Fröhling: "Nur junge Profis, das geht nicht"

Im zweiten Teil des AZ-Interviews erklärt Torsten Fröhling seine Saison-Ziele, die Arbeit mit Poschner und die Nachwuchs-Chancen.
| Matthias Eicher
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Torsten Fröhling (l.) mit Poschner und Basha neben sich.
sampics/Augenklick Torsten Fröhling (l.) mit Poschner und Basha neben sich.

Im zweiten Teil des AZ-Interviews erklärt Torsten Fröhling seine Saison-Ziele, die Arbeit mit Sportchef Gerhard Poschner und die Nachwuchs-Chancen.

AZ: Herr Fröhling, nach der Rückreise aus dem Trainingslager am Mittwoch werden Sie in München wieder mit einigen Problemen konfrontiert sein. Was passiert mit den beiden verbliebenen und höchst wechselwilligen Spaniern Rodri und Ilie Sanchez, die vom regulären Trainingsbetrieb suspendiert wurden?


TORSTEN FRÖHLING: Tja. Es bleibt dabei…


Am Sonntag fand außerdem die Mitgliederversammlung statt. Wie haben Sie diese mitbekommen?


Ich habe gelesen, dass es sehr heiß war. Und dort alles ziemlich ruhig abgelaufen ist.


Wie groß ist denn die Hoffnung, dass doch irgendwann Ruhe einkehrt trotz aller Querelen?


Im Trainingslager hatten wir eine tolle Ruhe. Und wir sind letztendlich für den sportlichen Bereich zuständig, bald geht’s wieder um Ergebnissport. Mein Job ist es nicht, alles andere zu beurteilen. Markus Rejek und Noor Basha waren in Bad Häring, Siegfried Schneider bei mehreren Testspielen – man spürt bei allen ihre Zugehörigkeit zur Mannschaft. Aber sie haben eben alle auch ihren Bereich zu erledigen. Und wir kümmern uns um unseren.


Gerhard Poschner wurde durch die Ernennung von Basha zum Geschäftsführer entmachtet, bekam eine Dreimonatsfrist. Was muss passieren, damit er bleiben darf?


Das habe ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur sagen: Ich arbeite gut mit ihm zusammen, wir haben hier ein bisschen was geschaffen...

Liveticker: Die Löwen gegen Werder Bremen


Ihr Konzept mit vielen Nachwuchsspielern aus der U21 ist längerfristig angelegt. Kann das bei so einem Verein wie den Löwen überhaupt aufgehen?


Es wäre schön. Aber klar, es ist nicht einfach bei Sechzig. Letztendlich können wir aber nur den sportlichen Weg beeinflussen. Deswegen muss jeder seine Arbeit machen. Ob jetzt ich hier bin oder ein anderer, wir müssen in diesem Verein endlich einmal Kontinuität reinbringen. Und Kontinuität heißt, auch mal bescheiden zu bleiben und eine gewisse Entwicklung hinzukriegen.


Die Erwartungshaltung ist nach der vergangenen Katastrophen-Saison gesunken. Ein Vorteil, um mal etwas unbeschwerter arbeiten zu können?


Man weiß ja, wie das bei Sechzig ist: Lass uns mal gewinnen, dann geht es plötzlich ganz schnell und die Erwartungen sind plötzlich wieder riesengroß.


Was macht Ihnen Hoffnung, dass Sie trotzdem erfolgreich sind?


Wir sind ein super Ausbildungsverein. Wenn man sieht, wen wir in den letzten Jahren hochgebracht haben. Jetzt klappt es auch wieder besser sie länger zu halten, weil sie sehen, was für eine Perspektive sie bei uns haben. Letztes Jahr, die Saison, die Relegation gegen Kiel, da haben sie unheimlich viel gelernt. Jetzt lasst uns erstmal eine ruhige Saison spielen.


Im Laufe der Zeit könnte sich also etwas entwickeln.


Es wird sich zeigen, was aus einem Neudecker oder Taffertshofer, was aus einem Weber oder Karger wird. Es gilt, die Jungs über zwei, drei Jahre hochzubringen, dass wir es schaffen, dass sich Jungs wie Vollmann und Kovac etablieren. Deswegen wäre Kontinuität so wichtig. Wir haben die Perspektive, sind aber noch lange nicht mit der Entwicklung am Ende. Wir können aber nicht erwarten, dass sie über die ganze Saison hinweg die Kohlen aus dem Feuer holen. Es geht nicht nur mit „jung“ – das ist uns schon klar.

Welches Saisonziel geben Sie denn mit dieser Mannschaft – und womöglich doch noch dem ein oder anderen Neuzugang – aus?

Eine ruhige Saison. Gut aus den Startlöchern kommen und ganz schnell versuchen, einen positiven Trend zu bekommen und die 40-Punkte-Marke knacken. Und wenn es nicht sofort klappt, trotzdem ruhig bleiben.


Nachdem Sie über vergangene Saison hinaus Profitrainer geblieben sind: Gibt es Überlegungen, dass ihre Familie von Hamburg nach München zieht?


Seitdem ich Profitrainer bin, auf gar keinen Fall mehr (lacht). Meine Frau und die Kinder sind gerade aus Hamburg hergeflogen und werden ein, zwei Wochen bleiben. Als U21-Trainer hätte man drüber nachdenken können, aber jetzt, als Cheftrainer...

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