Ex-Löwe Maier: "Mir hat die Perspektive gefehlt"

Sebastian Maier spielt seit dieser Saison für den FC St. Pauli. Vor dem Wiedersehen mit dem TSV 1860 München spricht Maier mit der AZ auch über die Umstände seines Wechsels.
| Markus Merz
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Sebastian Maier spielt mittlerweile für den FC St. Pauli.
sampics Sebastian Maier spielt mittlerweile für den FC St. Pauli.

Sebastian Maier spielt seit dieser Saison für den FC St. Pauli. Vor dem Wiedersehen mit dem TSV 1860 München spricht Maier mit der AZ auch über die Umstände seines Wechsels.

München - Sebastian Maier, 9 Jahre haben Sie bei den Löwen aus München verbracht, kennen jeden Stein, jeden Grashalm an der Grünwalder Straße. Was bedeutet der TSV 1860 für Sie?

Es war auf jeden Fall eine schöne Zeit dort. Was mir 1860 ermöglicht hat, auch mit der Zeit im Internat, das vergisst man nicht. Ich bin ja auch nicht im Bösen gegangen.

Keine Frage also, dass ein besonderer Tag ansteht, wenn Sie am Montag mit St. Pauli bei 1860 antreten?

Die Löwen werden für mich immer etwas Besonderes sein. Deshalb ist auch das Spiel am Montag etwas Besonderes. So war das auch schon vor dem Hinspiel.

Sie sollen bereits 17 Karten für Freunde und Verwandet geordert haben. Bleibt überhaupt Zeit, diese zu sehen?

Das hängt auch ein bisschen davon ab, wie das Spiel ausgeht. Vielleicht werde ich nach dem Spiel noch Zeit haben, in den VIP-Raum hochzugehen. Aber es ist klar, dass mich natürlich viele Freunde und Bekannte sehen wollen, wenn ich schon mal in der Nähe bin.

Mit welchen Spielern haben Sie noch Kontakt?

Mit Vitus Eicher, aber auch mit Chris Schindler und Moritz Stoppelkamp habe ich noch viel zu tun.

Im Frühjahr gab es einigen Wirbel um Ihren Wechsel bzw Ihren Verbleib. Warum sind Sie nicht bei den Löwen geblieben, sondern nach St. Pauli gegangen?

Es ging jedenfalls nicht um finanzielle Gründe, wie das immer dargestellt wurde. Es war einfach so, dass mir die Perspektive bei den Löwen gefehlt hat. Und dann habe ich von 1860-Seite relativ früh ein Ultimatum gestellt bekommen. Auch wenn ich noch ein paar Angebote mehr hatte, war ich mit dem Paket St.Pauli am Ende sehr zufrieden.

100-prozentig zufrieden können Sie aber noch nicht sein.

Ich fühle mich in Hamburg sehr wohl und habe mich für St. Pauli entschieden, weil ich mich als junger Spieler hier in Ruhe weiterentwickeln kann und sehe mich auf einem guten Weg. Ich hatte etwas länger mit einer Verletzung zu tun, bin jetzt aber wieder bei 100 Prozent. Von daher geht jetzt wieder mehr.

Dabei hätte Ihr Einstand hätte mit dem Jokertor gegen Dresden kaum besser sein können.

Das stimmt. Das war ein tolles Gefühl. Das Tor hat mich in die Mannschaft gespielt. Wenn man sich als junger Spieler etwas erträumen würde, dann wäre das genau so etwas.

Dennoch stellt sich die Frage: Wissen Sie überhaupt noch, wie es ist, über 90 Minuten zu spielen? In allen 34 Zweitliga-Spielen wurden Sie ein- oder ausgewechselt.

(Lacht) Diese Statistik habe ich neulich auch gelesen. Vielleicht liegt es daran, dass in der Offensive mehr gewechselt wird.

Wie stehen Ihre Chancen auf einen Einsatz am Montag?

Das weiß ich nicht. Ich freue mich aber über jeden Einsatz. Und natürlich wäre es schön, am Montag spielen zu können. Das wäre ein Highlight.

Wie haben Sie sich eigentlich in Hamburg eingelebt, was fehlt Ihnen an München?

Ich fühle mich sehr wohl hier, auch meine Freundin ist mit dabei. Nur das Wetter ist ein bisschen schlechter als in München. Hamburg ist aber auf jeden Fall die richtige Stadt. Außer Freunden und Familie vermisse ich eigentlich nichts.

Fischmarkt oder Oktoberfest?

Als Bayer ist es das Oktoberfest, obwohl ich auch vom Fischmarkt begeistert bin.

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