Nach möglichen Geisterspielen: 5.000 Fans im Grünwalder Stadion?

Der TSV 1860 spricht sich für Geisterspiele in der 3. Liga aus. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel hat nun erklärt, wie es nach der zuschauerfreien Zeit im Grünwalder Stadion aussehen könnte.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Hat keinen weiteren Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt: Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel.
sampics/Augenklick Hat keinen weiteren Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt: Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel.

München - Der Spielbetrieb in der 3. Liga ruht wegen der Corona-Pandemie – wann und ob es überhaupt weitergeht? Unklar. Bei den Vereinen haben sich zwei Lager aufgetan: Die Mehrheit spricht sich für eine Fortsetzung der Liga mit Geisterspielen aus, acht Mannschaften wollen den Abbruch der Saison.

Der TSV 1860 gehört zur ersten Fraktion – die Löwen wollen unbedingt, dass die 3. Liga zu Ende gespielt wird. Auch, wenn die Mannschaft dafür ohne Zuschauer spielen muss.

Im Interview mit der "Bild" hat sich Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel nun zu einem möglichen Szenario nach den Geisterspielen geäußert. Der 48-Jährige bringt dabei eine teilweise Stadionauslastung ins Gespräch. "Nach den Geisterspielen muss es mittelfristig Gedanken über einen zweiten Schritt geben" ,sagt Gorenzel. "Wenn ich klare Auflagen habe, wieviele Leute in einen Baumarkt dürfen – warum sollte es nicht möglich sein, 30 Prozent der Fans von normalerweise 15.000 in unser Stadion zu lassen? Unter strikten Einlass-Regeln natürlich."

Hat keinen weiteren Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt: Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel.
Hat keinen weiteren Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt: Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. © sampics/Augenklick

Gorenzel schließt Maskenpflicht im Stadion nicht aus

Würde bedeuten: Nach einer Lockerung der Maßnahmen dürften rund 5.000 Zuschauer ins Grünwalder Stadion. Auch eine mögliche Maskenpflicht im Stadion schließt Gorenzel nicht aus: "Auch darüber wird man diskutieren müssen. Die Frage ist: Haben wir lieber gar keinen Fußball bis 2021? Oder Fußball unter gewissen Bedingungen?" Ob es wirklich zu solch einem Szenario kommen wird, ist jedoch noch mehr als fraglich. Denn auch mit rund 5.000 Fans im Stadion ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Anhänger den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können oder wollen.

Doch bevor sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Drittligisten über solche Fragen Gedanken machen müssen, geht es jetzt eh erstmal darum, den Spielbetrieb mit Geisterspielen zu ermöglichen.

Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren