Löwen vor Rückrundenstart: "Wir sind alle heiß"

Die Löwen starten mit dem Derby gegen den Club in die Mission Klassenerhalt. „Wir stehen besser da als vorher“, sagt Möhlmann, der auf Neuzugang Sukalo verzichten muss. „Die Schmerzen sind wieder da“
| Matthias Eicher
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Ab Samstag gilt's für die Löwen: Mission Abstiegskampf
Rauchensteiner/Augenklick Ab Samstag gilt's für die Löwen: Mission Abstiegskampf

München – Wochenlang haben die Löwen geackert und geschwitzt. Unzählige Einheiten in der Winter-Vorbereitung mit Gewichte schleppen, knackigen Ausdauerläufen, intensiven Spielformen und was sich Trainer Benno Möhlmann eben sonst einfallen ließ, um sein Team zu verbessern. Sowohl im spanischen Trainingslager als auch in der Heimat arbeiteten die Löwen nur für einen Zweck: die Mission Klassenerhalt.

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Am Samstag geht‘s nun endlich wieder los: Der TSV 1860 trifft im Auftaktspiel nach der Winterpause auf den 1. FC Nürnberg (13 Uhr, live bei Sky) – ein Derby-Kracher zu Beginn der Rest-Rückrunde. „Wir haben genug über unsere Situation geredet, über die Gründe, die uns da hingebracht haben. Auch über die Möglichkeiten, das zu verbessern und die Wichtigkeit der letzten 15 Spiele. Jetzt geht es wieder auf den Platz – es geht um Tore und Siege“, erklärte Möhlmann auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Club, „die Zuschauer sind heiß, genauso wie die Spieler – wir sind alle heiß.“

 

Auftakt gegen den Tabellendritten

 

Die heißen Löwen bekommen es dabei gleich mit einen schweren Brocken zu tun: Der FCN ist Tabellen-Dritter, hat den zweitbesten Sturm der Liga. Möhlmanns Löwen können davon als Vorletzter mit nur 14 Punkten und 15 Toren nur träumen. „Es ist eine Mannschaft, die oben in der Tabelle steht und die letzten fünf Spiele gewonnen hat. Sie haben im Winter auch nicht geschlafen, werden vielleicht noch besser sein“, sagte Möhlmann, der dank fünf Neuverpflichtungen, einer gelungenen Vorbereitung ohne Verletzungen und vier Testspielen ohne Niederlage weiß: „Wir stehen besser da als vorher.“

Bessere Löwen gegen bessere Cluberer also – die Fans können sich auf etwas gefasst machen. Schon 46 500 Karten sind laut 1860-Presseabteilung verkauft, man rechnet mit 52 000 Zuschauern. Da werden Erinnerungen wach an die irre Partie wach, als Nürnberg zum letzten Mal in der Arena gastierte: Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison lagen die Löwen 0:1 zurück, drehten das Spiel und hatten Riesen-Glück, dass den Gästen ein regulärer Treffer zum 2:2 aberkannt wurde – das Ganze vor einer Rekordkulisse von 68 500 Zuschauern. 2:2 lautete auch das Ergebnis in der Hinrunde, als die Löwen hätten siegen müssen, die Treffer von Daniel Adlung und Kai Bülow am Ende doch zu wenig waren.

 

Die Hoffnung liegt auf den Neuzugängen

 

Diesmal setzt man die Hoffnungen im Abstiegskampf hauptsächlich in die Neuzugänge: Möhlmann ist vom neuen Quintett überzeugt, weil alle Spieler „menschlich in Ordnung sind, eine gute fußballerische Qualität haben und uns weiterbringen werden.“ Neben den schnellen Erstliga-Leihspielern Levent Aycicek und Maximilian Beister hat Sportchef Oliver Kreuzer mit Sascha Mölders (30), Jan Mauersberger (30) und Goran Sukalo (34) Erfahrung und Routine an Bord geholt. Außerdem: Die Löwen sind jetzt länger. Das besagte Trio Mölders (1,85 Meter), Mauersberger (1,94) und Sukalo (1,93) soll Standards wieder zu einer Waffe machen. Dumm nur, was sich beim Abschlusstraining ereignete: Sukalo musste die Einheit mit Adduktorenproblemen abbrechen.

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„Es geht leider nicht, die Schmerzen sind wieder da“, klagte Sukalo, als er geknickt in die Kabine trabte. Sportchef Oliver Kreuzer reagierte pragmatisch: „Schade. Müssen wir sein Debüt eben um eine Woche verschieben. Besser, als wenn er gegen Nürnberg anfängt, sich verletzt und drei Wochen ausfällt. Deswegen haben wir einen großen Kader, es springt eben ein anderer ein.“ Dieser heißt entweder Dominik Stahl oder Kai Bülow. Geht es nach Möhlmann, ist es egal: Er wolle „alle Spieler fordern, nur so können wir erfolgreich sein“. Keinen Platz im 18er-Kader haben übrigens Gui Vallori,Daylon  Claasen, Stephan Hain und Milos Degenek. Der Konkurrenzkampf wird härter.

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