Nächste Eskalationsstufe beim TSV 1860: Ismaik holt sich Gauweiler ins Boot

Der Zoff um den vergangene Woche durch den e.V. gekündigten Kooperationsvertrag mit Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik geht in die nächste Runde. Zuletzt hatte der Jordanier bereits angekündigt, juristisch gegen die Kündigung vorgehen zu wollen. Nun ist offenbar auch klar, wer ihn dabei als Anwalt vertreten soll: kein Geringerer als Peter Gauweiler. Dies bestätigte die HAM-Seite der AZ. Zuerst berichtete die "Süddeutsche Zeitung" darüber.

Der Münchner Jurist und jahrelange CSU-Politiker wurde damit beauftragt, gegen die Kündigung des 2011 abgeschlossenen Kooperationsvertrags durch den Mutterverein vorzugehen und den Fortbestand der gemeinsamen Spielbetriebsgesellschaft sicherzustellen. Nachdem die Profifußball-KGaA aufgrund der Kündigung zuletzt ihr Spielrecht an den e.V. verloren hatte, ist sie von der Insolvenz bedroht. In diesem Falle wären die Anteile von Ismaik praktisch wertlos.
Gauweiler hat an mehreren großen Gerichtsprozessen mitgewirkt
Der 76-jährige Gauweiler hat über die Jahre hinweg an gleich mehreren Gerichtsprozessen mitgewirkt, welche öffentlich große Aufmerksamkeit erfahren haben. So verklagte er für Mandanten in mehreren Fällen die Deutsche Bank, erstritt für den Medienunternehmer Leo Kirch vor dem Bundesgerichtshof Schadensersatz oder vertrat gemeinsam mit seiner Kanzlei Bub, Gauweiler und Partner den Staat Katar in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger. Nun hat er also das Mandat von 1860-Investor Hasan Ismaik erhalten.