Löwen im Abstiegskampf - Schicksal Duisburg

Am Freitag (18.30 Uhr, AZ-Liveticker) müssen die Löwen beim Schlusslicht MSV Duisburg ran. „Wir sind nicht schlechter als Duisburg, aber wir sind per se auch nicht besser“, sagt Trainer Möhlmann
| Matthias Eicher
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Zum Ausflippen: Die Löwen um Stürmer Sascha Mölders habem trotz guter Leistung gegen Fürth nichts geholt - daher gewinnt das anstehende Auswärtsspiel in Duisburg zusätzlich an Brisanz.
Rauchensteiner/Augenklick Zum Ausflippen: Die Löwen um Stürmer Sascha Mölders habem trotz guter Leistung gegen Fürth nichts geholt - daher gewinnt das anstehende Auswärtsspiel in Duisburg zusätzlich an Brisanz.

München - Eigentlich hat sich nach der bitteren Pleite des TSV 1860 gegen Greuther Fürth gar nicht so viel verändert im Tabellenkeller. Paderborn? Abgeschossen worden. Düsseldorf? Trotz Führung gegen Leipzig verloren. Heißt: Die Vorzeichen im Abstiegskampf bleiben gleich. Doch etwas Entscheidendes hat sich verändert: Der MSV Duisburg lebt wieder.

 

Duisburgs Kampfansage: Überraschungssieg in Nürnberg

 

„Duisburg ist in dieser Formation, wie sie es zuletzt gespielt haben, durchaus wieder eine Zweitliga-Mannschaft“, sagt Trainer Benno Möhlmann und attestiert den Zebras damit auch die Tauglichkeit für das Abstiegsrennen. Lange abgeschlagen und in den Augen vieler bereits Absteiger Nummer eins, hat Duisburg mit einem 2:1-Auswärts beim 1. FC Nürnberg, mit dem niemand so richtig gerechnet hatte, eindrucksvoll bewiesen: Wir sind noch da!

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„Klar hat Duisburg sehr überraschend gewonnen, aber ich habe es phasenweise gesehen: Sie haben gut gespielt. Sie haben sich zurückgemeldet“, sagt Innenverteidiger Jan Mauersberger der AZ – die Löwen liegen nur noch drei Punkte voraus. „Für uns ändert sich dadurch nichts: Wir müssen gewinnen. Wir müssen dort drei Punkte holen, haben danach noch vier Spiele, in denen es genauso ist.“

 

Möhlmann: "Wir sind nicht schlechter als Duisburg, aber wird sind per se auch nicht besser"

 

Und doch ändert sich einiges: Ausgerechnet jetzt, wo der Quasi-Absteiger Morgenluft, beziehungsweise neue Klassenerhalt-Luft wittert, muss Sechzig ins Schainsland-Reisen-Stadion: Am Freitag (18.30 Uhr) steigt das erste von drei direkten Duellen der Möhlmann-Elf gegen die Tabellennachbarn. Löwen gegen Zebras, Abstiegs-Krimi, Endspiel um den Klassenerhalt. Klar ist. Wer verliert, ist so gut wie weg vom Fenster. Bei einer Pleite mit drei Toren Differenz wären die Löwen sogar Letzter! Möhlmann: „Wir sind gewarnt und müssen noch konzentrierter, noch positiver dagegenhalten. Wir müssen unsere Einstellung schärfen“, sagt der 61-Jährige und stellt im Hinblick auf die Kräfteverhältnisse klar: „Wir sind nicht schlechter als Duisburg, aber wir sind per se auch nicht besser.“ Der MSV habe „mit Victor Obinna und Giorgi Chanturia zwei richtige gute Leute in der Offensive.“

 

Tabula Rasa tabu

 

Für die Möhlmänner gelte nun: Ausflippen tabu. Der 1860-Chefcoach: „Ich sehe nicht, warum wir nach so einer Partie, wie wir sie letzte Woche gehabt haben, jetzt Tabula Rasa machen sollen. Da müssen wir schon über die Ruhe kommen und unseren Weg finden, uns durchzusetzen.“ Dennoch dürfe man nicht „glauben, es läuft von alleine, das wäre ein Fehler“, so Möhlmann, der fordert: „Wir müssen wach bleiben.“ Sein Schlüssel zum Erfolg? „Kompakt stehen, läuferisch und kämpferisch an die Grenzen gehen und effektiver sein als zuletzt.“ Damit das klappt, soll weiter das Life-Kinetik-Training von Löwen-Legende Bernhard Winkler helfen: Gestern gab‘s die zweite Einheit des Gehirnjoggings unter Anleitung des früheren Bundesliga-Stürmers.

Auch Rechtsverteidiger Gary Kagelmacher stand auf dem Platz, am Freitag wird der Uruguayer aber fehlen: Gelbsperre. „Außen muss ich improvisieren: Milos Degenek oder Daylon Claasen kommen in Frage, das müssen wir abwarten“, erklärt Möhlmann, der auch auf der anderen Seite rätselt: Stamm-Linksverteidiger Maximilian Wittek könne nach seiner Kapselverletzung im Knie eventuell wieder auflaufen, ansonsten bliebe Sertan Yegenoglu, der das spielentscheidende 0:1 gegen Fürth mitverschuldet hatte. Für Möhlmann sei BVB-Leihgabe Jannik Bandowski noch nicht soweit: „Er wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein Risiko.“ Passt schließlich nicht zu Möhlmanns Endspiel-Formel: Kein Tabula Rasa, keine Experimente.

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