Kreuzer adelt Schindler: "Er ist der ideale Kapitän"

1860-Sportchef Oliver Kreuzer zeigt sich von den Führungsqualitäten von Kapitän Christopher Schindler begeistert. Auch Trainer Möhlmann lobt den Verteidiger - der selbst bleibt cool.
| Matthias Eicher
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Für Sportchef Oliver Kreuzer der "Kopf der Mannschaft": Löwen-Kapitän Christopher Schindler.
Rauchensteiner/Augenklick Für Sportchef Oliver Kreuzer der "Kopf der Mannschaft": Löwen-Kapitän Christopher Schindler.

München -  Er ist ein Garant des Löwen-Aufschwungs der letzten Wochen. Christopher Schindler, Kapitän des TSV 1860, besticht nicht nur mit starken Abwehr-Leistungen, er ist als Spielführer auch der Boss auf dem Platz. Und wird dafür von seinem eigenen Chef geadelt.

„Christopher ist für mich der Kopf der Mannschaft. Seine Leistung ist stabil, er verhält sich vorbildlich auf dem Feld. Wenn ein Spieler so lange im Verein ist, so viel erlebt hat, ist er der ideale Kapitän“, sagt Sportchef Oliver Kreuzer der AZ. Kreuzer adelt Schindler – den idealen Sechzger-Spielführer! Der 25-jährige Innenverteidiger bleibt, mit dem großen Kreuzer-Lob konfrontiert, aber cool: „Ich mache mich gerne ein bisschen frei von dem, was andere sagen. Ich versuche, immer alles zu geben und zu tun, was man von mir erwartet.“ Am Ende gibt er doch zu: „Wenn das mein Chef sagt, freut es mich natürlich.“

Kreuzer: Okotie-Abgang im Winter

Seit 5. November ist Kreuzer Löwen-Sportchef, hat drei Spiele von Schindler und Co. unmittelbar verfolgt: Das 0:0 in Braunschweig, das souveräne 2:0 gegen St. Pauli und das 4:4 in Paderborn. Kreuzer: „Seine Leistung gegen Pauli und Braunschweig – das war erstligareif“. Auch darüber schmunzelt dieser bloß. „Die ersten Spiele seiner Amtszeit waren natürlich sehr gut. Da hatte ich zwei, drei Situationen, wo ich nochmal retten konnte, einen wichtigen Zweikampf gewinne“, relativiert der Abwehrspieler und lässt eine Phrase folgen, die ihn bei jedem Sportchef und Trainer ein Stückchen mehr zum Musterprofi macht: „Lieber hätte ich das Spiel gegen Paderborn gewonnen.“

 

1860-Trainer Möhlmann: "Ich habe bislang nix zu meckern"

 

Seine eigenen Aufgaben interpretiere er so: Zum einen muss ich sehen, dass ich meine Leistung bringe. Zum anderen, wie die Mannschaft funktioniert. Die hat sich zuletzt wegen der vielen Verletzten selbst aufgestellt. Und wir haben viele jungen Spieler dabei, die müssen die erfahrenen Akteure natürlich unterstützen.“ Die beiden Linksverteidiger Richard Neudecker (18) oder Maximilian Wittek (20), Abräumer  Milos Degenek (21) und vor allem Schindlers Nebenmann Sertan Yegenoglu (20), sie alle wollen manchmal an die Hand genommen werden.  

Aus Sicht seines Trainers Benno Möhlmann gelingt Schindler auch dieser Spagat: „Dass er in der Zeit, seit ich hier bin, durchweg gut gespielt hat und auch ein guter Kapitän ist, der Verantwortung übernimmt, steht außer Frage. Ich habe bislang nix zu meckern.“

 

Emotionaler Klassenerhalt in der Vorsaison

 

Doch das war nicht immer so. Anfangs wäre der gebürtige Perlacher wohl gerne selbst aufgebaut worden. Nachdem das Kapitänchen-Experiment von Ex-Trainer Ricardo Moniz, mit dem erst 18-jährigen Julian Weigl, schief gegangen war, trägt Schindler die Binde. Und hatte nach eigener Aussage große Probleme, das Vakuum zu füllen. Doch die Erfahrungen seiner schweren Zeit und der emotionale Klassenerhalt in letzter Relegations-Sekunde gegen Kiel haben auch dem Ur-Löwen (seit 1999 im Verein) weitergeholfen.

Linksverteidiger Wittek wieder fit:

Schindler weiß nun, womit auch für den Käpt’n alles steht und fällt: „Woche für Woche Leistung bringen. Nur so kann man im Abstiegskampf bestehen. Das ist es, was ich tun kann, was wir alle tun können: hart arbeiten. Das ist das Einzige, was hilft.“ Vielleicht gibt’s den Klassenerhalt mit dem gestählten Boss Schindler ja diesmal ein bisschen früher.

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