Gegen Schalding: Party im weiß-blauen Wohnzimmer

Im letzten Liga-Heimspiel des Jahres wollen die Löwen endlich die Wende schaffen – und den zehnten Sieg daheim im Grünwalder holen. "Mit einem größeren Polster in die Winterpause gehen."
| Matthias Eicher
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Seit der Saison 2017/18 wieder Heimat des TSV 1860: das Grünwalder Stadion in Giesing.
dpa Seit der Saison 2017/18 wieder Heimat des TSV 1860: das Grünwalder Stadion in Giesing.

München - Versöhnlicher Winterschlaf oder verschärfte Löwen-Krise? Noch ist der TSV 1860 ja Tabellenführer, betonten Trainer Daniel Bierofka und seine Spieler zuletzt unisono. Doch der Vorsprung ist zuletzt auf nur noch vier Punkte geschmolzen. Umso wichtiger wäre es, am Freitag die Trendwende zu schaffen. Dann wird auf Giesings Höhen (hoffentlich) noch ein Mal das Licht angeknipst. Dann wollen noch einmal 12.500 Fans eine weiß-blaue Party feiern. Dann heißt es: letztes Heimspiel des Jahres!

Die Sechzger treffen am 24. Spieltag im Grünwalder Stadion auf den Tabellen-Siebten SV Schalding-Heining (19 Uhr, im AZ-Liveticker). Wird mal wieder Zeit für ein Löwen-Heimspiel, denn: Nach dem Strom- und Spielausfall gegen den TSV Buchbach liegt der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse, gleichbedeutend mit dem letzten Sechzger-Sieg, bereits knapp vier Wochen zurück (2:0 gegen Memmingen).

Der sportliche Blackout bei Wacker Burghausen (0:2) und das magere 1:1 bei 1860 Rosenheim am vergangenen Wochenende haben dazu beigetragen, dass vor der Partie gegen den kleinen Stadtteil Passaus gilt: Letzte Chance, um zurück in die Spur zu finden – letzte Chance auf einen Löwen-Sieg! "Es wird auch Zeit für so einen Löwen-Sieg", sagte Kapitän Felix Weber der AZ, "wir wollten eigentlich schon in Rosenheim Wiedergutmachung betreiben. Leider ist uns das nicht gelungen. Das ärgert uns selbst wohl am meisten." Das Glück sei derzeit "nicht gerade auf unserer Seite", daher müsse man es sich "wieder erarbeiten und die Dinger vorne wieder reinmachen". Dabei baut der Innenverteidiger auf das eigene, weiß-blaue Wohnzimmer: "Wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder ein Heimspiel haben, es ist ja das letzte vor der Winterpause. Wir wollen alles raushauen, um mit unseren tollen Fans im Rücken noch einen Sieg zu holen."

"Ordentlich, was wir in den Heimspielen abgeliefert haben"

Zudem glaube der 22-Jährige daran, dass man im Gegensatz zum miesen Rasen von Rosenheim "unser Spiel auf dem besseren Platz wieder aufziehen können." A propos Platzverhältnisse: Sollte das für den 9. Dezember angesetzte Totopokal-Viertelfinale bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth ins Kalenderjahr 2018 verlegt werden, wäre das Duell mit den Schaldingern sogar die letzte Partie vor der Winterpause.

Wenn sich die Giesinger bisher neben den Tatsachen, dass Bierofka mit totaler Hingabe coacht und die Vereinsbosse im stets wiederkehrenden Clinch mit Investor Hasan Ismaik liegen, auf etwas verlassen konnten, dann auf ihre Heimstärke. Elf Spiele, neun Siege, ein Remis gegen den FC Ingolstadt II und eine sehr schmerzhafte Pleite gegen den FC Bayern II. Insgesamt und im Gegensatz zur deutlich schwächeren Auswärtsbilanz (fünf Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen) dennoch eine starke Ausbeute. "Das ist sehr ordentlich, was wir in den Heimspielen abgeliefert haben", sagt Phillipp Steinhart der AZ und fordert: "Jetzt müssen wir unbedingt wieder drei Punkte einfahren – wir wollen Heimsieg Nummer zehn!"

Im Tableau der Regionalliga Bayern liegen die Sechzger vor dem 1. FC Nürnberg II derzeit mit vier Zählern in Front. Im schlimmsten Fall könnte die Reserve des Clubs dem TSV bis auf einen Zähler auf die Pelle rücken. Ein Szenario, mit dem sich Steinhart nicht befasst: "Ich hoffe, dass wir die Konkurrenz auf Distanz halten und mit einem größeren Polster in die Winterpause gehen können."

Die Chancen stehen nicht schlecht, denn im Hinspiel konnte der SV nicht mit den Sechzgern mithalten und verlor durch einen Doppelpack von Nico Karger, ein Traumtor von Torjäger Sascha Mölders und einen Treffer des mittlerweile abgewanderten Kilian Jakob mit 1:4. Noch ein solcher Sieg im eigenen Wohnzimmer würde zweifellos für eine stadere Zeit in der Winterpause sorgen.

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