Ex-Löwe Felix Uduokhai sorgt in Tokio für Furore

Einst Jung-Löwe, jetzt bei Olympia: Felix Uduokhai hat Deutschland zum 3:2 gegen Saudi-Arabien geschossen. "Das ist eine Auszeichnung für uns", sagt Günther Gorenzel. Nun geht es gegen die Elfenbeinküste.
| Matthias Eicher
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Ex-Löwe Felix Uduokhai sorgt in Tokio für Furore.
Ex-Löwe Felix Uduokhai sorgt in Tokio für Furore. © imago images / Sven Simon

Tokio/München - Als elfjähriger Bursche kam Felix Uduokhai mit seinen Eltern nach München. FC Bayern, TSV 1860, Unterhaching? "Der erste Eindruck, wie die Mitspieler mich aufgenommen haben, war dort am besten", dachte der kleine Felix im Jahre 2008 – und entschied sich für die Sechzger.

Sprung auf die internationale Bühne

"Natürlich spielt man Fußball, um aufs höchste Niveau zu kommen", sagte das Abwehr-Juwel im Winter 2016, als er in Sechzigs Abstiegssaison den Sprung zu den Profis gepackt hatte. Jetzt hat es Uduokhai, der seit Sommer 2017 erst für den VfL Wolfsburg und mittlerweile für den FC Augsburg in der Bundesliga spielt, auf die große internationale Bühne geschafft: Der gebürtige Sachse kämpft mit der Deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio um eine Medaille.

"Es ist für den TSV 1860 eine Auszeichnung, dass mit Felix ein Spieler, der neun Jahre in unserem 'die Bayerische Junglöwen' NLZ ausgebildet wurde, die deutschen Farben beim Olympiaturnier vertritt", sagt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel der AZ über den Werdegang des Jung-Löwen, den er als Juniorentrainer "selbst begleiten" durfte: "Schon früh war zu erkennen, dass Felix über herausragende Fähigkeiten als Defensivspieler verfügt und daher freut es uns, dass Felix im Profifußball auf sehr hohem Niveau Fuß gefasst hat."

Entscheidendes Tor gegen Saudi-Arabien

Mit seinem Kopfballtor zum 3:2 hat Ex-Löwe Uduokhai dem Team von Stefan Kuntz trotz Unterzahl gegen Saudi-Arabien zum Sieg verholfen. Nach der Auftakt-Pleite gegen Brasilien (2:4) zählt am Mittwoch gegen "Endgegner" Elfenbeinküste (10 Uhr MESZ, ZDF und Eurosport) nur ein Sieg.

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"Gewinnen sie und kommen sie zurück nach Yokohama", stand auf Deutsch auf einem Plakat, das zwei kleine Jungen vor dem letzten Gruppenspiel für das DFB-Team gepinselt hatten. Als Kuntz die Aufmunterung sah, posierte er mit den Kindern und nach oben gerecktem Daumen für ein Foto. Das Problem: Um tatsächlich noch einmal in Yokohama zu spielen, müssten Uduokhai, Kuntz und Co. schon das Endspiel erreichen...

Bis dahin ist es nach zwei mäßigen Auftritten aber ein langer Weg, der nun schon vorzeitig enden könnte: Um das Viertelfinale zu erreichen und das Aus zu verhindern, muss ein Erfolg her. Zwar könnte auch ein Remis reichen, wenn Brasilien zeitgleich hoch gegen Saudi-Arabien verliert.

Weil das aber nahezu ausgeschlossen ist, muss Kuntz erst gar nicht groß rechnen. "Wir wissen genau, was wir erreichen müssen. Bei einem Sieg sind wir weiter", sagte der Europameister von 1996, der Amos Pieper nach dessen Rotsperre ersetzen muss. Ein starker Uduokhai könnte helfen, um das Viertelfinale zu erreichen – und vielleicht sogar, um Edelmetall zu holen. Auch die Löwen würd's freuen.

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