Rote Karte dem Rassismus: Auch Sechzig und Magdeburg setzen Zeichen

Der 25. Spieltag der Dritten Liga steht unter dem Zeichen: "Rote Karte dem Rassismus - Einer von Uns - Leroy Kwadwo". Auch der TSV 1860 und der 1. FC Magdeburg beteiligen sich an der Aktion.
| AZ/dpa
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Leroy Kwadwo (FC Würzburger Kickers) wird rassistisch von einem Zuschauer (nicht im Bild) beleidigt. Julian Schauerte (SC Preußen Münster) tröstet ihn.
imago images/Nordphoto Leroy Kwadwo (FC Würzburger Kickers) wird rassistisch von einem Zuschauer (nicht im Bild) beleidigt. Julian Schauerte (SC Preußen Münster) tröstet ihn.

München - Nach dem Rassismus-Vorfall während des Spiels zwischen Preußen Münster und den Würzburger Kickers in der vergangenen Woche setzen Vereine, Schiedsrichter und Einlaufkinder in der 3. Fußball-Liga am bevorstehenden Spieltag ein Zeichen gegen Rassismus.

Unter dem Motto "Rote Karte dem Rassismus - Einer von Uns - Leroy Kwadwo" werden die Beteiligten beim Einlaufen mit einheitlichen T-Shirts auf die Aktion hinweisen. "Wir stehen zusammen gegen jeden, der unsere Werte angreift. Die Reaktion sowie der Zusammenhalt der Fans und Vereine sind beeindruckend - sowohl unmittelbar nach dem beschämenden Vorfall von Münster als auch jetzt, wenn es darum geht, weiter gemeinsam gegen Rassismus einzutreten", sagte Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Deshalb sei die Aktion an diesem Spieltag ein "starkes Signal". 

Auch am Sonntag im Grünwalder Stadion (13 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) werden sich der TSV 1860 und der 1. FC Magdeburg an der Aktion beteiligen. 

Erst kürzlich haben die Stadt München und die nutzenden Vereine des Grünwalder Stadions ein starkes gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und Gewalt gesetzt und eine sogenannte Antidiskriminierungsvereinbarung getroffen. Die neuen Richtlinien untersagen etwa diskriminierende Äußerungen, Gegenstände oder sichtbare Tätowierungen, Verstöße werden mit Hausverboten und Stadionverweisen geahndet.

Rassismus-Täter bereits festgenommen

Der Würzburger Spieler Leroy Kwadwo war in Münster in der Schlussphase des Spiels von einem Zuschauer durch Affenlaute verhöhnt worden. Der Täter wurde durch Fans für die Ordnungskräfte erkennbar gemacht, dann gestellt und festgenommen. Zudem machten Anhänger mit "Nazis raus"-Rufen ihre antirassistische Haltung deutlich.

Leroy Kwadwo (FC Würzburger Kickers) wird rassistisch von einem Zuschauer (nicht im Bild) beleidigt. Julian Schauerte (SC Preußen Münster) tröstet ihn.
Leroy Kwadwo (FC Würzburger Kickers) wird rassistisch von einem Zuschauer (nicht im Bild) beleidigt. Julian Schauerte (SC Preußen Münster) tröstet ihn. © imago images/Nordphoto

"Die Aktion zeigt uns allen eindrucksvoll, welche Kraft unser Fußball hat und wie groß der Zusammenhalt der gesamten Fußball-Familie ist. Ich habe unglaublich viele aufmunternde Worte und Nachrichten diese Woche erhalten", sagte der 23-jährige Kwadwo. Im unmittelbaren Anschluss an die Aktion wird bei allen zehn Spielen zudem eine Gedenkminute für die Opfer von Hanau durchgeführt.

Lesen Sie hier: Köllner bestätigt - Gebhart fällt gegen Magdeburg aus

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