Ex-Löwe Hofmann: "1860 war für den Komödienstadl geeignet"

Ex-Löwe Michael Hofmann hat sich über den TSV 1860 geäußert. Der frühere Bundesliga-Torwart der Sechzger befürchtet den Absturz in die Dritte Liga.
| Matthias Eicher
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Michael Hofmann stand von 1998 bis 2010 insgesamt 162 mal im Tor der Löwen.
dpa Michael Hofmann stand von 1998 bis 2010 insgesamt 162 mal im Tor der Löwen.

Ex-Löwe Michael Hofmann hat sich über den TSV 1860 geäußert. Der frühere Bundesliga-Torwart der Sechzger befürchtet den Absturz in die Dritte Liga: "Sechzig hat ein paar Zauberer im Kader, die vergleichsweise viel Geld verdienen. Da muss man jetzt sehen, wer im Abstiegskampf den richtigen Charakter beweist."

München - Er hat die erfolgreichste Zeit des TSV 1860 in der jüngeren Vereinsgeschichte mitgeprägt. Michael Hofmann, mit 44 Jahren immer noch beim SV Pullach aktiv, hat 179 Partien für die Giesinger bestritten. In einem Interview auf dem Internetportal Wettmaxx.com spricht Hofmann über die Löwen im Abstiegskampf, die unglückliche Außendarstellung des Klubs, seine Zeit unter Kult-Trainer Werner Lorant und ein mögliches Duell zweier Ex-Klubs in der Relegation.

Michael Hofmann über...

seinen Ex-Klub 1860 im Kampf um den Klassenerhalt: Ich bin immer noch voll dabei und schon ein bisschen verärgert, was aus dem Klub gemacht wurde. Trotz des guten Etats schafft es der Verein nicht, eine sportlich funktionierende und konstante Mannschaft ins Rennen zu schicken. Es gibt immer wieder Phasen, wo 1860 ganz gute Ansätze zeigt. Aber die Löwen haben de facto zu wenig Punkte auf dem Konto.

einen möglichen Abstieg: Die Befürchtung ist natürlich da. Sechzig hat den Abstiegskampf jetzt schon zwei Jahre mitgemacht und ist dadurch auch ein wenig gestählt. Aber man kann nicht davon ausgehen, dass sie es nur aufgrund der Erfahrung schaffen. Das wäre genau der falsche Ansatz. Andere Mannschaften da unten, wie Aue oder Bielefeld, wissen von Beginn an, dass sie gegen den Abstieg spielen werden. Dadurch haben sie andere Charaktereigenschaften. Sechzig hat natürlich ein paar Zauberer im Kader, die vergleichsweise viel Geld verdienen. Da muss man jetzt sehen, wer im Abstiegskampf den richtigen Charakter beweist.

die unglückliche Außendarstellung: Es stimmt, in der Vergangenheit sind Sachen passiert, die für den Komödienstadl geeignet waren. Seit etwa einem halben Jahr finde ich die Außendarstellung aber okay, nur kommt durch den ausbleibenden Erfolg automatisch neue Unruhe auf. In München hat man halt eine andere Medien-Landschaft als in Freiburg oder Bremen. 1860 hat damals, als man sich mit dem Investor zusammengeschlossen hat, den Fehler begangen, dass immer wieder Kleinkriege geführt wurden. Da hat man nicht mit-, sondern gegeneinander gearbeitet. Das hat sich verbessert. Jetzt geht es darum, die verbleibenden Spiele vernünftig zu bestreiten und dann hoffentlich im Sommer die Basis dafür zu legen, wieder einen Schritt nach oben zu machen.

seine Zeit bei Sechzig unter Kult-Trainer Werner Lorant: Es war zu der Zeit wirklich viel Konditions- und Willenstraining. Da hatte man von Athletiktraining oder Taktik noch nicht so viel Ahnung (lacht). Wenn ich das Training von früher mit dem bei heutigen Bundesligisten vergleiche, dann sind wir schon sehr viel gelaufen. Zu Werner Lorant gibt es natürlich die eine oder andere kuriose Geschichte. 1998 zum Beispiel hatten wir am 2. Spieltag ein Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Da haben wir morgens zwischen 10 Uhr und 11.15 Uhr nochmal eine gnadenlose Einheit gemacht – und um 15.30 Uhr war Spielbeginn! Aber für Lorant hatten die ersten Saisonspiele nur Vorbereitungs-Charakter. Und die Krönung war, dass wir das Spiel bei der Eintracht 3:2 gewonnen haben.

welchem Ex-Klub er in der Relegation die Daumen drücken würde: Ich wünsche mir einfach, dass es nicht zu dieser Konstellation kommt. Ich habe darauf getippt, dass Sechzig den 15. Platz erreicht und Jahn Regensburg als Zweiter direkt aufsteigt, um dieser Partie aus dem Weg zu gehen.

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