Löwen-Kicker Daylon Claasen und seine zweite Luft

Im Trainingslager der Löwen in Bad Häring überrascht Daylon Claasen - und überzeugt auf einer ungewohnten Position!
| Matthias Eicher
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Setzt sich Daylon Claasen auf rechts durch?
sampics/ Augenklick Setzt sich Daylon Claasen auf rechts durch?

München/Bad Häring - Wenn schon nicht genügend Neuzugänge kommen, macht sich Torsten Fröhling seine Spieler eben selbst. Der Löwen-Trainer überraschte im Trainingslager durch die Versetzung von Rechtsverteidiger Gary Kagelmacher ins Löwen-Zentrum. Durch diese Maßnahme – und die immer noch fehlenden Neuverpflichtungen – bekommt nun ein fast schon in Vergessenheit geratener Löwen-Akteur womöglich eine neue Chance: Daylon Claasen.

In Tirol durfte sich der südafrikanische Flügelflitzer mal etwas weiter hinten als gewohnt zeigen, wurde von Fröhling als rechter Außenverteidiger getestet. Und das durchaus mit Erfolg. Beim 2:1-Sieg gegen den russischen Erstligisten FK Ufa machte Claasen ein ordentliches Spiel, schlug obendrein die Flanke zu Rubin Okoties Ausgleichstreffer.

Neuentdeckung Claasen?

„Daylon ist die Entdeckung des Trainingslagers“, sagte der Löwen-Coach – zwar mit einem gewissen Unterton, weil er weiß, dass der schmächtige und bisher enttäuschende Neuzugang des vergangenen Sommers alle anderen nicht in Grund und Boden spielte. Und dennoch, sagte Fröhling: „Er hat immer fleißig gearbeitet, passt gut in die Mannschaft rein.“

Unterstützung gab es unter anderem von Sportdirektor Gerhard Poschner, der Claasen erst zu den Löwen geholt und den Südafrikaner im Gegensatz zu Fröhling schon seit Beginn der vergangenen Saison genau beobachtet hatte: „Poschner und die anderen sehen es so: Daylon ist aggressiver geworden, er hat eine zweite Luft bekommen.“

Daylon muss Deutsch lernen!

Einen Nachteil müsse der 1,70 Meter große Spieler noch beseitigen: „Klar muss er noch Deutsch lernen, wie Krisztian Simon. Allein wegen der Kommunikation auf dem Platz“, betonte Fröhling. Integrationsprobleme gebe es bei dem Südafrikaner im Gegensatz zu den wechselwilligen Spaniern Rodri und Ilie Sanchez aber keine.

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Kandidat Mensur Mujdza vom SC Freiburg, mit dem sich die Löwen nach AZ-Informationen einig sind, dessen Freigabe aber fehlt, lässt auf sich warten. Sollten die Löwen also keinen Spieler mehr verpflichten (können), dürfte sich Claasen als offensivere Variante mit Youngster Vladimir Kovac – als gelernter Ringer die robuste Alternative – um die Position des Rechtsverteidigers streiten.

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