Martin Max: 1860-Untergang ist Schuld von Falko Götz

Martin Max ging von 1999 bis 2003 für den TSV 1860 München auf Torejagd und wurde zweimal Torschützenkönig. 2004 wechselte er zu Hansa Rostock, bei den Löwen ging es sportlich bergab. Das lag laut Max vor allem an Trainer Falko Götz.
| AZ/Julian Huter
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Martin Max spielte von 1999 bis 2003 für die Löwen
Rauchensteiner/Augenklick Martin Max spielte von 1999 bis 2003 für die Löwen

München - Wenn der TSV 1860 am Samstag (14 Uhr/BR und im AZ-Liveticker) bei Hansa Rostock antritt, werden wohl zwei Herzen in der Brust von Martin Max schlagen. Der ehemalige Stürmer erlebte bei Sechzig die erfolgreichste Zeit seiner Karriere. In 138 Einsätzen für den TSV erzielte Max 71 Treffer, 2000 und 2002 war er sogar Bundesliga-Torschützenkönig. Zur Saison 2003/04 wechselte der damals 34-Jährige ablösefrei nach Rostock und schoss auch im fortgeschrittenen Fußballer-Alter noch 20 Tore und führte Hansa sensationell auf Platz 9.

TSV 1860 steigt ohne Max aus der Bundesliga ab

Mit Max verließ damals auch der sportliche Erfolg die Löwen: 2003 beendete der TSV die Saison noch als Zehnter - 2004 stiegen die Giesinger aus der Bundesliga ab und kehrten seitdem nicht mehr zurück. Den damaligen Absturz macht Götz an einer Personalie fest. "Der Untergang von Sechzig trägt einen Namen: Falko Götz", sagte Max "liga-drei.de". Genauer ins Detail gehen wollte er dem Portal zufolge allerdings nicht. Er möchte nicht nachtreten - zu positiv sei seine Zeit in Giesing insgesamt gewesen.

Götz hatte die Löwen im März 2003 von Peter Pacult übernommen, obwohl sie zu dieser Zeit auf Platz acht im Bundesliga-Tableau rangierten. Der damalige Sechzig-Präsident Karl-Heinz Wildmoser hatte zu versinken. Götz konnte ihm diese Angst nur vermeintlich nehmen - unter dem Mann mit der Föhnwelle ging es steil bergab. Im Schnitt holten die Löwen in der Götz-Ära nur 1,10 Punkte pro Spiel. Von seinen letzten zehn Partien verlor Götz sieben und wurde im April 2004 entlassen.

Martin Max arbeitet heute für Schalke

Martin Max, 1997 einer der Schalker "Eurofighter", arbeitet heute im Jugendbereich der Königsblauen. Als Ausbildungstrainer trainiert er die Stürmer der Junioren-Mannschaften. "Dreimal in der Woche, drei Spieler pro Team volles Offensivprogramm: Laufwege, Finten, Torinstinkt und Torschüsse bis ins kleinste Detail erarbeiten, fördern und stabilisieren", so beschreibt der heute 51-Jährige seinen Arbeitsalltag.

Bei Sohnemann Philipp Max haben die Trainingsmethoden anscheinend gut gegriffen. Der Linksverteidiger, der auch mal in der Löwen-Jugend kickte, ist heute ein gestandener Bundesliga-Profi beim FC Augsburg und gewann mit der deutschen Olympiamannschaft in Rio de Janeiro 2016 die Silbermedaille

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