kayabunar, im Namen von Niederlechner: "Hat das gepasst mit der Anzahl der Sieger-Masserl?"

"Das kann ich nicht beantworten, weil ich nicht dabei war auf der Wiesn", konterte Kayabunar auf AZ-Nachfrage mit einem Lächeln im Gesicht, schob aber hinterher: "Im Training haben die Jungs alle einen guten Eindruck gemacht." Was da auch immer im Blut gewesen sein könnte bei den Blauen, es wurde erfolgreich ausgenüchtert oder spätestens auf dem Rasen wieder rausgeschwitzt.

Die Löwen haben aktuell gut lachen, wie die ganzen Wiesn-Begleiterscheinungen und der lockere Umgang damit zeigen. Kein Wunder, sind sie doch mit sieben Punkten im Gepäck aus der zurückliegenden Englischen Woche auf dem Vormarsch (Dritter), eine weiß-blaue Weiterentwicklung war in mehreren Bereichen ersichtlich: drei weitgehend dominante Duelle, drei Löwen-Führungen, zwei Zu-Null-Heimsiege - und nur in Fürth einen unglücklichen Treffer per Strafstoß kassiert. Offensiv wie defensiv zeigt sich 1860 verbessert, da geordneter, eingespielter.

Auf 1860 wartet ein schweres Auswärtsspiel in Burghausen

"Die Stimmung ist sehr gut nach so einem überzeugenden Heimsieg", bestätigt auch Kayabunar und sagt mit Blick auf das anstehende, schwere Auswärtsspiel beim Viertliga-Achten Wacker Burghausen (Samstag, 14.45 Uhr, AZ-Liveticker) voller Überzeugung: "Wir spielen eine gute Runde, haben uns gut weiterentwickelt. Wir glauben auch in Burghausen fest an den Sieg!"

Die Mission ist klar, nach dem Auftakt-Dreier gegen den kleinen Glubb soll nun der Wiesn-Sixpack her. Und nein, kein Sechserpack Bier von der Tankstelle, sondern die Oktoberfest-Punkte Nummer vier, fünf und sechs. Her damit!

Am Dienstag steht Sechzigs traditioneller Wiesn-Besuch statt

Damit es anstelle des angestrebten Erfolges beim offensivstarken SV Wacker (24 Tore) kein blaues Wunder setzt, hob Kayabunar seinen mahnenden Zeigefinger, bevor die Giesinger drei Tage nach dem Burghausen-Spiel beim offiziellen Wiesn-Besuch im Hacker-Zelt ihre nächsten Maßkrüge hochhalten wollen: "Ich glaube, dass jeder Spieler nochmal eine Extramotivation hat gegen Sechzig. Das höre ich auch immer wieder von Spielern, mit denen ich selbst zusammengearbeitet habe: Da spielt jeder am liebsten gegen Sechzig, vor allem vor einer so großen Kulisse."

Eine persönliche Warnung sprach Kayabunar vor Ex-Löwen aus, der mit brandaktuell 60 Toren zu Wackers Rekordtorjäger avanciert ist: Felix Bachschmid. "Bachi gehört sicherlich zu den besten Spielern der Liga, auf den wir sehr gut aufpassen müssen."

Genau, denn sonst könnten Torjäger-Kollege Niederlechner und den Sechzgern die nächste Maß zum Halse heraushängen.

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