Mit Kampf und Kopf in den Keller-Krimi

Der TSV 1860 trifft am Freitag auf den Tabellenletzten Duisburg. „Angst ist so ein großes Wort“
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Fordert mehr Tore und mehr Konsequenz, denn sonst wird es eng für den TSV 1860 im Abstiegskampf: Löwen-Trainer Benno Möhlmann.
sampics/Augenklick Fordert mehr Tore und mehr Konsequenz, denn sonst wird es eng für den TSV 1860 im Abstiegskampf: Löwen-Trainer Benno Möhlmann.

München - "Jetzt geht es ans Eingemachte!“ 1860-Trainer Benno Möhlmann wollte nicht groß herumreden: Das Auswärtsspiel der Löwen am 30. Spieltag beim MSV Duisburg (18.30 Uhr) ist ein absoluter Keller-Krimi. Letzter gegen Drittletzten, die Zebras liegen nach dem 2:1-Überraschungs-Sieg in der vergangenen Woche gegen Nürnberg mit 22 Punkten nur noch drei Zähler hinter den Sechzgern. Sollten die Löwen mit drei Toren Differenz verlieren und der Vorletzte Paderborn siegen, wäre Duisburg dem Verbleib im Unterhaus so nahe wie lange nicht. Und 1860 Letzter.

Ob daher vor dem „Kopf- und Kampfspiel“, wie es Jan Mauersberger formulierte, Nervenflattern herrsche? „Angst ist so ein großes Wort“, sagte Möhlmann am Donnerstag, „wir haben ein Spiel, in dem es von der Psyche her für den Gegner noch mehr darauf ankommt als für uns. Dagegen müssen wir gewappnet sein.“

Familie Mölders: Nichtabstiegsplan für die Löwen und Zebras

Dabei gestand der 1860-Cheftrainer, dass sich der auch bei ihm der Druck vergrößert habe: „Wenn ich jetzt morgens aufstehe, ist es anders als vor vier Wochen: Ich bin mit meinen Gedanken viel schneller bei der Mannschaft. Vor einigen Wochen konnte man sich noch hinter der Anzahl der Spiele verstecken“ – jetzt sind es nur noch fünf. Auf die Frage, ob Möhlmann ein Déjà-Vu des Hinspiels unterschreiben würde, das nervöse Löwen in einem schwachen Spiel dank eines Treffers des mittlerweile abgewanderten Marius Wolf mit mehr Glück als Geschick gewonnen hatten, antwortete er rhetorisch: „Darauf wollen Sie keine Antwort, oder?“

Er weiß: Nur ein Sieg zählt. Egal wie. Einer, dessen Standards nicht nur zehn der letzten zwölf Treffer vorausgingen, sondern der eine andere Herangehensweise pflegt, ist Spielmacher Michael Liendl. „Was viel Geileres als ein ausverkauftes Haus in einem Spiel, wo es um wirklich viel geht, gibt es nicht. Das ist doch cool, daraus kann man auch eine Motivation ziehen“, sagte Liendl dem „kicker“, „es gehört eine gewisse Lockerheit dazu.“ Auch eine Art, mit dem Druck umzugehen.

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