Löwen-Neuzugang: Liendl lohnt sich

Michael Liendl kommt vom Liga-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf zum TSV 1860. Der Spielmacher wird einen Zweijahresvertrag erhalten und soll die Torflaute der Stürmer beenden.
| Matthias Eicher
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Michael Liendl wechselt von Fortuna Düsseldorf zu den Sechzigern, soll dort die Rolle des Spielmachers übernehmen.
Rauchensteiner/Augenklick Michael Liendl wechselt von Fortuna Düsseldorf zu den Sechzigern, soll dort die Rolle des Spielmachers übernehmen.

München - Michael Liendl ist da! Noch ist er zwar offiziell kein Löwe, aber das hängt nur noch vom Bestehen des Medizinchecks ab. Er, der der neue Löwen-Spielmacher werden wird. 1860-Sportchef Necat Aygün ist schon länger am 29-jährigen Österreicher dran, zuletzt scheiterte der Deal nach AZ-Informationen nur an der Ablöse. Inzwischen hat man sich geeinigt, er wird für zwei jahre unterschreiben. Dringend nötig, denn die Löwen plagt ein Problem, bei dem Liendl weiterhelfen kann: Acht Tore und sechs Vorlagen lieferte er in der vergangene Saison für Fortuna ab – seine Torgefahr kann Sechzig dringend gebrauchen.

Vier Liga-Spiele hat das Team von Trainer Torsten Fröhling absolviert, mit nur zwei Zählern ist man Sechzehnter. Und besonders arg: Bisher gab’s erst zwei Tore, keins davon durch einen Stürmer. „Für das, was wir geleistet haben, ist die Punkteausbeute nicht gut“, gibt Rubin Okotie zu. Nur Kai Bülow und Daniel Adlung kamen beim 2:2 in Nürnberg in den seltenen Genuss des Torerfolges. Das war’s dann auch mit Sturm und Drang vor dem gegnerischen Tor. Je 0:1 gegen Heidenheim und Freiburg, 0:0 gegen Berlin stehen zu Buche.

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Meisterlöwe Peter Grosser, der als einstiger torgefährlicher Mittelfeldspieler (49 Treffer in 130 Spielen für die Löwen) weiß, wo die Kiste steht, macht Mut: „Die Entwicklung war zuletzt positiv. Das Einzige, was gefehlt hat, war die Umsetzung der Chancen in Tore“, sagte Grosser der AZ: „Wenn die Löwen weiter mit diesem Elan zu Werke geht, werden sich die Tore einstellen.“

Okotie ist wohl jener Stürmer, auf den die Aussage am besten zutrifft: Er reibt sich regelmäßig auf, der erste Saisontreffer lässt aber auf sich warten. „Gegen Nürnberg hatte ich meine ersten Torchancen der Saison – einmal Latte, einmal Stange und den dritten, gut, den kann man machen. Gegen Union auch wieder zwei Aktionen, bei denen es Elfer geben muss“, trauert er seinen Gelegenheiten nach. Mut machen könnte ihm die Nominierung zu den EM-Qualifikationsspielen gegen Moldawien und Schweden (5. und 8. September), wo er mit Team Austria weiter an der erstmaligen Qualifikation zu einem EM-Endrunde feilen (und treffen) kann. „Wenn jeder Vertrauen in die eigene Stärke hat, werden die Tore schon von allein kommen“, sagte der Knipser. Grosser stimmt ein: „Nur nicht die Nerven verlieren, weiter dranbleiben! Dann werden sich auch die Erfolge einstellen.“

Ein Schock dagegen für die Löwen, dass Okoties Sturmpartner Stephan Hain mit einer Kniestauchung mindestens vier Wochen ausfällt. Damit ist das zwar torlose, aber immerhin eingespielte Sturm-Duo der ersten Partien auseinandergerissen. In den kommenden Wochen dürfte in erster Linie ein Neuzugang als Ersatz in Frage kommen: Stefan Mugosa, der aus Kaiserslautern kam, durfte Hain schon am Wochenende ersetzen und sein Löwen-Debüt feiern. Bemüht, aber glücklos.

Grosser bittet um Geduld: „Man kann noch nicht sagen, ob er super ist, oder schlecht. Den Bub’ muss man erstmal ein paar Spiele machen lassen. Der weiß ja jetzt noch gar nicht, wo es an der Grünwalder Straße in die Kabine geht.“ So lange er das Tor findet, alles okay. Und dabei soll Liendl als neuer Spielmacher dann helfen.    

 

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