Sascha Mölders nach Jena bedient: Müssen dieses Spiel aufarbeiten

Löwen-Trainer Daniel Bierofka hadert. Sascha Mölders fordert eine Aufarbeitung. Und Stefan Lex hat eine "couragierte Leistung" gesehen. Die AZ hat die Stimmen zur Niederlage des TSV 1860 gegen den FC Carl Zeiss Jena.
| Patrick Mayer
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München - "Ärgerlich". "Zu wenig". "Mehr als unglücklich". Beim TSV 1860 waren sich die Protagonisten nach dem 1:3 gegen Abstiegskandidat Carl Zeiss Jena einig: So werden die Löwen in der 3. Liga Probleme bekommen. 

Kapitän Sascha Mölders war völlig bedient, Quirin Moll und Stefan Lex wirkten ratlos, Trainer Daniel Bierofka haderte mit dem Spielverlauf - die Reaktionen zum Spiel:

Sascha Mölders: "Es ist ärgerlich"

Sascha Mölders: "Es ist bitter. Alles in allem war es zu wenig, das muss man ehrlich sagen. Das war nicht, was wir wollten. Wir haben uns viel vorgenommen, wollten aus den letzten drei Spielen sieben Punkte holen. Jetzt haben wir noch das Spiel gegen Lautern. Aber natürlich müssen wir dieses Spiel jetzt erst mal aufarbeiten, das ist klar. Es ist ärgerlich. Es ist ärgerlich, keine Frage."

Löwen-Trainer Daniel Bierofka: "Das, was alles für Jena gelaufen ist, ist alles gegen uns gelaufen. Wenn du nach so kurzer Spielzeit aus einem Einwurf in der gegnerischen Hälfte ein Tor kassierst, ist es schon mehr als unglücklich, wenn man es noch moderat ausdrücken will. Danach haben wir das Spiel kontrolliert, haben mit Adriano Grimaldi eine Riesen-Torchance direkt vor der Roten Karte wo er den Ball nicht ins Tor bringt. Hepp darf nie und nimmer da ein Foul machen, muss einfach mitlaufen und selbst, wenn der Gegner vorbeiläuft: Dann flankt er halt das Ding. Wieder eine unglückliche Situation für uns. Dann haben wir auch 4-3-2 umgestellt, um zu sehen, dass wir in den torgefährlichen Bereich kommen. Wir haben es mit zehn Mann auch ganz gut gemacht: Wenn man sieht, wie viele Standards wir hatten, wie viele Torchancen mit Adi nochmal. Dann machen wir den Ausgleich und kriegen dieses Eckentor, als wir nochmal umstellen wollten. Dann musst du einfach 'all in' gehen. Ich glaube, heute haben wir uns einfach selber geschlagen." (Lesen Sie auch: Daniel Bierofka hadert nach Pleite)

Quirin Moll: "Haben zu zehnt alles rausgehauen"

Quirin Moll: "Es war ein schwer umkämpftes Spiel, von Anfang an. Das 0:1 bekommen wir zu einem richtig schlechten Zeitpunkt, auf einmal läuft der aufs Tor zu. Das darf uns nicht passieren, so in Rückstand zu geraten. Den Platzverweis lasse ich mal dahingestellt. Wir haben zu zehnt besser gespielt, am Ende haben wir die zwingenden Torchancen aber nicht gemacht. Wir haben zu zehnt alles rausgehauen. Ich will keinem den Kampf abschreiben, aber es war zu wenig."

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…über die fußballerische Entwicklung: "Zu zehnt haben wir sie nicht so schlecht bespielt, für das, dass wir ein Mann weniger waren. Die Wetterverhältnisse waren schwierig, das darf aber keine Ausrede sein. Vielleicht müssen wir dann mit anderen Mitteln kommen, vielleicht zwingender über die Außen. Wir müssen uns was einfallen lassen."

...über die Tabellensituation: "Wir wollen in jedem Spiel die maximale Punktausbeute holen, damit wir da nicht unten reinrutschen. Jetzt müssen wir die Köpfe wieder zusammenstecken und im letzten Spiel hier zu Hause alles raushauen, um die drei Punkte hier zu behalten."

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Stefan Lex: "Wir waren zu zehnt nicht die schlechtere Mannschaft, hatten das Spiel gut im Griff, haben wenig zugelassen, bis auf das 1:3. Wenn du aus dem Spiel heraus so gut verteidigst, darfst du davor aber kein Standardtor bekommen. Recht schlecht haben wir es nicht gemacht. Wir hatten die klareren Chancen, waren aber vielleicht zu naiv. Ich fand jedoch nicht, dass wir verunsichert waren. Es ist immer eine Frage, wer den ersten Lucky Punch macht. Es war eine couragierte Leistung – und mehr drin."

...über die Tabellensituation: "Wir sind in einer ganz guten Ausgangslage, es ist noch nichts passiert. Aber natürlich müssen wir punkten. Dafür müssen wir aber die Standards konsequenter verteidigen. Wir müssen schauen, dass wir nächste Woche mit einem Dreier ruhige Weihnachten feiern können."

Grimaldi über Chancen-Fluch: "Ist halt manchmal so"

Adriano Grimaldi: "Ich glaube die Gelb-rote Karte geht in Ordnung. Waren vorher schon nicht gut. Trotzdem sind wir mit zehn Mann teilweise besser gewesen, als der Gegner und auch besser als vorher. Wir haben uns dann ab dem 1:1 vorgenommen, das zu halten. Dann kriegen wir das 1:2. Völlig frei kommt der da zum Abschluss. Das darf natürlich nicht passieren."

... über seine Tor-Flaute: "Ist halt manchmal so. Manchmal mach ich sie, manchmal nicht. Ich muss da wieder hinkommen, dass ich sie mache. Ich brauche einfach wieder die Ruhe, die Dinger reinzumachen."

Lesen Sie hier: Wo der TSV 1860 den FC Bayern aussticht

TSV 1860 gegen Jena: Pleite-Löwen in der Einzelkritik

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