Erst Matchwinner, dann raus - das sagt Aigner über seinen Allerwertesten

München - Er konnte schon wieder grinsen, als er in der Mixed Zone zu den Medienvertretern sprach. Stefan Aigner, Kapitän des TSV 1860 und zwar schon immer Löwe, aber erst kürzlich von Eintracht Frankfurt an die Grünwalder Straße zurückgekehrt, hatte nach dem 1:0-Sieg der Sechzger gegen Arminia Bielefeld gut lachen. "Ich feue mich einfach für die Mannschaft, dass wir einen Dreier eigefahren haben und nicht nach dem zweiten Spieltag schon untendrin stecken.", erklärte der Matchwinner selbstlos, nachdem er seine Löwen zum Sieg geschossen hatte.
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Aigner musste allerdings auch erneut über Schmerzen klagen - in seinem Allerwertesten. "Der Arsch tut weh", sagte der 28-Jährige über seine leichte Verletzung in der hinteren Oberschenkelmuskulatur - in krachendem Bairisch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er erklärte auch, dass es "wieder die gleiche Stelle ist wie vor dem Spiel. Der Muskel hat ein bisschen zugemacht."
Aigner Einsatz galt im Vorfeld des Spiels als fraglich, weil dieser das Training am Donnerstag abbrechen musste. "Am Freitag im Lauftraining mit Zvonko Komes habe ich es probiert und nichts gespürt, im Mannschaftstraining dann ein bisschen was, aber das war okay." Damit war klar: Aigner kann auflaufen. Sein Einsatz mit dem so wichtigen und goldenen Tor gaben ihm ohnehin Recht.
Nun muss er zusehen, das Zwicken schnellstmöglich und rechtzeitig vor dem DFB-Pokalduell mit dem Karlsruher SC (Samstag, 18.30 Uhr, AZ-Liveticker) loszuwerden - laut dem Flügelflitzer kein Problem: "Es ist nicht dramatisch, das muss man einfach wieder ein bisschen weichmachen." Aigner Allerwertester wird somit keinen Strich durch die Rechnung machen - vielmehr soll der Kapitän seine Löwen auch im Pokal zum (Erstrunden-)Erfolg führen.