Greift zu, Löwen! 1860-Endspurt in drei Akten beginnt

Im Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden können die Sechzger den nächsten Schritt Richtung Zweite Liga machen. Köllner weiß jedoch, was dafür nötig ist: "Wir müssen über uns hinauswachsen."
| Matthias Eicher
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Jetzt bloß nicht nachlassen, Sechzger! Jetzt kommt's nur auf eins an: Siege, Siege, Siege.
Jetzt bloß nicht nachlassen, Sechzger! Jetzt kommt's nur auf eins an: Siege, Siege, Siege. © sampics/Augenklick

München - Der nächste Showdown. Ort: Brita-Arena, Wiesbaden. Uhrzeit: 14 Uhr an diesem Samstag, dem 8. Mai 2021. Neben dem alten Helmut-Schön-Stadion, gewidmet dem einstigen Weltmeister- und Europameister-Trainer, kämpfen die Löwen an der Berliner Straße um drei Punkte, die im Gepäck des TSV zwar nicht so geschichtsträchtig wie der Turniersieg einer Nationalmannschaft sind, aber für den Verein immens wichtig wären.

1860-Gegner Wehen Wiesbaden hat Rückkehr-Mission verpasst

Am drittletzten Spieltag der laufenden Drittliga-Saison muss der TSV 1860 beim SV Wehen Wiesbaden antreten (14 Uhr bei Magenta Sport und im Bayerischen Fernsehen sowie im AZ-Liveticker).

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Während es für die Giesinger im Rahmen des hochspannenden Vierkampfs mit Dynamo Dresden, Hansa Rostock und dem FC Ingolstadt noch um den Aufstieg in die Zweite Liga geht, hat der SVWW als letztjähriger Absteiger seine Rückkehr-Mission bereits verpasst. Dennoch warnt 1860-Trainer Köllner: "Wir müssen eines unserer besten Auswärtsspiele abliefern, über uns hinauswachsen." Ein Job, den die Giesinger im Laufe der Saison schon mehrfach kennengelernt haben - und bestens beherrschen.

1860-Trainer Köllner: Träumen ist strengstens verboten

"Ich weiß schon, in den letzten Wochen erzähle ich immer Geschichten, dass wir Topleistungen abrufen müssen und wissen, wie hart es wird - und dann schaffen wir es jedes Mal", so Köllner über das eigentlich ungleiche Duell: Das stark besetzte Wehen Wiesbaden gegen den Underdog . Gegen die Löwen, die sich aber im Laufe der Monate mehr und mehr entwickelt haben. In allen Bereichen.

Träumen ist laut Köllner trotzdem strengstens verboten: "Es sind noch drei Spiele bis zum 38. Spieltag, und das erste gegen Wehen Wiesbaden ist für mich greifbar." Blickt man auf das Restprogramm gegen die beiden bayerischen Fußball-Klubs aus München (15. Mai) und Ingolstadt (22. Mai) will sich Sechzig zuerst den SVWW krallen, danach die kleinen Bayern und die Schanzer - bevor sie sich die allerhöchsten Trauben greifen wollen.

"Wehen Wiesbaden steht nicht umsonst auf Platz fünf"

Die Sechzger-Fans träumen und hoffen so kurz vor dem Saisonfinish daher längst: Greift zu, Löwen!

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Sechzigs Problem in Teil eins der Schluss-Trilogie könnte werden, dass die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm selbst die Rückkehr ins Unterhaus zwar nicht mehr packen, den Löwen die Tour aber gehörig vermasseln kann. Köllner warnt: "Wehen Wiesbaden steht nicht umsonst auf Platz fünf."

Willsch angeschlagen: Köllner zuversichtlich

Der 51-Jährige hätte es dem Samstags-Gegner zugetraut, bis zum Ende nochmal oben ranzuschmecken, doch glücklicherweise waren es die Sechzger, die "auf diesen Zug aufgesprungen sind".

Sechzigs personelles Problem könnte auch Marius Willsch werden: Die nimmermüde Rechtsverteidiger-Säule des TSV musste beim souveränen 3:0-Heimsieg am Dienstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern angeschlagen ausgewechselt werden.

"Es ist doch toll, dass wir noch etwas veredeln können"

Köllner glaubt und hofft jedoch, dass der 30-Jährige nach einigen Tagen Trainingspause wieder zur Verfügung steht: "Er ist ein Niederbayer, da muss man auf die Zähne beißen. Wir können keine verweichlichten Burschen brauchen", scherzte Köllner lachend. Selbst anhand seines Umgangs mit dieser Personalie spürt man zweierlei: die locker-selbstbewusste Gangart des Trainers und seine Methoden, den Druck mit seinen Aussagen von der Mannschaft fernzuhalten.

Auch die folgende Herangehensweise ist nun bereits bekannt, doch Köllner wird nicht müde, sie zu betonen: "Es ist doch toll, dass wir noch etwas veredeln können und nur noch etwas gewinnen können." Zuerst "nur" die drei Punkte in Wiesbaden. Am Ende womöglich noch etwas Bedeutenderes.

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